Sportlertagebuch

36. Porzellinerlauf

Bereits vor dem Start demonstrierte ich meinen Kontrahenten meine überlegene Gelassenheit, indem ich als Letzter zum Start erschien. Ich blieb auch nach dem Start cool und lief mein Tempo, auch wenn all die Jungspunde (bis Jahrgang 1932) in heißem Kampfeseifer an mir vorbei zogen. Denn ich wusste, es geht jetzt erstmal kilometerlang bergauf und an den steilsten Stücken kommen die mir sicher wieder entgegen. Als dem nicht so war, blieb ich trotzdem ruhig, denn in der Ruhe liegt die Kraft. Als es dann wieder bergab ging, kam mir mein erhöhtes Gewicht zugute und so konnte ich einen Läufer überholen. Vielleicht waren es auch zwei. Kurz vor dem Ziel zahlte sich dann meine herausragende Krafteinteilung aus, als ich, ohne zum Endspurt beschleunigen zu müssen, noch einen weiteren Läufer überholte. Oder zwei. Zur Belohnung gab es dann Tee und Pudding.

Fazit: Zwar 5 Minuten langsamer als bei der letzten Teilnahme (2000), aber dies erklärt sich aus einer Kombination aus fortgeschrittenem Lebensalter, 5 Kilo mehr Gewicht und einem Trainingspensum, das nur noch ein Fünftel vom damaligen ist. Schön war es aber allemal, nicht nur das Wetter.

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