Verfolgungswahn

Da sind überall Monster, die es auf mich abgesehen haben!

Es gibt zwei Dinge, die ich am Sommer hasse. Nämlich drückende Hitze und Stechviecher. Nun, Hitze gibt es glücklicherweise nicht an jedem Sommertag. Stechviecher schon.

Trügerische Idylle


Dieses Bild entstand unter lebensgefährlichen Umständen. Zu diesem Zeitpunkt schwirrten hunderte Insekten um mich rum. Einige davon kann man auf dem nächsten Bild erkennen, als schwarze Punkte vor dem Himmel.

Idylle mit Stechviechern


Diese Stechviecher, irgendeine Bremsenart, recht groß, eventuell Pferdebremsen, wollten mich töten. Und ich war ihnen hilflos ausgeliefert. Weil die Natur ein Komplott gegen mich geschmiedet hatte. Ich fuhr mit dem Jabba einen steilen Anstieg hoch. Der Weg war sehr verwachsen. Irgendwann war so viel Grünzeug in der Schaltung eingeklemmt, dass diese nicht mehr funktionierte und ich anhalten musste. Und genau in dem Moment schlugen die Viecher zu. So wuchtete ich die Kette schnell auf einen Gang, der noch fahrbar war und quälte mich den Anstieg hoch. Oben musste ich das Grünzeug aber wieder loswerden. Also stellte ich das Jabba ab und lief Runden. Immer verfolgt von einer Traube Bremsen. Irgendwie habe ich es doch überlebt, aber ich werde wohl heute von diesen Viechern träumen. Und alles nur wegen dem Grünzeug in der Schaltung.

 

Schauergeschichten

Gelber Wanderweg


Ich möchte noch was nachtragen vom letzten Wochenende. Denn da war ich trotz wechselhaften Wetteraussichten am Sonntag wieder mit dem Jabba unterwegs. Anfangs lief alles gut. Wir konnten den Regengebieten, die der Wind übers Land blies, recht gut ausweichen. Doch plötzlich lief uns eine schwarze Katze über den Weg. Korrekt muss man sagen, sie lief direkt ins Vorderrad, prallte dort ab und flitzte davon. So schnell wie die verschwunden war, bin ich mir sicher, dass ihr bei der Aktion nichts passiert ist. Und ich dachte das Unglück sei damit abgewendet. Aber das Wetter hatte noch eine Überraschung parat. Ich sah es schon kommen, eine riesige Regenwand. Und fuhr direkt drauf zu, aus Mangel an Alternativen. Im Kopf hatte ich schon geplant, kurz vor dem Regen abzubiegen und nach Hause zu düsen. Aber der Regen war schneller. Obwohl ich mein Bestes gab und mit voller Kraft den Anstieg hoch düste, auf dessen anderer Seite mir der Regen entgegen schoss. Plötzlich fegte der Sturm über mich hinweg und es goss wie aus Kübeln. Ich also schnell mit dem Jabba durch das Unterholz in den Wald geflüchtet. Wo es erstaunlich trocken blieb. Der Regen war auch schnell vorbeigezogen und wir trauten uns wieder raus. Leider war der Heimweg aber zum größten Teil von den Wassermassen überschwemmt worden und so gab es eine ordentlich Schlammpackung für uns. Als Entschädigung zeigte der Himmel sehr interessante Wolkenformationen.

Entschädigungswolken


Aber ich hatte ihm eh schon verziehen. Denn wenn man so ein Unwetter direkt auf der Haut spürt wird einem schnell wieder klar, dass es sehr viel größere Dinge als uns Menschlein auf dieser Welt gibt.

 

Faszination Radsport

Wackelbild Bergsprint

Ich habe mich diese Woche ausnahmsweise mal wieder etwas mit dem Straßenradsport beschäftigt. Zum einen durch Konsum von Fernsehbildern. Am Donnerstag machte die Tour de Suisse wieder Station in Malbun, was ich mir nach der Arbeit nicht entgehen lassen wollte. Um Erinnerungen an diese Gegend aufzufrischen. Schöne Erinnerungen. Der Sport selbst war uninteressant.

Und heute gab es Radsport direkt vor der Haustür, was auch nicht so oft vorkommt. Die Internationale Thüringen Rundfahrt gab sich die Ehre und absolvierte eine Etappe mit Start und Ziel in Kahla. Irgendwie kann man sich das ja doch nicht entgehen lassen und so habe ich Fuchs mich an der steilsten Stelle des letzten Anstieg des Tages positioniert, um ein paar Bilder zu machen. Und ich gebe gern zu, dass ich von eben jenen Bilder ziemlich fasziniert bin. Einigen Fahrern sieht man die Anstrengung und die Schmerzen am Anstieg sehr deutlich an. Diese Gesichter sind wirklich beeindruckend. Und andere, zum Beispiel der im gelben Trikot, fahren relativ locker hoch. Der Gelbe hat dann, wenn auch nur knapp, diese Etappe gewonnen. Auch sonst wurde jedes Radsport-Klischee bedient. Erster auf dem Berg war der Führende der Bergwertung mit Teamkollegen im Schlepptau. Der Gelbe führte das Peloton an und direkt an seinem Hinterrad waren die anderen Wertungstrikots zu finden. Und hinter den Mannschaftswagen fuhren dann die Sprinter mit den dicken Oberschenkeln relativ gemütlich den Anstieg hoch. Das Einzige, was mir suspekt erschien, waren die neidischen Blicke einiger Fahrer auf mein Jabba. Aber irgendwie ja auch verständlich. Erstens macht so eine Fahrt mit dem Mountain Bike einfach mehr Spaß als sich mit zu großer Übersetzung Anstiege hoch quälen zu müssen. Und zweitens war ich halt schneller von dort im Ziel als die Rennfahrerburschen. Ich Fuchs.

Odonata

Ich schiebe es einfach mal auf die Hitze. Denn ich habe heute einfach mal Libellen fotografiert. Die Bilder entstanden dabei unter sehr schwierigen Bedingungen, denn ungefähr zwanzigtausend (geschätzt), ca. 10 15 cm große Bremsen oder ähnliches Stechgetier versuchten sich an mir zu verköstigen. Deswegen musste ich kurz darauf mit dem Jabba flüchten.

Blaue Libelle

 

Fetter Brummer

Glücklicherweise gab es am Abend dann Abkühlung in Form eines Wolkenbruches. Schönes Wort, finde ich ja.

Gewitterregen vorm Wolkenbruch

Der Knall des Todes

Zerschlitzter Reifen

Gestern starb mein Reifen. Es gab einen lauten Knall und auf einen Schlag war die Luft raus. Zum Glück führte dies nicht zu einem Sturz. Aber das Maxxis-Reifen-Experimentist damit erstmal Geschichte. Lang gelebt hat er leider nicht, der Vorderreifen. Getötet wurde er von einem scharfkantigen Stein. Kann passieren, muss aber nicht. Die Seitenwand das Reifens ist einfach extrem dünn, das ist mir beim Ausbau bewusst geworden. Jetzt hat das Jabba erstmal wieder einen von den Schwalbe-Reifen drauf, die schon über die Alpen gekommen sind. Und beim nächsten Mal kaufe ich einen Maxxis mit dickerer Seitenwand.

Ich habe übrigens einen neuen Monitor, deswegen gibt es hier jetzt öfter 16:9-Bilder. Okay, bei dem Pannenbild oben passt das nicht so. Geb ich ja zu. Aber es gibt andere Bilder von der gestrigen Tour, die passender für das Format sind. Dies hier zum Beispiel:

Mohnfeld