Wo sich Fuchs und Hase Gute Nacht sagen

Heute habe ich die Tour de France mal Tour de France sein lassen. Denn da gab es eh nichts zu sehen, bis auf ausgebrannte Autos. Und die Fahrer schienen das heute auch nicht so ernst zu nehmen. Hat man sich aber auch mal verdient. Und es war eh klar, dass der Bursche Cavendish gewinnen würde. Zurecht. Jedenfalls war ich mir dessen bald sicher. Deswegen habe ich mich lieber selbst aufs Rad gesetzt.

Das Wetter war dabei das totale Gegenteil von dem zuvor im TV gesehenen. Dort Hitze und strahlender Sonnenschein, hier unter 20°C, stark bewölkt und relativ kühler Wind. Ich liebe dieses Wetter ja, zumindest zum Radfahren. Und die Felder können ja selbst bei solchen Bedingung golden leuchten.

Goldenes Feld mit Kugeln drauf.

Es wurde dann aber auch schon dunkel, war ja auch schon spät. Deswegen kommen auch gleich die Fabelgeschichten, aber erst noch ein Bild.

Ein Blick zurück, gleicher Standpunkt wie das Feldbild.

Dann also zu den Tieren. Wenn man so spät unterwegs ist, begegnet man diesen häufiger. Hasen gab es gleich zwei. Der erste war schön, mit langen Ohren. Der zweite war so groß wie ein Kalb, unglaublich. Füchse gab es auch zwei, aber gleichzeitig. Die waren noch sehr jung und tollten auf dem Weg rum. Als sie mich bemerken, rannten sie sofort weg. Der eine nach links, der andere nach rechts. Hoffentlich haben die sich dann wiedergefunden. Mufflons habe ich auch gesehen, zum ersten Mal in meinem Leben. Also zum ersten Mal hier. Ich wusste zwar schon immer, dass es die hier in einem sehr begrenzten Gebiet gibt, aber gesehen habe ich die nie. Bis heute.

Die schönste Begegnung war aber die mit dem Jungen im Rollstuhl, der mich freundlich gegrüßt hat und über meine Antwort sehr erfreut war. Sowas passiert einem als Radfahrer zum Glück auch immer mal wieder.

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