2006 – ein musikalischer Rückblick

So, nach 55-tägiger Abstinenz darf ich mal wieder was trinken. Und da sowas nie ohne Folgen bleibt, gibt es jetzt einen Jahresrückblick von mir. In einer etwas anderen Form. Nämlich mit Liedern.

  • Januar

Maximilian Hecker- help me

Kein schöner Monat für mich, so auch der Februar. Ich habe heute das Gefühl damals alles falsch gemacht zu haben und so eine großartige und für mich sehr sehr wichtige Freundschaft zumindest teilweise zerstört zu haben. Es wird wohl nie wieder so sein wie vorher. Und das tut sehr weh.

  • Februar

Tomte- Korn & Sprite

Als Erinnerung an den Besuch in Münster, das war nämlich das letzte Lied, bevor wir das Gleis 22 am frühen Morgen verließen. Und ich bin sehr froh damals die Reise gemacht und diese Freundschaft geschlossen zu haben.

  • März

Bolzplatz Heroes- (summer), came at night

3. März, ein Hotel in Aschaffenburg: Ich wache auf und mir ist plötzlich klar, was los ist. Wo ich hin gehöre. Welcher Mensch mir am meisten bedeutet im Leben.

Nada Surf- there is a light that never goes out

18. März, München, in einem Restaurant: Alles kommt ganz anders und meine Welt bricht zusammen. Danach die schlimmste Autofahrt meines Lebens. Auch zu zweit kann man allein sein. Ich bin ganz unten, ich weiß nicht mehr weiter. Und mache danach alles nur noch schlimmer. Leider.

  • April

Nada Surf- popular

Weil es so überraschend war, dass sie dieses Lied als erstes am Konzert in Zürich gespielt hatten. Eine schöne Zeit war es in der Schweiz. Und eine gute Ablenkung. Auch das Konzert in Nürnberg war super. Wo ich den Rest des Monats war, habe ich zum Glück vergessen.

  • Mai

Cosmic Casino- Kings & Queens

Leider nicht beim Konzert gespielt, aber beim Soundcheck. Zu dem ich mich einfach rein geschlichen hatte.

Cosmic Casino- well-intentioned man you are my enemy

Stellvertretend für den Rest des Monats.

  • Juni

Nada Surf- blankest year

Wegen dem unglaublichen Konzert im Prime Club. Aber eigentlich ist das bedeutungslos angesichts dem, was dann passierte.

Muse- invincible

Unwetter auf dem Hurricane. Unser erstes Unwetter. Ich habe dich nach allem die ganze Fahrt lang im Rückspiegel angestarrt. Wenn ich nicht gerade geschlafen habe. Was aber die meiste Zeit der Fall war. Aber ich habe schon damals was gespürt. Aber nie geglaubt, dass da was passieren könnte. Weil ich mich ja kannte, mit all meinen Schwächen. Aber zum Glück hatte ich die Rechnung ohne dich gemacht.

  • Juli

Heinz aus Wien- schön

Unser zweites Unwetter, beim Baden am See. Und der Beginn der schönsten Zeit des Jahres. Das Paradies, das ich nie wieder missen möchte.

  • August

Es war der schönste Monat des Jahres. Meines bisherigen Lebens. Es sind so viel aufregende Dinge passiert. Es war so schön mit dir. Angefangen beim Sushi-Essen. Und allem was dann passiert ist. Und die Zeit am PLUS und auf dem Highfield. Und auch wenn alles sehr schnell ging, ich war glücklich zu dieser Zeit. Unendlich glücklich. Heute wünsch ich mir nur, ich hätte das eher erkannt. Und hätte es dir gezeigt.

  • September

Lunik- candle

Stellvertretend für diesen einen Moment. Ich wache nochmal auf, mit dir im Arm. Es läuft gerade dieses Lied. Und ich fühle mich so unendlich glücklich. Unendlich. Grenzenlos. Daran erinnert mich dieses Lied auch heute noch, an diesen einen Moment. Und das ist der Grund, warum ich jedesmal weine, wenn ich diese Lied höre.

  • Oktober

Lunik- bad timing

Ich verstehe es bis heute nicht. Ich wünschte du hättest es länger mit mir ausgehalten. Die Chance für uns beide war da. Meiner Meinung nach.

  • November

Maximilian Hecker- cold wind blowing

Auch wenn das streng genommen im Oktober war. Und auch wenn es nicht einfach mit dir war. Dieses Lied stellvertretend erstens für ein unglaubliches, wahnsinnig tolles Konzert und zweitens für eine paar Stunden mit den beiden Ls, die mir sehr viel gegeben haben.
Den Rest des Monats möchte ich am liebsten ganz schnell vergessen.

  • Dezember

Puh, keine Ahnung. Der Dezember war nicht schön. Überhaupt nicht. Diese ganze Vorweihnachtszeit und auch Weihnachten selbst. Da gibt es kein Lied für. Aber das neue Jahr hat übrigens begonnen und ich vertippe mich immer öfters. Der Wein ist auch fast alle.

Dann hoffe ich doch mal, dass ihr alle gut rein gerutscht seid ins neues Jahr. Ich schon. Immerhin ist keine Glühlampe durchgebrannt wie 2005. Oder war das 2004? Immerhin ist das schon ein gutes Zeichen. Sonst erwarte ich eh nicht viel vom neuen Jahr. Es liegt eh immer in der eigenen Hand, was man daraus macht. Also macht das Beste daraus. Wer auch immer das hier liest.