Wochenendwetterbericht

Verregneter Balkon

Wie das Wetter dieses Wochenende war, hat ja jeder bemerkt. Kalt und nass. Der Ausblick Richtung Balkon war die ganze Zeit über so wie auf dem Bild. Außer nachts, da war es dunkel. Immerhin hat mir das Wetter heute dabei geholfen, einen neuen Rekord beim Laufen am Rhein aufzustellen. 14,7 Kilometer Rhein hoch und runter, so viele waren es noch nie.

Letztes Wochenende war das Wetter besser. Damals hat es mir dabei geholfen, die weiße Möhre nach dem Sturz zu reparieren. Neue Bremsen hat sie seitdem. Nur ein paar Kratzer am Sattel sind noch über und das Schutzblech ist ein wenig verbogen.

Geheilte Weiße Möhre

Radfahrerlatein

Sturzfolgen

Fast fünfeinhalb Jahre nach meinem letzten richtigen Sturz hat es mich gestern wieder erwischt. Die Stürze während der Radkurierzeit waren zwar zahlreich, aber glücklicherweise immer mit glimpflichem Ausgang. Gestern aber hat es mich leider mit dem Gesicht auf den Asphalt gehauen. Das ist nicht nur schmerzhaft, es macht auch nicht schöner.

Aufgrund dessen begab ich mich heute zur nächstgelegenen Arztpraxis. Der einzigen, die ich bisher hier in Meerbusch wahrgenommen hatte, da sie auf direktem Weg Richtung Arbeit und Einkaufsmöglichkeit liegt. Allerdings hätte mir schon vorher bewusst sein müssen, dass die meisten Arztpraxen hier in der Millionärsstadt nur Fassade sind. Um unnütze und überteuerte “Behandlungen” und “Therapien” zur oberflächlichen Verzögerung der Alterungsprozesse an den privatversichten Mann oder dessen Frau zu bringen. Somit brachte mir der zweistündige Arztbesuch außer dieser Erkenntnis keine Vorteile. Man war noch nicht mal in der Lage, meine Zuvorkommenheit beim gewissenhaften Ausfüllen mehrerer Fragebögen mit der Reinigung meiner Wunden zu honorieren. So verließ ich mit unversorgten Wunden die Praxis, was diese, meine Wunden, im Laufe des restlichen Tages mit der Absonderung von reichlich Eiter quittierten.

Möhrchen mit Rinderbraten

Weiße Möhre mit Lederausstattung

Leider hat der Frühling nach zwei Tagen eine Pause übers Wochenende eingelegt. Aber dies war ebenso eine perfekte Gelegenheit, die Weiße Möhre zu verschönern. Mit Teilen aus Kuhhaut. Zumindest vermute ich, dass das Leder vom Rind stammt. Dass die Weiße Möhre jetzt ein Stadtfahrrad ist, erkennt man auch am Schutzblech und der Klingel. Ich weiß nicht seit wie vielen Jahren ich keine Klingel mehr am Rad hatte. Damals stand ich noch am Anfang meines Radfahrerlebens. Aber hier, mit den vielen Menschen um einen rum, ist eine Klingel durchaus angebracht.

Zurück zum Ledersattel, man kann der Meinung sein, dass dies unpassend an einem Fahrrad ist. Aber ich finde, lieber schraube ich mir so einen Sattel ans Rad, der 100 Jahre und älter werden kann, als alle zwei Jahre einen neuen Plastiksattel zu kaufen. Und immerhin lebt so ein Teil der Kuh an meinem Rad weiter und wird von mir in Ehren gehalten. Und macht die Weiße Möhre zum schönsten Stadtrad weit und breit. Und lässt meine Hosen hoffentlich länger leben. Danke, liebes Rind.


Und noch eine Neuigkeit, bei der Mainstage gibt es wieder etwas von mir zu lesen. Über das Album eines Musikers namens Aidan. Sehr empfehlenswert. Bitte hier klicken, lesen und reinhören (Ja, diese Möglichkeit wird dort eingeräumt.).

Punktlandung

Übersicht Trainingsverwaltung


Langsam wird mir das unheimlich. Ich bin diese Woche auf dem Arbeitsweg mit der weißen Möhre dreimal exakt die selbe Zeit gefahren. Nur am Dienstag war ich langsamer, weil ich zurück einen Rucksack mit ca. 10 Kilo Spezialitäten schleppen musste. Und vor allem durch die bereits erwähnte Cowboy-Einlage. Aber diese 1:03:03 sind sehr mysteriös. Vor allem weil ich nie auf die Zeit geachtet habe und heute beispielsweise schon locker gefahren bin. Und jetzt steht da wieder die 1:03:03. Aber die Entfernung ist immer eine andere. Das ist doch nicht mehr rational erklärbar, oder?

Auf Du und Du mit der Kuh

Howdy, Folks. Ich werde wahrscheinlich den Beruf wechseln und als Cowboy arbeiten. Erste Erfahrungen habe ich heute schon gesammelt. Zusammen mit der weißen Möhre, ein Pferd benötige ich also nicht.

Auf dem Weg zur Arbeit stand heute nämlich plötzlich eine Herde Kühe vor mir. Und wollten mich nicht durchlassen. Stattdessen rannten sie los und rannten und rannten vor mir her. Ich habe mich extra vorsichtig genähert, damit sich keine verletzt. Und so trieb ich sie gut einen Kilometer weit ins nächste Dorf. Erst dort fanden sie einen Abzweig und wir einen Weg aneinander vorbei. Und wenn sie keiner weiter getrieben hat, stehen sie da noch immer. Also falls jemand seine Kühe vermisst, ca. 20 Stück, recht jung, schwarz-weiß gefleckt, die stehen am Ortsrand Großpürschütz am Saaleradweg Richtung Kahla. Und bitte Grüße von mir ausrichten.