Koalition des Grauens

Die Tigerentenkoalitionsverhandlungen scheinen ja bald abgeschlossen zu werden. Und ich weiß langsam nicht mehr, wie ich auf Nachrichten aus Berlin reagieren soll. Kopfschütteln, Hand vor die Stirn schlagen, höhnisch Lachen, Angstschweiß… alles ohne Erfolg. Ignorieren geht ja auch nicht, schließlich greifen diese Entscheidungen ja direkt ins Leben ein. Schon allein wenn ich heute lese, dass ein Herr de Maizière Innenminister werden soll, wird mir übel. Man muss nur mal den verlinkten Wikipedia-Artikel überfliegen um zu verstehen warum. Die jetzt bekannt gewordenen Pläne für das Gesundheitswesen machen ebenso Angst.

Man möchte sich fast bei jedem FDP-Wähler persönlich bedanken. Nicht nur für die, man entschuldige das Wort, aber ein treffenderes fällt mir nicht ein, Blödheit, die Partei zu wählen, die mit ihrer Politik erst eine Finanzkrise ermöglichte. Um nicht zu sagen, die mit ihrer Einstellung zum Wirtschaftssystem geradezu für diejenigen Mechanismen steht, die zur Weltwirtschaftskrise geführt haben. Nein, jetzt kann man auch dafür danken, dass in unserer obersten Etage der Politik auch wieder ein undurchdringliches und undurchschaubares Netz gesponnen wird. Wer sich nicht mehr dran erinnern kann, wozu sowas schon einmal führte, kann sich gern hier informieren.

Eine fast schon erstaunliche Leistung der FDP ist es, dass sie fast alle Wahlversprechen jetzt schon über den Jordan geschickt haben. So viel sportlichen Ehrgeiz hat nicht jede Partei. Da es aber schon immer so war, dass diese angeblich freie Partei jegliche Freiheit geopfert hat, wenn die Möglichkeit etwas Macht zu bekommen, sollte man aber schon bemerkt haben. Dachte ich zumindest bis zum Wahltag noch.

Es wird wohl Zeit die Auswanderungspläne wieder aus der Schublade zu holen.

Nebelmorgen

Nebel vs Sonne

Nebel vs Sonne

Der heutige Morgen war zwar frostig, aber auch sehr schön. Besonders dieser Moment, wo die Sonne durch den Nebel brach. Und ich habe dies hautnah erlebt. Denn die weiße Möhre und ich waren unterwegs. Anfangs noch durch den frostigen Nebel, der eine feine Eisschicht über uns legte. Und auf dem Rückweg von der Wohnungsbesichtigung dann durch immer weniger Nebel. Bis dann sogar der blaue Himmel durchkam und die Nebelschwaden verschwanden.

Mit der Wohnungssuche ist das ja auch so eine Sache. Da findet man lange Zeit gar nichts und wenn die Geduld fast aufgebraucht ist, muss man sich zwischen zwei Angeboten entscheiden. Wobei ich da meine Linie einfach mal durchziehe und mehr aufs Gefühl als auf den Verstand hören werde. Mehr dazu sicherlich bald.

Erfolge

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Einkauf

Ich muss es wohl eingestehen, hier gibt es nicht mehr viel Neues. Schuld daran trägt mein Leben, was fast nur noch aus Arbeit besteht. Und dann bleiben eben nur so kleine Meldungen über, die ich hier gar nicht schreiben mag, weil die wahrscheinlich eh niemanden interessieren. Eben so Sachen wie dass ich heute endlich mal die Zeit dazu gefunden habe, mir die Haare schneiden zu lassen. Oder meine Brille und auch meine Kontaktlinsen richten zu lassen. Womit mein Kopf heut versorgt wurde. Oder dass ich endlich wieder Holunderblütensirup kaufen konnte, nachdem der wochenlang aus dem Regal im Supermarkt meines Vertrauens verschwunden war. Oder dass ich mir heute ein Käsefondue gönnen konnte. Auch aus dem Supermarkt meines Vertrauens. Geschmacklich war es zwar nur durchschnittlich, aber eben besser als nichts.

So, und jetzt begebe ich mich mal auf Shoppingtour. Denn ich brauche schicke Sachen für eine Hochzeitsfeier. Vielleicht schlafe ich auch darüber ein und ich muss es auf morgen verschieben. Denn übermorgen geht ja leider für mich schon der Arbeitsalltag weiter, während auf der anderen Seite des Globusses geheiratet wird.

Kraftprotz

Gesprengte Kette

Gesprengte Kette

Ich habe zu viel Kraft. Oder bin zu schwer. Nö, kann nur die Kraft sein. Jedenfalls habe ich heute eine Kette zerstört. Was nicht so angenehm ist. Aber ich hatte noch Glück im Unglück, wie das meist bei mir so ist. Zum einen passierte der Zwischenfall quasi vor der Haustür und ich konnte noch antriebslos nach Hause rollen. Und zweitens habe ich erst diese Woche neue Ketten bekommen. Weil das Jabba neue Reifen brauchte und da keine Versandkosten anfielen, habe ich in weiser Voraussicht eben gleich Ketten für alle Fahrräder bestellt. Also wer mal einen Hellseher braucht, einfach Bescheid sagen.

Das ist schon die zweite Kette, die meinem Antritt nicht stand hielt. Okay, im Vergleich zu den bisher gefahrenen Kilometern meines Radfahrerdaseins eigentlich noch akzeptabel. Aber meiner Meinung nach sollten solche Fahrradketten schon mehr aushalten. Hat denn außer mir hier schon mal jemand eine Kette gekillt?

Bundesrepublikgeburtstag

Ich schweifte soeben in der Vergangenheit. Nicht in DDR-Zeiten oder so, sondern im Archiv der Seite hier. Um mal zu schauen was an den vergangenen 3. Oktobern von mir geschrieben wurde. Und weil ich letztes Jahr schon dies hier schrieb, kommt heute auch nicht mehr von mir zu diesem Thema. Lustig allerdings, dass ich Anfang Oktober 2006 Rivella erwähnte. Also das leckere Zeug, wovon ich vor ein paar Tagen endlich wieder Nachschub erhielt. So wiederholt sich manches im Leben, aber zum Glück nicht alles.

Leuchtenburg

Leuchtenburg

Ich war heut wieder mit dem Jabba unterwegs. Man muss ja nun jeden Sonnenstrahl ausnutzen. Nur der blöde Fahrradtacho hatte was dagegen, dem war es wohl zu kalt. Der zeigte einfach nur noch 12°C an, obwohl es wärmer war. Und der Höhenmeter streikte auch. Aber richtig, nicht so wie bei der Transalp, als er aus lauter Euphorie viel zu viele Höhenmeter zählte. Heut machte der einfach gar nichts. Das faule Ding. In solchen Momenten denke ich immer: Ach, wenn doch nur alles so perfekt wie das Jabba wäre.