2 Stunden – zwei Füße

Ich verkünde hiermit feierlich, dass heute die Halbmarathon-Distanz von mir geknackt wurde. Trotz Sturm und Regen. Obwohl mich ja die Sonne raus gelockt hatte, aber die verschwand in dem Moment, als ich den Fuß vor die Tür setzte. Premiere ist das ja, aber irgendwann muss ein Mann diesen Schritt machen. Also diese vielen Schritte, bis es eben genug sind. Auch wenn das zwischendurch sehr anstrengend ist, wenn es schmerzt, wenn man eigentlich nicht mehr weiter kann. Wenn man dann merkt, wie der Körper versucht Energie zu sparen und alles viel langsamer als gewohnt abläuft. Aber wenn man dann mit Kühen um die Wette laufen kann, ist das auch schon wieder vergessen. Oder wenn man den sieht, wie die Sonnenstrahlen durch die Wolken brechen. Und spätestens in der Badewanne geht es einem wieder gut.

Wer mir seine Gratulation aussprechen möchte, nur zu. Ich bin nämlich schon ganz schön stolz auf meine Beine und was da sonst noch so dran beteiligt war.

Tief gesunken

Einer der jungen, hochgejubelten, weil als dopingfrei vermuteten T-Mobile-Fahrer, der diesen Sommer des Dopings überführt wurde, hat jetzt im Spiegel “ausgepackt”. Auch wenn in der Meldung auf Spiegel-Online nicht wirklich viel steht, ein Punkt wird trotzdem klar angesprochen. So ging der Impuls zum Doping von diesem Fahrer aus. Dem selben Fahrer, der jetzt die Kronzeugenregelung beansprucht, um so schnell wie möglich wieder Rennen fahren zu können. Da kommt mir die Galle hoch. Bitte Herr Sinkewitz, suchen Sie sich doch einen anderen Job, in dem Sie mit Ihrer dumm-dreisten Art erfolgreich sein können. Möglichkeiten gibt es da viele. Aber bleiben Sie dem Radsport fern! Man kann nur hoffen dass die Radsportfans und auch Fahrerkollegen eine entsprechende Antwort auf so ein Verhalten finden.

Sportlertagebuch

36. Porzellinerlauf

Bereits vor dem Start demonstrierte ich meinen Kontrahenten meine überlegene Gelassenheit, indem ich als Letzter zum Start erschien. Ich blieb auch nach dem Start cool und lief mein Tempo, auch wenn all die Jungspunde (bis Jahrgang 1932) in heißem Kampfeseifer an mir vorbei zogen. Denn ich wusste, es geht jetzt erstmal kilometerlang bergauf und an den steilsten Stücken kommen die mir sicher wieder entgegen. Als dem nicht so war, blieb ich trotzdem ruhig, denn in der Ruhe liegt die Kraft. Als es dann wieder bergab ging, kam mir mein erhöhtes Gewicht zugute und so konnte ich einen Läufer überholen. Vielleicht waren es auch zwei. Kurz vor dem Ziel zahlte sich dann meine herausragende Krafteinteilung aus, als ich, ohne zum Endspurt beschleunigen zu müssen, noch einen weiteren Läufer überholte. Oder zwei. Zur Belohnung gab es dann Tee und Pudding.

Fazit: Zwar 5 Minuten langsamer als bei der letzten Teilnahme (2000), aber dies erklärt sich aus einer Kombination aus fortgeschrittenem Lebensalter, 5 Kilo mehr Gewicht und einem Trainingspensum, das nur noch ein Fünftel vom damaligen ist. Schön war es aber allemal, nicht nur das Wetter.

Tonleiter

Ich habe den Überblick über meine CD-Sammlung bei last.fm mal aktualisiert. Mit Coverbildern in einer einheitlichen Größe. Sieht einfach besser aus. Dauert zwar etwas bis die alle geladen sind, aber wir haben ja alle DSL.

Auch in echt habe ich meine CD-Sammlung aufgeräumt. Der Großteil liegt jetzt nicht mehr irgendwo rum, sondern wohnt in einem Regal. Vielleicht ordne ich die sogar noch, wenn mir mal danach ist. Momentan sieht das noch so aus:

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Da sich niemand gemeldet hat um mit nach Dresden zu fahren, werde ich jetzt halt meinen MP3-Player aufsetzen und laufen gehen. Ist ja auch fast wie ein Konzert, wenn man da die Energie der Musik spürt… Ach, ich fürchte ich bin zu schlau um mir selbst was vormachen zu können. Schrei ich meinen Frust eben morgen laut raus.

It’s magic!


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Preisfrage: Wie habe ich dieses Bild gemacht? Das am Lenker sind natürlich wirklich meine beiden Hände. Und Hilfsmittel habe ich keine benutzt. Einfach war das nicht, aber ich habe es geschafft.

Träumer

Sowas ist halt total typisch für mich. Ich war heute wieder mit dem Rad unterwegs. Plötzlich erwache ich aus meinen Tagträumen und es stellen sich mir nur zwei Fragen: Wo bin ich hier? Und wie bin ich hierher gekommen? Da es aber nur einen Weg weit und breit gab, war die zweite Frage schnell beantwortet. Und da dieser Weg direkt vor mir endete, blieb mir auch nichts weiter übrig als umzudrehen.

Aber zum Glück sind manche Deppen genauso reaktionsschnell wie dumm, sonst wäre ich gar nicht so weit gekommen. Sonst wäre ich höchstwahrscheinlich überhaupt nicht mehr irgendwohin gekommen. Glück gehabt, könnte man sagen. Ist aber Ansichtssache. Und über Glück sollte man am besten gar nicht erst anfangen nachzudenken. Ich zumindest.