Seasonal Affective Disorder

Eintönigkeit


Die meiste Zeit sieht draußen alles gleich aus. Im gleichen Farbton. Langsam wird das echt öde, liebe Natur.

Sonnenlicht


So freut man sich über jede Art von Abwechslung, sogar über ein paar Sonnenstrahlen an der Zimmerwand. Dazu kommt noch, dass der erste Monat des Jahres Zwanzigzehn vorbei ist und ich noch keinen einzigen Meter Radfahren konnte. Ich weiß gar nicht, ob es sowas schon mal gab. Einen komplett radfahrfreien Monat. Schlimme Sache. Auch weil mir meine Gelassenheit dadurch langsam verloren geht.

Die alten winterkalten Gedanken verfliegen wie Rauch im lauen Wind.
Wenn wir in den Wiesen liegen und etwas Neues beginnt.

Immerhin ist es durch den neuen Schnee nicht mehr ganz so rutschig wie letzte Woche. Allerdings findet man unter dem Schnee fast überall eine dicke Eisschicht. Leider kein Untergrund zum drauf Radfahren.

Einen gute Seite hat das Ganze aber trotzdem. Ich freunde mich mit dem Auto immer mehr an. Letztens habe ich sogar von ihm geträumt, aber das war eine andere Geschichte. Und trotzdem freue ich mich schon darauf, wenn die Kilometer, die momentan auf der Anzeige durchrasen und nur Sprit- und damit Geldverbrauch bedeuten, dann auf dem Fahrradtacho erscheinen.

Übrigens, da wo laut Google der Kuhberg liegen soll, ist gar kein Berg. Das kann ich nun mit Bestimmtheit sagen, denn wir waren heute dort.

Testlauf


Ich war gestern laufen. Zum ersten Mal seit Dezember 2008. Was sich vor allem im heutigen Muskelkater bemerkbar macht. Aber ich musste mal raus. Und außerdem wollte ich die Wegbeschaffenheit testen. Um abschätzen zu können, wann man sich mal wieder auf das Velo schwingen könnte. Aber Pustekuchen, alle Wege sind vereist. Was nicht immer lustig war mit Laufschuhen. Entweder schneit es noch mindestens einen halben Meter oder die Temperaturen steigen um mindestens 10° an und es regnet und wäscht alles weg. Allerdings ist beides sehr unwahrscheinlich und so muss das Jabba wohl noch eine ganze Weile in der Wohnung bleiben. Leider.

Jabba 2000


Vermutlich war heute ja der letzte warme Tag. Wahrscheinlich kommt jetzt bald der Winter. Angesichts dieser Aussichten ist es nicht verwunderlich, dass das Jabba heute nochmal raus wollte. Okay, ich wollte raus, mit dem Jabba. Und auch wenn der Körper nach Krankheit nicht mehr so fit ist, war es dennoch eine sehr schöne Tour.

Das Jabba hat nun auch schon mehr als 2000 Kilometer geschafft. Und ich bin in diesem Jahr schon mehr als 6500 Kilometer gefahren. Das sind übrigens über 1000 Kilometer mehr, als ich bisher mit meinem Auto gefahren bin. Um mal die Relationen aufzuzeigen.

Mein Beileid am heutigen Tage geht an die Schweiz. Das muss noch erwähnt werden. Sehr beschämend wie man dort mit den Möglichkeiten der Demokratie umgeht.

Entzugserscheinungen

Das Wetter momentan ist fast optimal zum Radfahren. Leider macht mein Körper aber nicht mit. Nur für eine Sportwanderung hat es heute gereicht. Und selbst die war schon anstrengend wie eine Pilgerreise. Aus Frust und auch Neugierde habe ich die aufgezeichnet. So schaut das aus:

Wie man erkennen kann sind wir dort angekommen, wo wir gestartet sind.

Rund um den Kuhberg

Der Kuhberg liegt angeblich quasi direkt hinter dem Haus. Zumindest in der Nähe. Ich habe bisher noch nie davon gehört, aber in Google Earth ist der eben drin. Ich kannte immer nur den Kamelberg. Wobei ich mir nie merken kann, wo dieser liegt. Jedenfalls bin ich heute um den Kuhberg gefahren. Wie man in der Aufzeichnung sehen kann. Gestern war ich auf der anderen Seite unterwegs, wie man in der gestrigen Aufzeichnung sehen kann. Aber dies nur nebenbei.

Und wo ich nun schon mal da war… obwohl, das stimmt jetzt so nicht, weil mir war ja nicht klar, dass ich um den Kuhberg fahre. Jedenfalls habe ich die letzten Sonnenstrahlen und Stunden ohne Regen genutzt, um das Jabba auszuführen. Gestern durch den Herbstwald. Mit frisch geschlagenem Holz, Jägern, die tote Wilschweine verluden, und Zugvögeln, die lärmend Richtung Norden (???) flogen.

Und heute waren wir bei den Wuschelkühen. Wie man auf den Bildern sehen kann. Uns verabschieden von diesen Tieren, bevor der lange Winter kommt.

Pilze suchen

Die Pilze sprießen ja momentan wie Pilze aus dem Boden. Das mal so zur Einleitung. Bitte im Hinterkopf behalten.

Wenn ich mit dem Jabba unterwegs bin, passiert sehr oft folgendes. Im Wald sehe ich einen Weg, den ich noch nicht kenne. Meist schön breit, mit zwei Fahrspuren und nicht beschildert. Von diesen Wegen gibt es recht viele hier. Und dann folge ich diesem Weg. In den allerallermeisten Fällen verliert sich dieser dann aber. Entweder führt die Fahrstraße nur zu einem Holzdepot oder zu einem Hochstand. Danach wird der Weg schmaler, verwuchert und endet meist kurze Zeit später. Entweder drehe ich dann um oder versuche es weiter. Dadurch entsteht dann immer dieses Kreuz und Quer, wenn man sich so eine Tour von oben anschaut. Und so passiert es sehr oft, dass ich mit dem Jabba durchs Unterholz pirsche. Dem großartigen Jabba macht das nichts aus, das kann fast überall fahren. Nur ich zerkratze mir den Körper. Und früher oder später sind wir dann auf Wildwegen unterwegs. Also den WegenPfaden, die sonst nur Wildtiere benutzen und wo kein Mensch unterwegs ist. Zum Glück sind uns da noch keine Tiere begegnet. Und so kommt man eben auch in Gebiete, wo so gut wie nie ein Mensch unterwegs ist. Echte Natur also. Und heute standen da Pilze. Zum Teil riesig. Denn der Pilz auf dem letzten Bild (leider unscharf, manchmal ist meine Kamera doof) war mindestens 30 Zentimeter hoch. Sehr beeindruckend. Und zehn Meter weiter stand noch einmal so ein Exemplar. Was dies aber für Pilze auf den Bildern sind, weiß ich nicht. Da kenn ich mich nicht aus. Vielleicht kann jemand dies aufklären.

Und auch wenn morgen super Wetter wird, bitte wählen gehen. Und damit Schwarz-Gelb verhindern. Danke.