Hier noch ein Bild von der Tour rund um Jena vor einer Woche. Darauf zu sehen ist Lobeda. Der hässlichste Stadtteil Jenas, eben das, was man von der Autobahn aus sehen kann. Was sich, wie mal erwähnt, schon bis in die Schweiz rumgesprochen hat. Aber so in der Abendsonne sehen diese unförmigen Betonmonster doch gar nicht mehr so abschreckend aus. Finde ich. Und das wunderbare Saaletal im Hintergrund wertet den Anblick eh noch auf.

Lobeda in der Abendsonne

Mehr als 500 Kilometer und über 10.000 Höhenmeter habe ich mit meinem Jabba Wood nun schon bestritten. Der beste Zeitpunkt ein kleines Fazit zu ziehen. Wie sehr ich dieses Bike mittlerweile liebe, habe ich ja sicher schon an der ein oder anderen Stelle durchblicken lassen. Natürlich hatte ich anfangs Bedenken, ob so ein Fully und dann gleich mit so viel Federweg, die richtige Wahl für mich sein würde. Immerhin bin ich vorher nie vollgefedert gefahren. Zumindest nicht auf einem Fahrrad. Und trotzdem war der Umstieg erstaunlich einfach. Die Federung am Hinterrad war weder störend noch nervig, sondern funktionierte von Anfang an spitzenmäßig und macht das Fahren einfacher und komfortabler. Etwas gewöhnungsbedürftig ist nur die relativ aufrechte Sitzposition. So muss man bei richtig steilen Anstiegen das Vorderrad schon mächtig drücken. Mit etwas Übung ist dies aber kein Problem und wenn man die Gabel blockiert, wird die Kletterei auch einfacher. Und falls einem der Vortrieb mal nicht genügen sollte, schaltet man eben die Plattform im Dämpfer zu und schon geht auch das Jabba ab wie eine Rakete.
Etwas enttäuscht war ich ja anfangs von der Performance der Gabel und der Bremsen. Aber kein Problem, die Teile brauchen einfach nur ordentlich Kilometer zum Einfahren. Jetzt funktioniert die Gabel ganz nahe an der Perfektion und die Bremsen lassen sich auch sehr gut dosieren. Und packen dabei kräftiger zu als die Maguras auf den Keramikfelgen an der weißen Möhre.
Gewöhnungsbedürftig für mich war auch der breite Lenker. Der dann auch schnell gestutzt wurde, ein wenig. Jetzt passt alles. Nur die harten Originalgriffe mussten ersetzt werden. Als einziges Teil am gesamten Jabba-Paket.
Das allerbeste am Jabba sind aber die nahezu unbegrenzten Möglichkeiten, die es eröffnet. Man kann Strecken fahren, die man sich mit einem Hardtail nie zugetraut hätte. Nahezu alles bügelt das Jabba glatt.
Selbst im Urwald. Man fährt ganz automatisch neue Touren, sucht sich neue Strecken, denn je schwieriger und anspruchsvoller, desto mehr Spaß hat man mit dem Jabba. Dabei spielt dieses Bike dann seine langen Federwege mit sehr feinem Anspruchsverhalten und die sehr hohe Steifigkeit voll aus.
Bei Rose wird das Jabba als Bike für lange, ausgedehnte Touren beworben, wenn ich mich recht erinnere. Das passt auch punktgenau auf das Jabba. Man kann stundenlang durch die Gegend düsen und dabei die Natur genießen und entdecken. Eben genau das, was Mountain Biking für mich bedeutet. Und darum ist mein Jabba das beste, schönste und großartigste Bike auf der ganzen Welt.