Berner Lebensart

Habe ich schon mal erwähnt, dass Bern die wunderbarste Hauptstadt der Welt ist? Wenn nicht, dann ist das hiermit nachgeholt.

Die Tage in Bern waren wirklich schön und haben mir richtig gut getan. Nicht nur, aber auch weil dort so liebe Menschen sind. Und auch, weil ich mich dort so wohl fühle. Und so habe ich wieder meine Vorräte an Gelassenheit auftanken können. Neue Eindrücke wurden auch gewonnen. Nicht nur in musikalischer Hinsicht. Wir konnten ja nicht nur Lunik live erleben, sondern auch Minor Majority. Die Konzertberichte zu diesen Veranstaltungen findet man wie immer hier.

Einige von den nicht musikalischen Eindrücken kann man auf den Bildern sehen. Die größte Attraktion in Bern sind derzeit wahrscheinlich die kleinen Bären. Der frische Nachwuchs der beiden Bären im neuen Bärengraben zog am Samstag die halbe Stadt an. Und überall wo man hinschaute, hatte die Menschen ein Glänzen in den Augen. Schön wenn Tiere so viel Freude geben können. Selbst wenn diese eingesperrt sind und man sie nur aus der Distanz sieht.

An dem Samstag, als die Bilder entstanden, konnte man auch erleben wie lebendig die Stadt ist. Es gibt Plätze, wo man sich trifft. Wir waren beispielsweise im Rosengarten, der sehr gut besucht war. Jede Stadt sollte so einen Rosengarten haben. Einen wie in Bern, nicht einen wie hier in Kahla.

Alben 2009

Wie die aufmerksamen Besucher (falls es sowas geben sollte) schon bemerkt haben, gab es dieses Jahr keine Umfrage zum Album des Jahres. Zum einen weil ich den Bezug zur Musikwelt verloren habe. Zum anderen weil meiner Meinung nach 2009 ein ganz schlechter Jahrgang war. Was aufregendes ist nicht passiert. Zumindest scheint sich der Hype um die Schrammelmusik endlich zu legen. Ob die elektronischen Aufgüsse wie The Gossip oder dieses Mädchen mit dem schrecklichen Make-up und der nervigen Stimme… ich muss mal eben googeln… La Roux mein ich… ob diese wirkliche eine Umorientierung der allgemeinen Hörerschaft hervorrufen, bleibt noch zu beweisen. Aber irgendwas Neues muss ja kommen, denn wie gesagt, der Schrammelpop und -rock ist mittlerweile so öde, dass selbst eine DJ Ötzi-CD innovativer ist. Ich habe dieses Jahr recht oft Campusradio gehört und hatte meist Mitleid mit den Hörern. Da kommen massenhaft neue Bands, meist aus England, die alle gleich klingen. Aber eben, noch ein wenig Geduld und dann hat sich das auch erledigt.

Mein persönliches Musikjahr 2009 war klein, aber fein. Ich habe mir genau fünf aktuelle Alben gekauft. Okay, die Extras von Pale gibt es kostenlos, also waren es nur vier. Und Lonely Letters von Lunik sind ja alte Songs, die neu aufgenommen wurden. Die habe ich auch nur, weil es die für 1,45 Euro gab. Mehr ist das Album auch nicht wert, wenn man mal ehrlich ist. Aber dafür gab es ja die MiNa-Liedersammlung, meine erste Anschaffung des Jahres 2009, wenn ich mich recht erinnere. Und dann waren da noch Flowers, Birds and Home von der wunderbaren Heidi Happy und das Zweitwerk Wooden Arms von Patrick Watson. Beides sehr schöne Alben und die Musik ist auch großartig. Deswegen muss ich auch nicht lang überlegen, welches meine Alben 2009 sind. Aber wie schaut das bei euch aus? Habt ihr etwas Großartiges entdeckt? Oder eine alte Liebe neu aufgefrischt?

Apropos alte Liebe, für 2010 kündigt sich ja auch schon einiges an. Zum einen das neue Album “Work” von den Laut Raus Schreiern (aka Shout Out Louds). Einen ersten, sehr vielversprechenden Song kann man sich hier auch schon runterladen. Zweitens waren die Luniklis im Studio und im ersten Quartal wird das neue Album “small lights in the dark” erscheinen. Ich bin da schon sehr gespannt drauf, auch weil jedes Lunik-Album eine neue Entwicklung verspricht. Im Gegenteil dazu werden Nada Surf demnächst ein Cover-Album veröffentlichen. Da mag ich gar nichts weiter zu sagen. Nach dem Reinfall mit dem letzten Album weiß ich auch gar nicht, ob man von dieser Band noch was erwarten kann. Abgesehen von wunderbaren Konzerten, die aber von den alten Songs leben. Quo Vadis?

Schwarzpressung

Mich erreichte heute Post aus der Schweiz. Drin war eine CD. Aber keine gewöhnliche, sondern eine ganz besondere. Wie man auf folgendem Bild vielleicht erkennen kann:

MiNa - live and b-side u

MiNa - live and b-side u


Die CD ist schwarz. Und sie hat Rillen, vorn. Die Rückseite ist ebenfalls schwarz. Und trotzdem kann man sie abspielen. Zum Glück. Denn die Musik darauf ist… man kann das nicht in Worte fassen. Man lese nur mal die letzten Sätze meines Berichts vom MiNa-Konzertli, dann kann man vielleicht verstehen, was mir dieses Album bedeutet.

Lustig ja auch, dass die CD mich fast zum persönlichen Lunik-Jubiläum erreicht hat. Denn gestern vor vier Jahren durfte ich die Musik zum allerersten Mal live erleben. Und noch viele andere schöne Erinnerungen hängen an diesem Tag. Womit ich ja hoffentlich nicht allein bin.

Nada Surf Europa-Tour 2008

Ganz frische Daten, großartige Neuigkeiten, jetzt und hier:

  • 20.02.08 +++ Paris +++ Showcase
  • 22.02.08 +++ Manchester +++ Manchester Club Academy
  • 23.02.08 +++ Glasgow +++ The Garage
  • 25.02.08 +++ Brüssel +++ Brussels Botanique/Orangerie
  • 26.02.08 +++ Amsterdam +++ Melkweg/Max
  • 27.02.08 +++ Köln +++ Live Music Hall
  • 28.02.08 +++ Hamburg +++ Grünspan
  • 29.02.08 +++ Berlin +++ Columbia Club
  • 01.03.08 +++ München +++ Backstage
  • 03.03.08 +++ Lausanne +++ Salle Métropole
  • 04.03.08 +++ Zürich +++ Rohstofflager
  • 05.03.08 +++ Mailand +++ Music Drome
  • 07.03.08 +++ Barcelona +++ Sala Bikini
  • 08.03.08 +++ Madrid +++ Joy Eslava

Heißt im Klartext, nachdem ich 2006 mit den Bolzplatz Heroes und 2007 mit Lunik meinen Geburtstag feiern konnte, sind nächstes Jahr Nada Surf an der Reihe. In München. Das freut mich unglaublich sehr. Ich hoffe da ist dann der ein oder andere mit dabei.

Ansonsten gilt: Termine vormerken, vorfreuen, dann hingehen und Zeit genießen.