Die Hauptstadt der Katzen

Sonnenuntergang vs Großstadt


Wie man unschwer erkennen kann, Berlin ist das Stichwort. Denn dort war ich letztes Wochenende. Bin über die Spree geschippert. Habe einen Flohmarkt besucht. Aber vor allem das Record Release-Konzert der wunderbaren Band Send More Cats miterleben dürfen.

Diese luden ein ins .hbc zur Zelebration anlässlich der Veröffentlichung ihres Debütalbums “, please.” Also vollständiger Titel: “Send More Cats – , please.” Und die Gäste erschienen zahlreich. Und ich bin absolut sicher, dass kein einziger seinen Besuch bereut hat.

Es gibt so ein paar Dinge, die ein großartiges Konzert ausmachen. Erstens muss natürlich die Musik und die Darbietung übermäßig gut sein. Daran bestand an diesem Abend aber kein Zweifel. Auch wenn man der Band ihre Aufregung ansah, bewirkte die Freude am Spielen schnell die nötige Lockerheit. Unterstützt wurde die Band vom wirklich fulminaten Blasmusik-Trio Lars Dieterich, Stefan Kapitzke und Andreas Dormann. Welche auch auf dem Album zu hören sind. Diese sorgten mit großer Spielfreude für wahre Begeisterungsstürme im Publikum und viel Freude, erkennbar am breiten Grinsen, bei den Mitmusikern. So steigerte man sich von einem Lied aufs andere und ich (und sicher nicht nur ich) hatte das Gefühl, dass da was ganz Großartiges passierte.
Zweiter Punkt, das Publikum. Aufmerksam soll es sein. Und dankbar für gute Unterhaltung. Klar, es gibt immer mal so Sachen wie zwei Freundinnen, die vom Aussehen des Bassisten ins Philosophieren über den eigenen Männergeschmack kommen. Aber wenn ein Lied bis zum allerletzten Ton umgeben von völliger Stille im Publikum ausklingen kann, dann geht mir persönlich sowas ganz nahe. Solche Momente gab es mehrmals an diesem Abend. Und dazwischen wieder wahre Begeisterungsstürme für die musikalische Darbietung. Mit Applaus, der von ganzem Herzen kam.
Und drittens das Zusammenspiel zwischen Musikern und Publikum. Der Austausch. Ich vermute ganz stark, dass es für einen Musiker nichts schöneres gibt, als ehrliche Anerkennung in Form von Applaus, Zuspruch, in welcher Form auch immer vermittelt, erhalten zu dürfen. Und ebenso freut es den Musikliebhaber, wenn man zuschauen kann, wie die Bewunderung bei den Musikern ankommt. Und sich beide Seiten gegenseitig bereichern. Und zwar mit einer Intensität, die ich so vorher noch nicht erlebt habe. Was für ein großartiger Abend. Ich bin wirklich dankbar dafür, dass ich dies erleben durfte.

Auch wenn ich jetzt wenig zur eigentlichen Musik geschrieben habe, der Albumkauf ist jedem ans Herz gelegt. Niemand wird es bereuen, ganz sicher. Erhältlich ist es digital z.B. bei iTunes oder hier als echte CD.

Dead hearts are everywhere

Dass ich letztes Wochenende in Berlin war, habe ich ja schon erwähnt. Dass ich die Stars dort gesehen habe noch nicht. Was auch damit zusammenhängt, dass ich die ganze Zeit überlege, was ich zu diesem Konzert denn schreiben könnte.

Geisterstunde


Es war ein großartiges Konzert, keine Frage. Gleichzeitig auch Tourabschluss und damit für die Band etwas besonderes. Was man auch merke. Man spürte die Freude. Und auch all die Liebesbekundungen an das Publikum und die Stadt waren frei von Heuchelei. Die Songauswahl war wunderbar. Es wurde neben den bekannten Stücken auch viel von der Sad Robots EP und eben auch vom wunderbaren Album Hearts gespielt. So auch “heart” und “time can never kill the true heart”. Grandios. Und als krönenden Abschluss “tonight”. Alles nahe an der Perfektion. Und deshalb weiß ich nicht, was ich dazu schreiben kann. Und weil ich das Alles auch schon mal versucht habe zu beschreiben. Hier. Und ganz ehrlich, ich bin noch immer stolz auf das, was ich damals zu Papier gebracht habe. Deswegen bitte dort nachlesen und bei nächster Gelegenheit ein Konzert dieser Band besuchen. Man wird es nicht bereuen.

Naumburg-Berlin-Jena

Bis auf das Sonnenuntergangsbild sind alle unter Verwendung der neuen HDR-Funktion des iPhones entstanden. Und fürs erste Rumprobieren finde ich diese Möglichkeit sehr gut. Mal schauen was man noch damit anstellen kann.

Ohne iPhone würde ich mich auch nie nach Berlin trauen. Aber mit ist super. Man weiß wann und wohin die U- und S-Bahnen fahren, verlaufen kann man sich auch nicht und sogar Rivella-Verkaufsstellen sind einem bekannt. Wobei letzteres nicht so perfekt wie gewünscht funktionierte. Erster Versuch, ein Getränkeshop im Samariterviertel, war ein Reinfall. Dort kannte man kein Rivella. Nächster Versuch war ein Supermarkt Nähe Alexanderplatz, der befand sich aber gerade im Umbau. Beim frisch geretteten Kaufhof gab es dann welches. Aber zu solchen Wucherpreisen, dass die wegen mir schnell pleite gehen können. Kaufhof braucht kein moderner Mensch, finde ich. Und dann zeigte der Rivella-Finder noch eine Chuechliwirtschaft an. Leider auch falsch, da befindet sich mittlerweile eine hippe Suppenküche. Deswegen werde ich die Fehler jetzt auch melden, nur meckern hilft ja niemandem.

Hauptstadt des Frostes

Ich habe die letzten Tagen in Berlin verbracht. Dort war es, wenig überraschend, fast so kalt wie hier. Wobei die Kälte dann schon überraschend war. Denn ganz so kalt war es eigentlich nicht vorhergesagt.

In Berlin habe ich die zweite Weihnachtsfeier dieser Woche erlebt. Und dann das Touristenprogramm absolviert, inkl. Besuch des Pergamon-Museums. Was sehr schön war, nicht nur weil es da wärmer als draußen war. Aber in der Nacht gab es dann noch etwas schöneres, nämlich das Konzert der wunderbaren Band Send More Cats. Wunderfein war das. Und irgendwie mag ich Berlin.

Heute dann ein kurzer Spaziergang durch die frostige Landschaft. Wobei ich mich nach den Erlebnissen Anfang des Jahres (Stichworte Radkurier und Winter) durchaus mit diesem Wetter anfreunden kann. Auf jeden Fall viel mehr als mit Schneematschwetter. Wegen mir könnte das ruhige noch ne Weile so bleiben, aber ist ja bald Weihnachten.