Boombox vs. Laufrad

Beatsteaks ist das Stichwort. Diese Radaubrüder aus Berlin haben wieder ein Album auf die Menschheit losgelassen. Und sind damit ziemlich erfolgreich, denn ich habe mir nur wenige Stunden nach Release auch eine Kopie gekauft. Und im Gegensatz zum letzten Album höre ich dieses sogar sehr gern. Nicht nur als Soundtrack meines Kurzbesuches in Berlin diese Woche (passt super: let’s see). Sondern auch als Motivation beim Laufen, so wie heute. Da passieren eigenartige Sachen.

Bei access adrenalin rannte plötzlich einer großer Hund bellend auf mich zu. Mitten im Wald. Und kein weiterer Mensch weit und breit. Also ein komplett führerloser Hund. Das setzte eine ordentliche Portion in mir frei, aber Hallo! Ich habe dem Hund dann geraten, etwas ruhiger zu sein. Daraufhin rannte er einfach an mir vorbei und war weg. Sachen gibt’s.

House on fire ist der perfekte Tempomacher. Ich hatte schon überlegt den Song in Dauerrotation zu hören, aber das wäre zu eintönig gewesen. Und ich wäre wahrscheinlich irgendwann umgefallen, weil es mich zu einem hohen Tempo getrieben hätte. Aber es macht einfach Spaß, das Lied. Genauso wie automatic und natürlich milk & honey. Kann ich wirklich nur empfehlen, ditt Album un lofen d’zu.

Beine waren gut, Wetter war gut, Jabba war überragend

Diese Worte habe ich heute ins virtuelle Trainingstagebuch geschrieben. Wobei Training in meinem Fall nicht zutrifft, ich fahr nur noch zum Spaß. Anstrengend ist das trotzdem.

Schweissränder


Und da ist auch wieder das Dilemma meiner Entscheidung, jeden Eintrag mit einem Bild zu versehen. Ich habe unterwegs wieder keine gemacht. Weil da nichts war, was man unbedingt festhalten musste. Also blieben dann nur die Schweissränder oder das Loch in meiner Hose. Und die Schweissränder waren einfacher zu fotografieren.

Heute war weiterhin der “Große Hunde laufen auf den Danny zu und lassen diesen über ihre Intention rätseln”-Tag. Es ist ein blödes Gefühl, wenn die Hunde langsam auf einen zulaufen, unbemerkt, weil im Rücken ihrer Menschen. Man weiß nicht ob die einem aus Spaß mal ins Fahrrad springen wollen. Oder mal in so eine leckere Radfahrerwade beißen. Und so erging es mir heute bei jeder Hundebegegnung. Also zweimal. Das Jabba ist aber cool.

Heimlichkeiten

Gestern habe ich sie wiedergesehen. An der Straße. Auf der einen Straßenseite ich, auf der anderen sie. Mit Frauchen an der Leine. Frauchen wollte, dass sie sich hinsetzt. Hat sie aber nicht gemacht. Dafür immer wieder zu mir rüber geschaut. Frauchen hat das ganz offensichtlich verwirrt. Aber so ist das eben, wenn man Liebe geheim halten muss. Hihi. Deswegen schreibe ich ja auch nur hier darüber, wo niemand mitliest.

Fortschritt

Ich habe das Gefühl, dass es voran geht. Und zwar Richtung Frühling. So langsam fühle ich mich auch wieder wie ein Mensch. Diese Woche hatte immerhin zweieinhalb schöne Tage. Mit ein wenig Sonne, ein wenig Wärme (also kein Frost), kaum Niederschlag und ohne Sturz. Der halbe schöne Tag war heute. Denn gegen Mittag kam dann das Sturmtief, dessen Namen ich nicht kenne. Ich hatte auf Regenschauer spekuliert, aber das Ding hat einfach Schnee mitgebracht. Und ein paar Minuten später dann Eisregen. Und Sturm, klar, heißt ja schon so. Deswegen gab es dann diesen Radfahrer, der gegen den Sturm kämpfte, dem der Eisregen ins Gesicht peitschte und der lauthals fluchte. Hoffentlich hat den keiner gesehen, ist ja peinlich.

Und noch ein Hinweis auf den Fortschritt. Hier und da hört man Vögel singen. Das tut auch gut nach der winterlichen Stille. Manchmal hört man auch einen Hund bellen. Also nicht einen Hund, sondern den Hund. Ich habe sie nämlich seit drei Monaten nicht mehr gesehen. Das drückt schon aufs Herz. Nur einmal habe ich sie gehört. Aber da war ich so weit entfernt, dass ich sie noch nicht mal erspähen konnte. So sehr ich mich auch anstrengte. Bis heute. Heute hat sie wieder gebellt. Und ihr strahlend weißes Fell präsentiert. Aber ich war wieder auf der anderen Straßenseite. Verdammt, ist das tragisch.

PS: Nicht zu vergessen, weil auch ein deutlicher Hinweis. Es wird früh schon hell, wenn Richtung Arbeit aufbreche. Außer Samstags.