Trotzdem war es eine erfolgreiche Tour. Denn der Osten Düsseldorfs hielt einige Entdeckungen parat. Schönere Entdeckungen als schnöde Ostereier. Schmale Wege waren dies, anspruchsvolle Trails und richtige steile Abschnitte, bergauf wie bergab. Hatte ich so nicht erwartet. Da hatten wir viel Spaß. Leider haben die Einheimische hier die Sache mit einer vorteilhaften Wanderwegsmarkierung aber noch nicht entdeckt. In Thüringen sind alle Wege farbig und mit zahlreichen Markierungen versehen. Hier sind alle Markierungen schwarz-weiß. Vermutlich um Nachtwanderer abzuschrecken. Oder um keine farbenblinden Wanderer zu diskriminieren. Da ich aber weder farbenblind noch in der Schwarz-Weiß-Zeit hängengeblieben bin, müssen sich meine Augen erstmal an diese Form der Markierung gewöhnen. Immerhin habe ich im Buchhandel eine Landkarte erstehen können, wo einige der Wanderwege verzeichnet sind. Was nicht selbstverständlich für Landkarten der Umgebung hier ist. Diese Karte werde ich auf den nächsten Touren bei mir führen. Um dann nicht mehr im Kreis fahren zu müssen. Und um dann den Heimweg schneller finden zu können. Denn an diesem Karfreitag wurde der Heimweg, am Rhein entlang mit Gegenwind im Gesicht, zur Quälerei. Sowas muss ja nicht sein.
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Kommentar
Hoffentlich haben alle Ostern gut überstanden. Mein Magen hat heute Auferstehung gefeiert, nachdem er sich kurzfristig tot gestellt hatte. Aber letzte Woche, an Karfreitag, als der noch nicht rumgezickt hatte, hab ich mit dem Jabba zusammen die Düsseldorfer Umgebung weiter ausgespäht. Mit der Absicht ins Neandertal zu gelangen. Wo vor ein paar Tagen die Neandertaler wohnten. Wobei eigentlich fast jede Tour bisher dieses Ziel hatte. Und welches bis zum heutige nicht von mir erreicht wurde.
Kalenderblatt April
Sonniger Sonntag
Düsseldorfer Stadtwald
Ein Hoch auf Harry, das Hoch, welches das aktuelle wunderbare Frühlingswetter verantwortet. Bei herrlichem Sonnenschein haben Jabba und ich uns heute auf die Suche nach Wald gemacht. Und nachdem wir halb Düsseldorf durchquert haben, diesen auch gefunden. Immerhin. Sogar ein paar Höhenmeter konnten wir da sammeln. Wenn auch nicht viele. Aber das Klettern haben wir noch nicht verlernt.
Möhrchen mit Rinderbraten
Leider hat der Frühling nach zwei Tagen eine Pause übers Wochenende eingelegt. Aber dies war ebenso eine perfekte Gelegenheit, die Weiße Möhre zu verschönern. Mit Teilen aus Kuhhaut. Zumindest vermute ich, dass das Leder vom Rind stammt. Dass die Weiße Möhre jetzt ein Stadtfahrrad ist, erkennt man auch am Schutzblech und der Klingel. Ich weiß nicht seit wie vielen Jahren ich keine Klingel mehr am Rad hatte. Damals stand ich noch am Anfang meines Radfahrerlebens. Aber hier, mit den vielen Menschen um einen rum, ist eine Klingel durchaus angebracht.
Zurück zum Ledersattel, man kann der Meinung sein, dass dies unpassend an einem Fahrrad ist. Aber ich finde, lieber schraube ich mir so einen Sattel ans Rad, der 100 Jahre und älter werden kann, als alle zwei Jahre einen neuen Plastiksattel zu kaufen. Und immerhin lebt so ein Teil der Kuh an meinem Rad weiter und wird von mir in Ehren gehalten. Und macht die Weiße Möhre zum schönsten Stadtrad weit und breit. Und lässt meine Hosen hoffentlich länger leben. Danke, liebes Rind.

Und noch eine Neuigkeit, bei der Mainstage gibt es wieder etwas von mir zu lesen. Über das Album eines Musikers namens Aidan. Sehr empfehlenswert. Bitte hier klicken, lesen und reinhören (Ja, diese Möglichkeit wird dort eingeräumt.).




