Why does it always rain on me?

Radfahrerschmaus

Ich versuche jeden Beitrag hier mit einem Bild aufzuwerten. Da ich aber heute meine Kamera vergessen habe, gibt es ein Foto von meiner Belohnung für den heutigen Tag. Dies nur vornweg.

Heute hatte ich frei. Was gut gepasst hat, denn das Wetter war fast so gut wie gestern. Also habe ich meine beiden Fahrräder ausgeführt. Die Tour mit der weißen Möhre war bis auf den Beinahezusammenstoss mit dem Postauto nicht weiter erwähnenswert. Glücklicherweise handelte es sich um einen Beinahezusammenstoss, das hätte auch anders kommen können. Mich hat nämlich momentan ein wenig das Glück verlassen. Solange dies aber nur zu kleiner Blessuren an mir und meinem Besitz führt, ist es noch zu ertragen. Und der April macht eh alles neu. Oder wie war das?

Die Tour mit dem Jabba war anfangs auch ein Genuss. Bis die Sonne langsam verschwand und der Himmel sich verdunkelte. Als wir den anstehenden Anstieg bewältigt hatten, wurde das ganze Ausmaß des Wetterumschwungs sichtbar. Da war eine dicke und dunkle Schlechtwetterfront, die genau auf uns zuzog. In der anderen Richtung sah es noch gut aus, also traten wir die Flucht an. Aber da waren auch schon Blitze zu sehen und der starke Wind blies alles Bewegliche durch die Gegend. Uns auch. Ein paar Minuten später hatte und der Regen eingeholt und ich war von jetzt auf gleich nass bis auf die Haut. Und ich stellte fest, dass der Regen am letzten Wochenende eindeutig wärmer als der heutige war.

Das Unwetterchen erwischte uns ganz im Westen. Wie man oben auch sehen kann. Und wenn man auf Replay Track klickt, sollte auch erkennbar sein, wie viel schneller wir ab diesem Zeitpunkt im Vergleich zu vorher waren.

Und jetzt geht die Welt draußen unter. Und ich erfreu mich an den Geräuschen hier unterm Dach und meinen dichten Fenstern.

Sehnsucht

Lake Garda Springtime Riding from Marco Toniolo on Vimeo.

Sowas macht mich schon ein wenig neidisch. Nicht nur weil das Video sehr gut gemacht ist, sondern auch wegen diesen Trails am Gardasee. Hier muss man noch nach Wegen suchen, die schon befahrbar sind. Ich bin bei meiner Tour gestern auch durch Schneereste gefahren. Aber die waren nicht s angenehm wie im Video, sondern von tiefem Schlamm umgeben. Einige Passagen waren aber schon super zu fahren und machen Vorfreude auf das nächste sonnige Wochenende. Das Jabba freut sich auch schon.

Auftakt

Es ist vollbracht. Am 38. Tag des neuen Jahrzehnts bin ich endlich wieder Fahrrad gefahren. Zwar nur mit dem Alltagsrad und nur auf der Straße und bei nur -5°C, aber egal. Hauptsache ist, ich habe es nicht verlernt.

Seasonal Affective Disorder

Eintönigkeit


Die meiste Zeit sieht draußen alles gleich aus. Im gleichen Farbton. Langsam wird das echt öde, liebe Natur.

Sonnenlicht


So freut man sich über jede Art von Abwechslung, sogar über ein paar Sonnenstrahlen an der Zimmerwand. Dazu kommt noch, dass der erste Monat des Jahres Zwanzigzehn vorbei ist und ich noch keinen einzigen Meter Radfahren konnte. Ich weiß gar nicht, ob es sowas schon mal gab. Einen komplett radfahrfreien Monat. Schlimme Sache. Auch weil mir meine Gelassenheit dadurch langsam verloren geht.

Die alten winterkalten Gedanken verfliegen wie Rauch im lauen Wind.
Wenn wir in den Wiesen liegen und etwas Neues beginnt.

Immerhin ist es durch den neuen Schnee nicht mehr ganz so rutschig wie letzte Woche. Allerdings findet man unter dem Schnee fast überall eine dicke Eisschicht. Leider kein Untergrund zum drauf Radfahren.

Einen gute Seite hat das Ganze aber trotzdem. Ich freunde mich mit dem Auto immer mehr an. Letztens habe ich sogar von ihm geträumt, aber das war eine andere Geschichte. Und trotzdem freue ich mich schon darauf, wenn die Kilometer, die momentan auf der Anzeige durchrasen und nur Sprit- und damit Geldverbrauch bedeuten, dann auf dem Fahrradtacho erscheinen.

Übrigens, da wo laut Google der Kuhberg liegen soll, ist gar kein Berg. Das kann ich nun mit Bestimmtheit sagen, denn wir waren heute dort.

Testlauf


Ich war gestern laufen. Zum ersten Mal seit Dezember 2008. Was sich vor allem im heutigen Muskelkater bemerkbar macht. Aber ich musste mal raus. Und außerdem wollte ich die Wegbeschaffenheit testen. Um abschätzen zu können, wann man sich mal wieder auf das Velo schwingen könnte. Aber Pustekuchen, alle Wege sind vereist. Was nicht immer lustig war mit Laufschuhen. Entweder schneit es noch mindestens einen halben Meter oder die Temperaturen steigen um mindestens 10° an und es regnet und wäscht alles weg. Allerdings ist beides sehr unwahrscheinlich und so muss das Jabba wohl noch eine ganze Weile in der Wohnung bleiben. Leider.

Jabba 2000


Vermutlich war heute ja der letzte warme Tag. Wahrscheinlich kommt jetzt bald der Winter. Angesichts dieser Aussichten ist es nicht verwunderlich, dass das Jabba heute nochmal raus wollte. Okay, ich wollte raus, mit dem Jabba. Und auch wenn der Körper nach Krankheit nicht mehr so fit ist, war es dennoch eine sehr schöne Tour.

Das Jabba hat nun auch schon mehr als 2000 Kilometer geschafft. Und ich bin in diesem Jahr schon mehr als 6500 Kilometer gefahren. Das sind übrigens über 1000 Kilometer mehr, als ich bisher mit meinem Auto gefahren bin. Um mal die Relationen aufzuzeigen.

Mein Beileid am heutigen Tage geht an die Schweiz. Das muss noch erwähnt werden. Sehr beschämend wie man dort mit den Möglichkeiten der Demokratie umgeht.