2.Etappe – Apfelstrudeldesaster

Heute war ja der wichtigste Punkt auf dem Etappenplan der Apfelstrudel. Den sollte es in der Höhe geben. Der Aufstieg dahin war auch verdammt hart. Weil auf Asphalt, auf den die Sonne gebrannt hat. Und, man kann es sich vielleicht denken, natürlich war nichts mit Apfelstrudel. Die Apfelstrudelmacher hatten entschieden nach 28 Jahren pausenloser Apfelstrudelmacherei mal einen Ruhetag einzulegen. Also Pustekuchen. Kurz darauf zogen auch Wolken auf und als wir einige Zeit und Kilometer später das Ziel erreichten, kam der große Regen. Aber da war man glücklicherweise schon im Hotel.

Morgen geht es in die Schweiz. Berg hoch, Berg runter und schon ist man aber auch schon in Italien. Klingt gar nicht so schlimm, aber morgen wird eben auch erstmals die 2000er Höhenmarke geknackt.

1. Etappe – Mythos Zugspitze

Dank netten Menschen im Haus Wiesenruh in der Nähe von Nassereith habe ich sogar im Ausland Verbindung zum Internet. Wiesenruh ist hier Programm, man hört nur den Bach vorm Haus rauschen.


In der Aufzeichnung fehlt natürlich wieder ein Stück, war ja klar.

Heute übrigens, entgegen allen Erwartungen, kein Tropfen Regen. Und, bis auf einen Schuh von mir gefüllt in einem Schlammloch, auch kaum Nässe. Prima. Dafür sind wir heut fast den ganzen Tag um die Zugspitze gefahren, ohne die auch nur einmal zu sehen. Deswegen wurde schon vermutet, dass diese vielleicht gar nicht existiert. Beweise gab es für uns jedenfalls keine, um diese These zu widerlegen.

Dafür hatte es aber tolle Trails, dank eher schlechten Wetteraussichten mit wenig Wanderern drauf. Da hatte man schon sehr viel (Fahr-)Spaß. So kann es morgen gern weitergehen. Außerdem steht morgen eben auch Apfelstrudel auf dem Programm. Zum Glück, denn mein Magen knurrt schon wieder. Die Nahrungsmittelverpflegung ist aber noch ausbaufähig. Man kann mir also gern Esspakete an die Strecke bringen.

Prolog

Man befindet sich zwar in Garmisch-Partenkirchen, die Zugspitze ist aber nicht zu sehen. Man vermutet sie dort, wo die Wolken am dichtesten sind. Ansonsten ist natürlich meine Vorhersage von gestern eingetroffen.

Etappenplan

Hier mal die Planung für die nächsten Tage. Falls jemand auf einen Besuch vorbeischauen möchte. Oder an der Strecke anfeuern will. Oder uns Fahrer mit Wasser bespritzen. Oder unsere Namen auf den Asphalt malen. Oder mit riesigen Fahnen neben uns her rennen. Oder eben nur mit dem Finger auf der Landkarte unsere Alpenüberquerung verfolgen.

Morgen geht es erstmal per Auto nach Garmisch-Partenkirchen. Dort werden wir uns angesichts heftigen Dauerregens erstmal fragen, worauf wir uns da eingelassen haben usw. Am Sonntag werden wir uns trotzdem aufs Rad schwingen und dann geht es so weiter:

  • 1. Etappe: Garmisch – Imst
  • 2. Etappe: Imst – Pfunds | über die Pillerhöhe
  • 3. Etappe: Pfunds – Laas | mit Abstecher in die Schweiz, ab hier wird es richtig schön und anstrengend
  • 4. Etappe: Vaals – St. Walburg | durchs Vinschgau bei Sonnenschein, sicherlich
  • 5. Etappe: St. Walburg – Val di Sole | übers Rabbi Joch (2451m)
  • 6. Etappe: Val di Sole – Ponte Arche
  • 7. Etappe: Ponte Arche – Torbole

In Torbole gibt es dann lecker Eis. Und Sonne, klar. Und ein Bad im Gardasee. Am nächsten Tag, also dem ersten Sonntag im Juli, geht es wieder zurück Richtung Norden. Aber selbst dann sind die Flitterwochen mit dem Jabba noch nicht vorbei. Bei mir besteht: Vorfreude.

Mal schauen wie regelmäßig ich mich in der nächsten Woche hier melden kann. Hängt von der Internetverbindung ab, wie man sich wahrscheinlich denken kann. Ich werde mein Bestes geben und verbleibe vorerst mit einem:

Ciao