Zeit für Geschenke

Wie alle wissen, sind Geschenke das Wichtigste an Weihnachten. Geschenke!!!!!111einseinself Für Musikliebhaber gibt es vom weltbesten Label Arts & Crafts ein besonders feines Geschenkpaket in Form eines Winter Samplers mit wunderbarer Musik von Feist, Memphis, Stars u.a. Ich empfehle vorbehaltlos dieses Hörvergnügen und rate deswegen zum Klick hierhin (oder aufs Bild oben, für die, die nicht so gut treffen) und zum Runterladen des Geschenkpaketes, welches noch bis zum 31.12. für alle bereitgehalten wird.

Schöne Feiertage!

Here comes a song

Gute Nachrichten für Musikliebhaber. Der scheinbar nimmermüde Torquil Campbell hat nicht nur zusammen mit ein paar Musikerkollegen das Nebenprojekt Dead Child Star auf die Beine gestellt. Sondern kündigt für den 8. März (Internationaler Frauentag) die Veröffentlichung eines neuen Memphis-Albums an. Erscheinen wird es beim weltbesten Label Arts & Crafts und im Tausch gegen eine Mailadresse kann man sich hier ein erstes Lied runterladen. Ich erwarte nicht so ein Meisterwerk wie das im Album des Jahres-Beitrag erwähnte “a little place in the wilderness”, weil ich dies für nicht wiederholbar halte, aber “here comes a city” wird mit Sicherheit ein großes Popalbum. Wer’s verpasst ist selbst schuld. Ich habe Bescheid gesagt.

Album des Jahres Zwanzigzehn

Meine Album-Jahrescharts

Dieses Jahr mache ich es mir ganz einfach und nehme meine persönliche Hörstatistik von last.fm heran. Denn ich habe, ganz im Gegensatz zu 2009, dieses Jahr hauptsächlich aktuelle Musik gehört. Und da schau her, Album des Jahres ist völlig unüberraschend das grandiose Forgiveness Rock Record.

  1. Broken Social Scene – Forgiveness Rock Record: Wer möchte, kann hier nochmals meine Meinung zum Album nachlesen. Diese Meinung hat sich nicht geändert. Und wer versuchen möchte zu verstehen, warum die anderen Alben der Broken Social Scene in meinen Charts auftauchen, dem empfehle ich dringend die Lektüre dieser beiden Konzertberichte. Solch großartige Erlebnisse, die noch immer in meinem Herzen sind.
  2. Teitur – Let the Dog Drive Home: So wunderschön, aber da Veröffentlichung und Tour erst 2011 anstehen wohl eher das Album des nächsten Jahres.
  3. Stars – The Five Ghosts: Völlig zurecht steht dieses Album auf diesem Platz. Und ich will noch immer nichts weiter drüber schreiben, lieber im Herzen behalten. Das Konzert hat das Album noch weiter aufgewertet, nur eine Begleitung hat noch gefehlt.
  4. Memphis – A Little Place In The Wilderness: Kein aktuelles Album, trotzdem oft gehört. Aus einem ganz einfachen Grund: Diese Musik ist perfekt. Und so wunderschön. Ich kann sie immer hören, egal wie meine Stimmung ist. Und dies ist einzig und allein mit diesem Album möglich.
  5. Kings of Leon – Come Around Sundown: Wie sehr mir dieses Album gefällt, habe ich ja schon hier erwähnt. Ich finde es noch immer beeindruckend, dass die Bengel nach einem Reinfall so ein Album abliefern konnten.
  6. Clueso – Clueso & Stüba Philharmonie: Für mich die schönste Version des Cluesoschen Schaffens. Sind natürlich auch viele Lieder drauf und da ich Alben immer am Stück anhöre, ergibt das viele Scrobbels.
  7. Metric – Fantasies: Eigentlich Album des Jahres 2009, aber von mir erst später entdeckt.
  8. Jason Collett – Rat a Tat Tat / To Wit To Woo (Deluxe Bundle): Spätzünder. Ich fand es nach mehrmaligem Hören eher langweilig. Bis mir klar wurde, wie großartig Herr Collett hier mit verschiedenen Stilen spielt. Es ist wie eine Zeitreise. Und dennoch ist die Musik aktueller als so manch anderes, was in letzter Zeit erdacht wurde. Eine sehr gehaltvolle Liedsammlung, die ich jedem hiermit ans Herz legen möchte. Ebenso wie Pony Tricks. Dies ist eine kleine EP, auf der Herr Collett anlässlich seiner Tour einige seiner Lieder in ein ruhiges, zurückhaltend instrumentiertes Gewand gekleidet hat. Ganz wunderfein.
  9. Shout Out Louds – Work: Ich habe eine ganz Weile gebraucht, um mich mit dem Album anzufreunden. Aber jetzt klingt es noch immer nach Sommer und Natalies Garten. Das mag ich daran.
  10. Eels – End Times: Um ehrlich zu sein, ich kann mich gar nicht dran erinnern dieses Album so oft gehört zu haben. Eels-Alben brauchen aber auch immer eine ganz bestimmte Stimmung, um ihre Wirkung beim Hören zu entfalten.
  11. Die Sterne – 24/7: Meiner Meinung nach hat diese Band mit dem Riss und dem Neu(er-)finden alles richtig gemacht und ich wünsche mir, dass sich der Mut auch auszahlt. Bitte unterstützen.

Ich bin mir nicht ganz sicher, ob sich meine Vorhersage des letzten Jahres wirklich bewahrheitet hat. Da ich nicht einschätzen kann, welche Musik heute wirklich gehört wird. Ob die Schrammelmusik noch immer aktuell ist oder ob wenig musikalisch anspruchvolles wie Frittenbude und so noch immer so viele Anhänger findet. Ich für meinen Teil kann nur feststellen, dass mit fortschreitender Vergreisung meinerseits wachsendem Musikrepertoire in meinem Kopf mein Geschmack spezieller wird. Soll heißen, je mehr Musik ich kennenlerne, umso mehr sortiere ich nach gehaltvoller, vielschichtiger Komposition und simpler Umsetzung einer simplen Idee. Wobei letzteres einfach nicht mehr interessant für mich ist. Was nicht heißt, dass mir einfache Sachen wie reine Abgehmusik oder harter Rock gar nicht zusagen würden. Aber ich bin insgesamt anspruchsvoller geworden, glaube ich. Was ich aber total okay finde.

Hat es jemand bis hierhin geschafft meine Ausführungen zu lesen? Falls ja, mich würde auch andere Meinungen sehr interessieren. Was war euer Album des Jahres und vor allem warum? Was habe ich alter Mann verpasst?

Dead hearts are everywhere

Dass ich letztes Wochenende in Berlin war, habe ich ja schon erwähnt. Dass ich die Stars dort gesehen habe noch nicht. Was auch damit zusammenhängt, dass ich die ganze Zeit überlege, was ich zu diesem Konzert denn schreiben könnte.

Geisterstunde


Es war ein großartiges Konzert, keine Frage. Gleichzeitig auch Tourabschluss und damit für die Band etwas besonderes. Was man auch merke. Man spürte die Freude. Und auch all die Liebesbekundungen an das Publikum und die Stadt waren frei von Heuchelei. Die Songauswahl war wunderbar. Es wurde neben den bekannten Stücken auch viel von der Sad Robots EP und eben auch vom wunderbaren Album Hearts gespielt. So auch “heart” und “time can never kill the true heart”. Grandios. Und als krönenden Abschluss “tonight”. Alles nahe an der Perfektion. Und deshalb weiß ich nicht, was ich dazu schreiben kann. Und weil ich das Alles auch schon mal versucht habe zu beschreiben. Hier. Und ganz ehrlich, ich bin noch immer stolz auf das, was ich damals zu Papier gebracht habe. Deswegen bitte dort nachlesen und bei nächster Gelegenheit ein Konzert dieser Band besuchen. Man wird es nicht bereuen.

Die Geister, die ich rief…

Stars - The Five Ghosts


Ich bin ja froh, dass niemand erwartet, dass ich etwas über das neue Stars-Album schreibe. Die Sonja hat es versucht und zumindest mit dem ersten Satz gehe ich völlig konform. Auch sonst habe ich wenig treffendes gefunden. Die beste Rezension ist meiner Ansicht nach bei SpiegelOnline zu finden. Bei einem sogenannten Internet-Musikmagazin fand ich noch eine nichts sagende. Und obendrein Kommentare im zugehörigen Forum von Hörer, die Musik in eine Kategorie “lahm” stecken können. Ich denke da muss man kein Wort mehr dazu verlieren.

Aber ich kann berichten, wie es mir mit dem Album ergeht. Am 21. erschien es und ich muss gestehen, nach den ersten Hördurchgängen war ich wenig überzeugt. Ich fand es schön, aber nicht groß. Und dann hatte ich plötzlich den ganzen Tag Melodien im Kopf. Wunderbare Melodien. Die ich anfangs nicht mal einzelnen Songs zuordnen konnte. Bis ich sie alle beim Hören wieder einsortiert habe. Und so fand ich den Zugang zum Album. Und ich schwöre, es sind so schöne Lieder darauf, die man mit dem Herzen hören muss. Auch wenn die Musik sich geändert hat. Weiterentwickelt ist hier aber das richtige Wort. Aber darüber sollen andere philosophieren. Ich will die Musik spüren.

Dazu passt auch, dass ich endlich ein paar Worte übers Hecker-Konzert in Gotha verfassen konnte. Nachlesen kann man diese hier. Und als Zugabe gibt es auch noch ein Video. Bitteschön.

Und ganz nebenbei, heute ist Siebenschläfer-Tag. Ergo gibt es jetzt sieben Wochen Hitze. Die Eisverkäufer wird’s freuen.