Faszination Radsport

Wackelbild Bergsprint

Ich habe mich diese Woche ausnahmsweise mal wieder etwas mit dem Straßenradsport beschäftigt. Zum einen durch Konsum von Fernsehbildern. Am Donnerstag machte die Tour de Suisse wieder Station in Malbun, was ich mir nach der Arbeit nicht entgehen lassen wollte. Um Erinnerungen an diese Gegend aufzufrischen. Schöne Erinnerungen. Der Sport selbst war uninteressant.

Und heute gab es Radsport direkt vor der Haustür, was auch nicht so oft vorkommt. Die Internationale Thüringen Rundfahrt gab sich die Ehre und absolvierte eine Etappe mit Start und Ziel in Kahla. Irgendwie kann man sich das ja doch nicht entgehen lassen und so habe ich Fuchs mich an der steilsten Stelle des letzten Anstieg des Tages positioniert, um ein paar Bilder zu machen. Und ich gebe gern zu, dass ich von eben jenen Bilder ziemlich fasziniert bin. Einigen Fahrern sieht man die Anstrengung und die Schmerzen am Anstieg sehr deutlich an. Diese Gesichter sind wirklich beeindruckend. Und andere, zum Beispiel der im gelben Trikot, fahren relativ locker hoch. Der Gelbe hat dann, wenn auch nur knapp, diese Etappe gewonnen. Auch sonst wurde jedes Radsport-Klischee bedient. Erster auf dem Berg war der Führende der Bergwertung mit Teamkollegen im Schlepptau. Der Gelbe führte das Peloton an und direkt an seinem Hinterrad waren die anderen Wertungstrikots zu finden. Und hinter den Mannschaftswagen fuhren dann die Sprinter mit den dicken Oberschenkeln relativ gemütlich den Anstieg hoch. Das Einzige, was mir suspekt erschien, waren die neidischen Blicke einiger Fahrer auf mein Jabba. Aber irgendwie ja auch verständlich. Erstens macht so eine Fahrt mit dem Mountain Bike einfach mehr Spaß als sich mit zu großer Übersetzung Anstiege hoch quälen zu müssen. Und zweitens war ich halt schneller von dort im Ziel als die Rennfahrerburschen. Ich Fuchs.

Augenheilkunde

links vorher | rechts nachher

Eine gute Nachricht, das Jabba ist wieder gesund. Ich habe das gebrochene Schaltauge gegen ein neues getauscht. Wie man auf dem Bild oben sehen kann. Das, was so glänzt, ist das neue Schaltauge. In Zukunft heißt es: Schaltauge sei wachsam.

Beim Facebook-Anhänger-um-die-Wette-Sammeln zwischen Jabba und Weißer Möhre steht es derzeit 6:4. Geht da noch was?

Jabba Wood 2010

Jabba Wood 4 2010


Die neue Generation der Jabbas ist doch tatsächlich grün. Was zwar besser zum Namen passt, aber in meinen Augen sehr hässlich ausschaut. Auch sonst wird einiges am Jabba geändert. Keine Laufräder mehr von DT Swiss, Shimano statt SRAM-Schaltung, Dämpfer ohne Plattform, andere Bremsen usw. Da bin ich doch froh ein Jabba Jahrgang 2009 zu haben. Allerdings ist der Preis jetzt auch viel niedriger als letztes Jahr. Noch schlimmer, selbst die 2009er Jabbas gibt es jetzt für weniger Geld. Mein Modell soll jetzt 750 Euro weniger wert sein. Krasser Preisverfall. Aber mein Jabba ist da ausgenommen, denn das ist eh was ganz besonderes. Auch weil es höchstvermutlich eines der ersten Jabbas, wenn nicht sogar das erste Jabba überhaupt, ist, welches die Alpen überquert hat.

Eigentlich könnte mir der Roseversand für all meine Werbung noch ein kleines Jabba schenken, oder?

Kraftprotz

Gesprengte Kette

Gesprengte Kette

Ich habe zu viel Kraft. Oder bin zu schwer. Nö, kann nur die Kraft sein. Jedenfalls habe ich heute eine Kette zerstört. Was nicht so angenehm ist. Aber ich hatte noch Glück im Unglück, wie das meist bei mir so ist. Zum einen passierte der Zwischenfall quasi vor der Haustür und ich konnte noch antriebslos nach Hause rollen. Und zweitens habe ich erst diese Woche neue Ketten bekommen. Weil das Jabba neue Reifen brauchte und da keine Versandkosten anfielen, habe ich in weiser Voraussicht eben gleich Ketten für alle Fahrräder bestellt. Also wer mal einen Hellseher braucht, einfach Bescheid sagen.

Das ist schon die zweite Kette, die meinem Antritt nicht stand hielt. Okay, im Vergleich zu den bisher gefahrenen Kilometern meines Radfahrerdaseins eigentlich noch akzeptabel. Aber meiner Meinung nach sollten solche Fahrradketten schon mehr aushalten. Hat denn außer mir hier schon mal jemand eine Kette gekillt?

Wiedervereinigung

Am Donnerstag kam mein Jabba wieder heim. Anfangs war ich etwas irritiert, weil der Karton kleiner war als jener, in dem ich das Jabba auf die Reise schickte. Nicht dass es geschrumpft wurde. Oder mir ein anderes Rad zugestellt wurde. Aber war nicht so, es war einfach nur anders verpackt. Mein Jabba war wieder da und funktioniert jetzt so gut wie neu. Wobei es ja quasi noch neu ist. Aber hat eben schon 1300 Kilometer auf dem Buckel und die Alpen überquert. Und zur Belohnung für diese Strapazen hat es einen neuen Sattel bekommen. Womit nebenbei noch mein Hintern belohnt wird. Der Sattel wurde auf Garantie getauscht, was ich sehr nett vom Roseversand finde und darum hier gern mal erwähne.

Wald mit Bäumen davor

Wald mit Bäumen davor

Heute haben wir unsere Wiedervereinigungstour veranstaltet. Größtenteils durch den Wald, wie auf dem Bild zu sehen. Wo auch sonst, wir sind ja hier in Thüringen. Und ich muss mal ganz ehrlich sein, ich liebe die Weiße Möhre ja schon, schließlich habe ich die selbst zusammengebaut. Aber das Jabba ist da schon eine Kategorie drüber. Eben das beste Fahrrad der Welt. Es fährt sich so leicht. Zum einen hält es die Spur super stabil, zum anderen ist trotz Hinterradfederung immer genug Vortrieb da. Ich hatte manchmal das Gefühl als würde uns einer festhalten und dabei leicht von hinten schieben. Klingt komisch, ist aber so. So leicht ging es zu Fahren. Ist halt wirklich das beste Bike der Welt. Vielleicht hat sich das Jabba ja auch nur so sehr gefreut, endlich mal wieder raus zu kommen. Immerhin war es mehrere Tage in einem dunklen Karton eingesperrt, wer mag sowas schon.

Nur mein Fahrradtacho muckte rum. Der hat sich so sehr gefreut wieder am Jabba sein zu können, dass ihm der Saft ausging. Blödes Ding. Ich hatte zwar das GPS wieder laufen, aber das hat auch einen Sprung drin, wie man hier sehen kann. Da wurde ich wohl weg gebeamt, was ich so aber gar nicht gemerkt habe. Sachen gibt’s.

Und natürlich habe ich auch wieder Kühe fotografiert. Bitteschön:

glotzende Kühe

glotzende Kühe