Gelebte Musik in Jena

Wallis Bird und Band

Gestern waren wir bei Wallis Bird. Und es war wunderbar. “Niemand lebt Musik wie diese Frau.” – Dieser Satz ging mir mehrmals an dem Abend durch den Kopf. So viel Herzblut, Freude und positive Energie erlebt man leider nicht so oft bei einem Konzert. Deswegen sei jedem auch mein Konzertbericht ans Herz gelegt, den man hier auf der Mainstage finden kann. Und ebenso das neue Album der Band The Audience, weil das gut ist und man darüber ebenfalls hier bei der Mainstage einen Text von mir darüber lesen kann. Danke.

Jabba-Geburtstag

Aufgrund der Wetterlage in den letzten Tagen kam ich noch gar nicht dazu, den zweiten Geburtstag des wunderbaren Jabbas gebührend zu würdigen. Glücklicherweise konnte dies heute nachgeholt werden und so begaben wir uns nach der Arbeit auf Tour. Auch wenn ich dafür die letzten Energiereste im Körper aktivieren musste. Dafür hab ich eben mehr Fotopausen gemacht.

Das ist die “hässliche” Seite Jenas, die mit Autobahn und Plattenbauten. Hat mich wieder an das “Never wanted to got to Jena”-Lied erinnert.

Auf dem Schild steht “Spitzberg”, wohl weil der Berg so heißt. Besser bekannt ist er aber als “da wo de Antenne druff steht”-Berg. Wenn man genau hinschaut, sieht man hinten im Wald zwischen all dem Grün den Trail. Der viel Spaß macht.

Und zum Abschluss nochmal schnell die Leuchtenburg bewundert. Mit der einzigen Wolke weit und breit drüber. Zumindest bilde ich mir ein, dass es so war.

Naumburg-Berlin-Jena

Bis auf das Sonnenuntergangsbild sind alle unter Verwendung der neuen HDR-Funktion des iPhones entstanden. Und fürs erste Rumprobieren finde ich diese Möglichkeit sehr gut. Mal schauen was man noch damit anstellen kann.

Ohne iPhone würde ich mich auch nie nach Berlin trauen. Aber mit ist super. Man weiß wann und wohin die U- und S-Bahnen fahren, verlaufen kann man sich auch nicht und sogar Rivella-Verkaufsstellen sind einem bekannt. Wobei letzteres nicht so perfekt wie gewünscht funktionierte. Erster Versuch, ein Getränkeshop im Samariterviertel, war ein Reinfall. Dort kannte man kein Rivella. Nächster Versuch war ein Supermarkt Nähe Alexanderplatz, der befand sich aber gerade im Umbau. Beim frisch geretteten Kaufhof gab es dann welches. Aber zu solchen Wucherpreisen, dass die wegen mir schnell pleite gehen können. Kaufhof braucht kein moderner Mensch, finde ich. Und dann zeigte der Rivella-Finder noch eine Chuechliwirtschaft an. Leider auch falsch, da befindet sich mittlerweile eine hippe Suppenküche. Deswegen werde ich die Fehler jetzt auch melden, nur meckern hilft ja niemandem.

Zwischentöne

Zwischendurch was musikalisches hier. Ich war letzte Woche wieder bei einem Konzert. Kettcar spielten im Kassablanca in Jena. Aufmerksame Leser wissen sicherlich, dass es dies schon mal gab. Und eigentlich war es nicht großartig anders als beim letzten Mal. Nur die Vorband namens Interstate 5 war besser, wenn auch wenig facettenreich. Und Kettcar sind halt nicht mehr als ein Haufen mittelprächtiger Musiker, die mittelprächtige Musik machen. Nur teilweise auch mit guten Texten. Insgesamt also ganz nett. Und auch wenn das Publikum zum Teil richtig doof war, war es doch ein ganz netter Abend.

Tour de Schnellstraße

Wenn ich den Radweg direkt neben der Schnellstraße in Jena entlang fahre, geht immer der Rennfahrer mit mir durch. Schnellstraße ist übrigens unsere “Stadtautobahn”. Und daneben ist eben der Radweg. Der wahrscheinlich meist frequentierte Radweg der Stadt. Besonders im Sommer. Und eben, wenn ich da entlang fahre, sind plötzlich alle Radfahrer Konkurrenten. Was ich da schon für epochale Rennen bestritten habe! Und meist großartige Siege errungen, klar. Andere Fahrer einfach abgeschüttelt. Oder überholt und stehen gelassen. Großmütige in die Schranken verwiesen, indem ich mich ins Hinterrad deren verbissen und sie dann doch überholt habe. Und oft bis zum letzten Schweißtropfen kämpfte.

Nur leider werden diese Wettkämpfe immer mehr von sogenannten Joggern behindert. Also Menschen, die glauben, sie würden ihrer Gesundheit mit Laufen etwas Gutes tun. Ist ja noch halbwegs okay. Was mir aber völlig suspekt ist, sind Jogger bzw. Joggerinnen in Jeanshosen. Suspekter geht es gar nicht.

Licht und Schatten

Hier noch ein Bild von der Tour rund um Jena vor einer Woche. Darauf zu sehen ist Lobeda. Der hässlichste Stadtteil Jenas, eben das, was man von der Autobahn aus sehen kann. Was sich, wie mal erwähnt, schon bis in die Schweiz rumgesprochen hat. Aber so in der Abendsonne sehen diese unförmigen Betonmonster doch gar nicht mehr so abschreckend aus. Finde ich. Und das wunderbare Saaletal im Hintergrund wertet den Anblick eh noch auf.

Lobeda in der Abendsonne

Lobeda in der Abendsonne


005.jpgMehr als 500 Kilometer und über 10.000 Höhenmeter habe ich mit meinem Jabba Wood nun schon bestritten. Der beste Zeitpunkt ein kleines Fazit zu ziehen. Wie sehr ich dieses Bike mittlerweile liebe, habe ich ja sicher schon an der ein oder anderen Stelle durchblicken lassen. Natürlich hatte ich anfangs Bedenken, ob so ein Fully und dann gleich mit so viel Federweg, die richtige Wahl für mich sein würde. Immerhin bin ich vorher nie vollgefedert gefahren. Zumindest nicht auf einem Fahrrad. Und trotzdem war der Umstieg erstaunlich einfach. Die Federung am Hinterrad war weder störend noch nervig, sondern funktionierte von Anfang an spitzenmäßig und macht das Fahren einfacher und komfortabler. Etwas gewöhnungsbedürftig ist nur die relativ aufrechte Sitzposition. So muss man bei richtig steilen Anstiegen das Vorderrad schon mächtig drücken. Mit etwas Übung ist dies aber kein Problem und wenn man die Gabel blockiert, wird die Kletterei auch einfacher. Und falls einem der Vortrieb mal nicht genügen sollte, schaltet man eben die Plattform im Dämpfer zu und schon geht auch das Jabba ab wie eine Rakete.
Etwas enttäuscht war ich ja anfangs von der Performance der Gabel und der Bremsen. Aber kein Problem, die Teile brauchen einfach nur ordentlich Kilometer zum Einfahren. Jetzt funktioniert die Gabel ganz nahe an der Perfektion und die Bremsen lassen sich auch sehr gut dosieren. Und packen dabei kräftiger zu als die Maguras auf den Keramikfelgen an der weißen Möhre.
Gewöhnungsbedürftig für mich war auch der breite Lenker. Der dann auch schnell gestutzt wurde, ein wenig. Jetzt passt alles. Nur die harten Originalgriffe mussten ersetzt werden. Als einziges Teil am gesamten Jabba-Paket.
Das allerbeste am Jabba sind aber die nahezu unbegrenzten Möglichkeiten, die es eröffnet. Man kann Strecken fahren, die man sich mit einem Hardtail nie zugetraut hätte. Nahezu alles bügelt das Jabba glatt. Selbst im Urwald. Man fährt ganz automatisch neue Touren, sucht sich neue Strecken, denn je schwieriger und anspruchsvoller, desto mehr Spaß hat man mit dem Jabba. Dabei spielt dieses Bike dann seine langen Federwege mit sehr feinem Anspruchsverhalten und die sehr hohe Steifigkeit voll aus.
Bei Rose wird das Jabba als Bike für lange, ausgedehnte Touren beworben, wenn ich mich recht erinnere. Das passt auch punktgenau auf das Jabba. Man kann stundenlang durch die Gegend düsen und dabei die Natur genießen und entdecken. Eben genau das, was Mountain Biking für mich bedeutet. Und darum ist mein Jabba das beste, schönste und großartigste Bike auf der ganzen Welt.