Tourgedanken (Nummer hab ich vergessen, die letzten sind’s halt)

So, die Tour de France 2008 ist nun Geschichte. 145 Fahrer sind bis nach Paris gekommen. 35 sind auf der Strecke geblieben, aber den meisten davon geht es gut. Bis auf einen verwirrten Italiener, der, seit man in seinem Körper Stoffe gefunden hat, die da nicht hin gehören, nur noch dummes Zeug von sich gibt. Aber das hat er wohl auch schon vorher.

Gewonnen hat ein Spanier. Er hat knapp eine Minute weniger für die 3559,5 Kilometer benötigt als der Zweitplatzierte Cadel Evans. Der Australier hat nahezu perfekt die Rolle des Jan Ullrich übernommen. Vielleicht etwas weniger talentiert, aber auch zu nett und zu wenig kämpferisch, um zu siegen. Dafür musste er auch dann mit einem großen Plüschkänguru zur Siegerehrung statt mit eigenen Kindern, wie der Sieger Carlos Sastre.

Dieser Augenblick, die Siegerehrung in Paris, ist etwas einzigartiges. Sicher nicht so pompös wie eine aufgeblasene Pokalübergabe bei einem Fußballturnier. Dafür sieht man den Fahrer einerseits ihre Freude und Erleichterung an. Darüber, die Strecke geschafft zu haben. Und natürlich den Stolz über das Geschaffte. Und dann sind da noch die privaten Momente, die nicht versteckt werden. Dann steht eben auch der kleine Sastre mit auf dem Podium und wirft den Plüschlöwen des Sponsors genussvoll zu Boden.

Apropos Löwe, eigentlicher Gewinner dieser Tour ist ja ein Österreicher. Der gekämpft hat wie ein Löwe. Das war schon Wahnsinn, was dieser Bernhard Kohl geleitet hat. Ohne jede Frage. Mal schauen wie es mit dem Burschen weiter geht. Und mit seinem Team. Ob es da weiter geht. Verdient hätten sie es ja schon irgendwie.

Aber die Tour de France 2008 ist Geschichte. Und damit ist auch meine Sportsaison 2008 vorbei. Tschö Sport.

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