Hurricane 2006- ich habe es überlebt

Alles fing ganz harmlos an. Damit, dass es kein Bier mehr gab. Dafür aber an einem Bierstand weiter, an dem es aber keine Apfelschorle gab. Leider haben wir alle das Zeichen falsch gedeutet und uns doch voller Vorfreude auf Muse direkt vor die Bühne gestellt. Und uns noch über die ersten Regentropfen gefreut. Und auch nicht die Hoffnung aufgegeben, dass es doch nur ein kurzer Schauer werden würde. Aber dann kam alles anders. Langsam wurde realisiert, dass es wohl doch langsam zu heftig und vor allem gefährlich wird. Und irgendwann war man dann auch schon nass bis auf die Haut und in den Schuhen stand das Wasser. Langsam durchwatete man also das überflutete Gelände, und stand teilweise knietief im Wasser. Die Campingplätze sahen aus, als wären die Zelte kleine Inseln in einem großen See. Und dazwischen wir. Im Auto dann erstmal die Erlösung durch trockene Klamotten. Was für eine Freude… die allerdings nicht lange andauert. Denn wenn das Auto stecken bleibt, dann muss es da raus schieben wenn man noch nach Hause will, egal ob trockene Klamotten am Körper oder nicht. Also im Schlamm nach Halt gesucht und irgendwie das Auto auf die Straße gebracht. Nach kurzer Suche dann auch Auto samt Fahrerin wiedergefunden und so ging es dann auf die lange Heimfahrt. Raus aus dem Unwetter.
Das wird uns allen noch lange im Gedächtnis bleiben.

Wie die andere, sonnige Seite vom Hurricane war, die mit der Musik, das erzähle ich später mal. Im Moment kann ich mich nur an Wasser und Blitze erinnern.

Von Herr B.

"Man kann alles erzählen, nur nicht sein wirkliches Leben." - Max Frisch in Stiller