Polarluft

Pünktlich zur Mittagspause kam heute die Sonne raus. Wie man auf dem folgenden Bild vielleicht erkennen kann. Außerdem zu beachten: meine Verpflegung auf der Lenkertasche.

Rast im Frost

Rast im Frost

Weiter ging es danach in die Richtung Süden, das sieht man auf dem nächsten Bild. Kurze Zeit später lag ich übrigens auf der Nase. Zum ersten Mal heute. Später hat es dann nochmal geklappt.

Winter über der Stadt

Winter in der Stadt


Tiefschnee (für hiesige Verhältnisse)

Tiefschnee (für hiesige Verhältnisse)

Hingehauen hat es mich aber nicht im Schnee, sondern auf der Straße. Weil es da am gefährlichsten ist. Schuld ist diese Unsitte mit dem Streusalz. Den Einsatz dessen sollte man bei dieser Witterung echt untersagen. Da taut der Schnee kurz auf, um dann gleich wieder zu gefrieren. Und Eis hat eben viel, viel weniger Haftung als Schnee. Selbst wenn der Schnee festgefahren ist. Und bei -10°C, so kalt war es heut tagsüber, gefriert das Zeug halt sehr schnell. Klar.
Die Kälte kam mir übrigens gar nicht so schlimm vor, ganz im Gegenteil. Schön war es regelrecht. Viel besser als so Matschwetter um den Gefrierpunkt rum. Aber übertreiben muss es die Polarluft dann doch nicht. Heut früh hatte es -14°C, das war schon arg kalt. Aber jetzt sind es schon -16°C -17,5°C. Muss ich mir wohl ein Eisbärfell besorgen.

Schneemobil

Mein Schneemobil

Mein Schneemobil


Ich hätte vor kurzem ja noch ziemlich viel drauf verwettet, dass es hier nie wieder so viel schneien würde, dass man Ski fahren könnte. Pustekuchen. 12 bis 15 Zentimeter Schnee ist gestern vom Himmel gefallen und liegengeblieben. Was die Kuriertätigkeit sehr beschwerlich macht. Aber hallo. Das Fahren im Schnee ist ja so verdammt anstrengend. Mir tut alles weh, besonders die Arme und der Rücken. Deswegen werde ich mich jetzt hinlegen und auf dem Thermometer beobachten, wie die Temperatur fällt. Bis zu -20°C sind vorhergesagt. Bei den Eskimos kommt sicher keiner auf die Idee, Post mit einem Fahrrad zu verteilen.

Unser Wintergarten hinterm Haus.

Unser Wintergarten hinterm Haus.

Eigentlich müsste der olle Luther Martin morgen meine Post ausfahren, schließlich ist der dran schuld, dass wir hier keinen Feiertag morgen haben.

Winterimpressionen

Das sieht ja schon alles sehr schön aus. Mit dem Schnee und der Sonne. Und den Zottelviecher überall, die sich teilweise sogar im Stroh versuchen zu verstecken. Keine Frage, schön anzusehen das.
Trotzdem wird mir ziemlich flau, wenn ich an die nächste Woche denke. Wetterbericht sagt: Erst ordentlich Schnee, dann strenger Frost. Mit mehr als 10°C unter Null. Und auch tagsüber bittere Kälte. Meine Pflichten sagen: sechs Arbeitstage in dieser Woche. Mein Fahrrad sagt: Keine Winterreifen. Da fehlen einem echt die Worte. Mal abwarten, ob der Winter nächstes Wochenende noch immer so idyllisch wirkt.

Hoffentlich wird mein Fahrrad nicht krank.

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Hirnfrost

Das eine Thermometer zeigt gerade -9,0°C an. Das andere gar -12,8°C. Ganz gleich welches richtig liegt, kalt ist kalt. Hoffentlich friert mir die Post nicht zusammen. Oder ich am Rad fest. Und hoffentlich leckt keiner an meiner Fahrrad und friert dran fest. Und überhaupt, solche Temperaturen sind ja echt gefährlich. Ich werde dann drüber berichten, wenn ich kann.

Soulride

Soulride bedeutet, man setzt sich aufs Rad und fährt aus purer Lust durch die Gegend. Ohne irgendwelche Vorgaben, ohne auf die Geschwindigkeit zu achten, ohne sich selbst einzuengen. Denn man fährt nicht, um zu trainieren oder so, sondern um die Seele baumeln zu lassen. Um Aufzutanken. Weil das immer mal wieder nötig ist. Besonders jetzt im Winter.
Man muss dazu nicht unbedingt Radfahren. Jeder Mensch sollte aber solche Beschäftigungen haben, die ihm gut tun. Die man zum leben braucht, sonst funktioniert man nämlich nur noch. Und ganz gleich ab das eine Sportart ist, oder beispielsweise Musik. Die man selber macht, oder hört, oder zu der man wild tanzt. Oder ob man gern etwas liest. Oder selber was schreibt. Oder was es noch alles gibt. Wer sowas nicht hat, ist arm. Und wer was gefunden hat, sollte sich das nie ausreden lassen. Egal von wem.

Also habe ich mir heut die weiße Möhre geschnappt und bin raus in die frostige Luft. In die Sonne, denn die schien heute endlich mal wieder. Es war so herrlich. Seit vier Tagen herrscht hier Dauerfrost. Die Wege sind knüppelhart, aber eben auch trocken. Das tut gut nach all dem Regen an den Arbeitstagen. Und die Wintersonne dazu. Gibt es etwas schöneres als die Welt in dem weichen Licht der Wintersonne zu sehen? Das sind unbeschreibliche Momente. Wenn die Sonne schon so niedrig steht, dass man den Eindruck hat, man wäre auf der selben Höhe. Und sie dann dieses orange-gelbe Licht zwischen den Bäumen im Wald hindurch scheinen lässt. Und damit alles so warm macht. Wer sowas im Bild festhalten kann, ist ein wahrer Künstler. Ich kann es leider nicht. Ich kann es nur in meinem Kopf speichern und dort so lange wie nur möglich drin lassen. Zumindest bis zum nächsten Soulride sollte das gelingen.

Ich hoffe ihr habt den letzten Sonntag des Jahres ähnlich gut genutzt.