Generationskonflikt


Nada Surf – when i was young


Kraftklub – zu jung

Ich bin mir sicher dass die beiden Videos unabhängig voneinander entstanden sind. Aber diese Analogien sind schon sehr bemerkenswert und erheiternd. Und irgendwie bin ich froh, mich eher in der Generation Nada Surf finden zu können. Und nicht mehr rebellieren zu müssen.

The stars are indifferent to astronomy

Das Album frisch aus der Post

Am Freitag erschien das neue Album von Nada Surf. So weit, so gut. Zudem feiert diese Band heuer ihr 20 jähriges Jubiläum. Und da eben diese Band ein großer Teil meines Lebens ist und dieses an einigen Stellen stark beeinflusst hat, möchte ich die Gelegenheit gern nutzen, etwas ausführlicher über diesen Sachverhalt zu berichten. Weiterlesen

Alben 2009

Wie die aufmerksamen Besucher (falls es sowas geben sollte) schon bemerkt haben, gab es dieses Jahr keine Umfrage zum Album des Jahres. Zum einen weil ich den Bezug zur Musikwelt verloren habe. Zum anderen weil meiner Meinung nach 2009 ein ganz schlechter Jahrgang war. Was aufregendes ist nicht passiert. Zumindest scheint sich der Hype um die Schrammelmusik endlich zu legen. Ob die elektronischen Aufgüsse wie The Gossip oder dieses Mädchen mit dem schrecklichen Make-up und der nervigen Stimme… ich muss mal eben googeln… La Roux mein ich… ob diese wirkliche eine Umorientierung der allgemeinen Hörerschaft hervorrufen, bleibt noch zu beweisen. Aber irgendwas Neues muss ja kommen, denn wie gesagt, der Schrammelpop und -rock ist mittlerweile so öde, dass selbst eine DJ Ötzi-CD innovativer ist. Ich habe dieses Jahr recht oft Campusradio gehört und hatte meist Mitleid mit den Hörern. Da kommen massenhaft neue Bands, meist aus England, die alle gleich klingen. Aber eben, noch ein wenig Geduld und dann hat sich das auch erledigt.

Mein persönliches Musikjahr 2009 war klein, aber fein. Ich habe mir genau fünf aktuelle Alben gekauft. Okay, die Extras von Pale gibt es kostenlos, also waren es nur vier. Und Lonely Letters von Lunik sind ja alte Songs, die neu aufgenommen wurden. Die habe ich auch nur, weil es die für 1,45 Euro gab. Mehr ist das Album auch nicht wert, wenn man mal ehrlich ist. Aber dafür gab es ja die MiNa-Liedersammlung, meine erste Anschaffung des Jahres 2009, wenn ich mich recht erinnere. Und dann waren da noch Flowers, Birds and Home von der wunderbaren Heidi Happy und das Zweitwerk Wooden Arms von Patrick Watson. Beides sehr schöne Alben und die Musik ist auch großartig. Deswegen muss ich auch nicht lang überlegen, welches meine Alben 2009 sind. Aber wie schaut das bei euch aus? Habt ihr etwas Großartiges entdeckt? Oder eine alte Liebe neu aufgefrischt?

Apropos alte Liebe, für 2010 kündigt sich ja auch schon einiges an. Zum einen das neue Album “Work” von den Laut Raus Schreiern (aka Shout Out Louds). Einen ersten, sehr vielversprechenden Song kann man sich hier auch schon runterladen. Zweitens waren die Luniklis im Studio und im ersten Quartal wird das neue Album “small lights in the dark” erscheinen. Ich bin da schon sehr gespannt drauf, auch weil jedes Lunik-Album eine neue Entwicklung verspricht. Im Gegenteil dazu werden Nada Surf demnächst ein Cover-Album veröffentlichen. Da mag ich gar nichts weiter zu sagen. Nach dem Reinfall mit dem letzten Album weiß ich auch gar nicht, ob man von dieser Band noch was erwarten kann. Abgesehen von wunderbaren Konzerten, die aber von den alten Songs leben. Quo Vadis?

Mein 2008

Nö, gibt keinen Jahresrückblick von mir. Zumindest nicht in der üblichen Form. Nicht weil das Jahr keinen verdient hätte, denn so im Großen und Ganzen war es schon ein feines Jahr. Gab sehr schöne Momente, aber auch weniger schöne Zeiten. Auch bin ich nicht zu faul einen Rückblick zu schreiben… naja, doch, eigentlich schon. Aber solche Rückblicke sind auch total überbewertet und wenn man ehrlich ist, zumeist uninteressant. Und außerdem, es steckt ja eh alles in dem folgenden Video. Das Video ansich, klar. Auch der Text passt irgendwie in mein 2008. Und Nada Surf ist ja auch meine Band des Jahres, im positiven und negativen Sinne. Okay, hier ist das Video.

Kommt alle gut rüber ins 2009. Man sieht sich da.

Campus Invasion Jena

So sah das Ganze von oben aus, aber es kamen dann noch ein paar Menschen. Konnte man ja sicher im Fernsehen auch sehen. Hoffentlich konnte man aber nicht sehen, wie gelangweilt ich war, als der Kaiser Chiefs-Sänger plötzlich neben uns auf dem Bierstand auftauchte. Meine Meinung dazu: Wenn die Lieder alle gleich klingen, braucht man eben solche Aktionen um das Publikum bei Laune zu halten. Und ganz ehrlich, ich habe selten eine Band gesehen, die auf der Bühne so gelangweilt aussah. Ist wohl doch nur ein Job.

Im Grunde hatte die ganze Veranstaltung ja nicht viel mit Musik zu tun, auch wenn das Wort wohl irgendwo im Namen vorkommt. Es ging eher darum, möglichst viel Werbung zu platzieren. Junge Leute auf unglaublich wichtige Produkte (Fischers Freund Lutschbonbons) durch unglaublich clevere Aktionen (Blondinen im Lackanzug) aufmerksam zu machen. Irgendwo lief dazu auch Musik und diese zu laut. Das Publikum passte auch bestens dazu, ein sogenanntes Event-Publikum. Menschen, die man sonst nie auf Konzerten sieht, eher in Großraumdiskotheken oder Clubs. Ich weiß nicht, ob ich das auch auf der Mainstage schreiben soll, aber es ist halt schon die Wahrheit.

Aber ja, Nada Surf waren in meiner Stadt und das war großartig.

Erster Tag Krach

So, der erste Tag ist rum. Bei feinstem Wetter, Sonnenschein und etwas Wind, damit angenehm warm. Am besten zu diesen Verhältnissen haben Calexico gepasst, die sichtlich Spaß bei ihrem Auftritt auf der Hauptbühne hatten. The Cribs waren nicht zu ertragen, weil dummes Proll-Gebrüll (auf der Bühne, nicht davor). Sigur Rós untermalten den Sonnenuntergang musikalisch, was wirklich herrlich war. Auch wenn ich solche Kommentare wie “Und nach dem Konzert bringen die sich alle um, stimmt’s?!” ertragen musste. Black Rebel Motorcycle Club waren neu für mich, aber diese Energie und Kraft in der Musik waren sehr beeindruckend. Nada Surf waren ein großartiger Abschluss, laut und wild, was unter anderem auch Alkoholpegel im Publikum lag, aber trotzdem toll war. Besonders im Vergleich zu so manchen normalen Konzerten.

Heute dann die Beatis, die Weakis und irgendwann wohl auch die Tocis.