Wegweiser

Unehrlicher Wegweiser

Bei uns in Thüringen gibt es ein sehr gut ausgebautes Netz an Wanderwegen. Man findet an jeder Ecke solche Wegweiser. Dieser allerdings lügt wie gedruckt. “Kuhfraß” ist ein Dorf, der “Hohe Berg” ist nur ein Hügelchen und an den “Stausee Engerda” führt eine breite Straße.

Ich habe gestern aber was ganz modernes ausprobiert und mich per GPS navigieren lassen. Die Idee war, die Strecke vom Schiller-Staffel-Lauf teilweise abzufahren. So sah das dann aus:

rot: ich, blau: die geplante Strecke

Ein Drittel davon habe ich auch ungefähr geschafft, was am Ende 1500 Höhenmeter und 70 km Distanz auf dem Tacho entsprachen.

Luisenturm

Auf den Luisenturm habe ich es auch geschafft, wenn ich auch das Dreifache der auf dem Wegweiser angegeben Distanz dafür gefahren bin. Mit voller Absicht natürlich.

Jabba ruht sich aus

Fahrt ins Grüne

Jabba im Grünen


Hitze ist nichts für’n Danny. Aber das wusste ich schon lange. Hitze scheint aber auch nichts für’s Trailguru-Aufzeichnungsdingens zu sein. Denn der heutigen Aufzeichnung zufolge wäre ich auf über 1000 Meter Höhe gewesen. Das hätte ich aber gemerkt.

Vielleicht waren aber auch die Stromschläge dran schuld, die das Jabba und ich heute am Weidezaun bekommen haben. Nach dem Zweiten war es mir egal und ich habe mich nicht mehr gewehrt.

Natürliche Modetrends

Jabba auf dem Dohlenstein


Wie man auf dem Bild im Hintergrund erkennen kann, sind auch dieses Jahr wieder grün und gelb die absoluten Modefarben der Natur. Besonders was die Flora betrifft. Alles grün und gelb. Bei der Fauna gibt es nicht viel neues. Nur bei den Eichhörnchen zeichnet sich ein Trend zum Schwarz hin ab.

Wer diese Karte aufmerksam studiert, sollte bemerken, dass der Weg von Rothenstein wieder nach Hause arg unvollständig ist. Schuld daran trägt das Wetter. Das hat sich leider exakt an den Zeitplan des Wetterberichts gehalten. Um 17 Uhr sollte der Regen kommen, um 17 Uhr war der Regen auch da. Und um 17 Uhr bin ich in Rothenstein losgefahren. Das Wegstück ist also im Regen untergegangen. Und ich kann mich nur mehr daran erinnern, dass es verdammt nass und kalt war. Und das Jabba sich irgendwann mit quietschenden Bremsen beschwert hat. Das arme Ding. Aber wir haben es gut überstanden, hoffe ich.

Auf der Suche nach der Aschewolke

Landschaft unter der Aschewolke


Ich persönlich finde es gut, dass wieder erkennbar wird, dass die Menschheit nur ein Teil der Natur ist. Und nicht etwa Herrscher über diese. Und so kann ein Vulkanausbruch, obwohl ca. 2000 Kilometer weit weg, eben auch deutliche Eingriffe in das Leben haben. Und kein Mensch kann etwas dagegen tun. Dafür hat man die Möglichkeit, diesen wunderbaren blauen Himmel ohne jeden Kondensstreifen zu bewundern.

Das Jabba und ich haben dies gestern auch getan. Sehr schön war das. Im Wald war es teilweise noch zu schlammig, so dass wir auf die Straße ausweichen mussten. Dort hat das Jabba ein Kompliment bekommen, von einem Rennradfahrer. Nachdem wir die überholt hatten. Aber das war keine Absicht.

Noch was technisches. Leider war in den letzten Tagen der von mir genutzte trailguru-Dienst nicht erreichbar. Deswegen habe ich gestern mal ein anderes Programm zum Aufzeichnen der Strecke auf dem iPhone genutzt. Trails nennt sich dieses und hat den Vorteil, dass es eine Livekarte anzeigt. Ich wollte es aber probieren, weil die gezählten Höhenmeter bei trailguru immer stark von der Realität abweichen. Ansonsten bin ich sehr zufrieden mit trailguru. Nun ja, laut Trails hätte ich gestern 4600 Höhenmeter geschafft. Das sind 3000 mehr als in Wirklichkeit. Ergo, da versagt das Programm ebenso wie trailguru. Liegt der Fehler also eher am GPS vom iPhone. Denn die Strecke selbst wurde sehr genau aufgezeichnet. Bis eben auf die Höhenangaben. Also kann ich auch weiterhin trailguru nutzen und die Höhenangaben dann manuell ändern. Mein Fahrradtacho ist da eindeutig exakter. Zum Glück kann man die Strecke aus Trails exportieren. So erscheint diese auch in meinem trailguru-Account. Wo man die sich jetzt anschauen kann, wenn man mag.

So, und jetzt werd ich Fenster putzen. Damit ich den Sternenhimmel beim Einschlafen noch besser sehen kann.

Why does it always rain on me?

Radfahrerschmaus

Ich versuche jeden Beitrag hier mit einem Bild aufzuwerten. Da ich aber heute meine Kamera vergessen habe, gibt es ein Foto von meiner Belohnung für den heutigen Tag. Dies nur vornweg.

Heute hatte ich frei. Was gut gepasst hat, denn das Wetter war fast so gut wie gestern. Also habe ich meine beiden Fahrräder ausgeführt. Die Tour mit der weißen Möhre war bis auf den Beinahezusammenstoss mit dem Postauto nicht weiter erwähnenswert. Glücklicherweise handelte es sich um einen Beinahezusammenstoss, das hätte auch anders kommen können. Mich hat nämlich momentan ein wenig das Glück verlassen. Solange dies aber nur zu kleiner Blessuren an mir und meinem Besitz führt, ist es noch zu ertragen. Und der April macht eh alles neu. Oder wie war das?

Die Tour mit dem Jabba war anfangs auch ein Genuss. Bis die Sonne langsam verschwand und der Himmel sich verdunkelte. Als wir den anstehenden Anstieg bewältigt hatten, wurde das ganze Ausmaß des Wetterumschwungs sichtbar. Da war eine dicke und dunkle Schlechtwetterfront, die genau auf uns zuzog. In der anderen Richtung sah es noch gut aus, also traten wir die Flucht an. Aber da waren auch schon Blitze zu sehen und der starke Wind blies alles Bewegliche durch die Gegend. Uns auch. Ein paar Minuten später hatte und der Regen eingeholt und ich war von jetzt auf gleich nass bis auf die Haut. Und ich stellte fest, dass der Regen am letzten Wochenende eindeutig wärmer als der heutige war.

Das Unwetterchen erwischte uns ganz im Westen. Wie man oben auch sehen kann. Und wenn man auf Replay Track klickt, sollte auch erkennbar sein, wie viel schneller wir ab diesem Zeitpunkt im Vergleich zu vorher waren.

Und jetzt geht die Welt draußen unter. Und ich erfreu mich an den Geräuschen hier unterm Dach und meinen dichten Fenstern.

Auftakt

Es ist vollbracht. Am 38. Tag des neuen Jahrzehnts bin ich endlich wieder Fahrrad gefahren. Zwar nur mit dem Alltagsrad und nur auf der Straße und bei nur -5°C, aber egal. Hauptsache ist, ich habe es nicht verlernt.