Testlauf


Ich war gestern laufen. Zum ersten Mal seit Dezember 2008. Was sich vor allem im heutigen Muskelkater bemerkbar macht. Aber ich musste mal raus. Und außerdem wollte ich die Wegbeschaffenheit testen. Um abschätzen zu können, wann man sich mal wieder auf das Velo schwingen könnte. Aber Pustekuchen, alle Wege sind vereist. Was nicht immer lustig war mit Laufschuhen. Entweder schneit es noch mindestens einen halben Meter oder die Temperaturen steigen um mindestens 10° an und es regnet und wäscht alles weg. Allerdings ist beides sehr unwahrscheinlich und so muss das Jabba wohl noch eine ganze Weile in der Wohnung bleiben. Leider.

Zwischenbilanz 2008

Bis zum jetzigen Zeitpunkt bin ich dieses Jahr genau 73,7 Kilometer gelaufen und damit schon mehr als im Jahr 2003 insgesamt (siehe vorigen Eintrag). Toll, sag ich da. Und das Ganze trotz Krüppelbein. Apropos, kann mir jemand diese Muskelverhärtung aus der Wade massieren? Vielleicht zahlt das ja auch die Krankenkasse, die sollen sich mal nicht so haben.
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2 Stunden – zwei Füße

Ich verkünde hiermit feierlich, dass heute die Halbmarathon-Distanz von mir geknackt wurde. Trotz Sturm und Regen. Obwohl mich ja die Sonne raus gelockt hatte, aber die verschwand in dem Moment, als ich den Fuß vor die Tür setzte. Premiere ist das ja, aber irgendwann muss ein Mann diesen Schritt machen. Also diese vielen Schritte, bis es eben genug sind. Auch wenn das zwischendurch sehr anstrengend ist, wenn es schmerzt, wenn man eigentlich nicht mehr weiter kann. Wenn man dann merkt, wie der Körper versucht Energie zu sparen und alles viel langsamer als gewohnt abläuft. Aber wenn man dann mit Kühen um die Wette laufen kann, ist das auch schon wieder vergessen. Oder wenn man den sieht, wie die Sonnenstrahlen durch die Wolken brechen. Und spätestens in der Badewanne geht es einem wieder gut.

Wer mir seine Gratulation aussprechen möchte, nur zu. Ich bin nämlich schon ganz schön stolz auf meine Beine und was da sonst noch so dran beteiligt war.

Sportlertagebuch

36. Porzellinerlauf

Bereits vor dem Start demonstrierte ich meinen Kontrahenten meine überlegene Gelassenheit, indem ich als Letzter zum Start erschien. Ich blieb auch nach dem Start cool und lief mein Tempo, auch wenn all die Jungspunde (bis Jahrgang 1932) in heißem Kampfeseifer an mir vorbei zogen. Denn ich wusste, es geht jetzt erstmal kilometerlang bergauf und an den steilsten Stücken kommen die mir sicher wieder entgegen. Als dem nicht so war, blieb ich trotzdem ruhig, denn in der Ruhe liegt die Kraft. Als es dann wieder bergab ging, kam mir mein erhöhtes Gewicht zugute und so konnte ich einen Läufer überholen. Vielleicht waren es auch zwei. Kurz vor dem Ziel zahlte sich dann meine herausragende Krafteinteilung aus, als ich, ohne zum Endspurt beschleunigen zu müssen, noch einen weiteren Läufer überholte. Oder zwei. Zur Belohnung gab es dann Tee und Pudding.

Fazit: Zwar 5 Minuten langsamer als bei der letzten Teilnahme (2000), aber dies erklärt sich aus einer Kombination aus fortgeschrittenem Lebensalter, 5 Kilo mehr Gewicht und einem Trainingspensum, das nur noch ein Fünftel vom damaligen ist. Schön war es aber allemal, nicht nur das Wetter.