3. Etappe – Hoch und Tiefs

Etappentechnisch gesehen gab es heut keine Hoch und Tiefs. Denn es ging nur einen Berg hoch und auf der anderen Seite wieder runter. Nur war der Pass eben 2300 Meter über Meeresspiegel hoch. Und der Weg darauf lang und steil. Sehr lang und sehr steil. Zum Glück gab es im Anstieg eine Hütte, noch auf Schweizer Seite. Also mit Rivella und Käse, letzterer sogar selbstgemacht. Danach wurde der Weg dann zum Klettersteig. Was mit Fahrrad nicht so lustig, selbst wenn die Aussicht grandios ist. Dafür war die Abfahrt aber Wahnsinn, im wahrsten Sinne des Wortes.

Noch ein Tief war die Tatsache, dass mein Jabba zum Arzt musste. Insgesamt also ein eher durch wachsener Tag. Entschädigung für alles war aber die super leckere Pizza zum Abendessen. Und zudem ist da noch die Aussicht auf einen eher erholsamen Tag morgen.

2.Etappe – Apfelstrudeldesaster

Heute war ja der wichtigste Punkt auf dem Etappenplan der Apfelstrudel. Den sollte es in der Höhe geben. Der Aufstieg dahin war auch verdammt hart. Weil auf Asphalt, auf den die Sonne gebrannt hat. Und, man kann es sich vielleicht denken, natürlich war nichts mit Apfelstrudel. Die Apfelstrudelmacher hatten entschieden nach 28 Jahren pausenloser Apfelstrudelmacherei mal einen Ruhetag einzulegen. Also Pustekuchen. Kurz darauf zogen auch Wolken auf und als wir einige Zeit und Kilometer später das Ziel erreichten, kam der große Regen. Aber da war man glücklicherweise schon im Hotel.

Morgen geht es in die Schweiz. Berg hoch, Berg runter und schon ist man aber auch schon in Italien. Klingt gar nicht so schlimm, aber morgen wird eben auch erstmals die 2000er Höhenmarke geknackt.

1. Etappe – Mythos Zugspitze

Dank netten Menschen im Haus Wiesenruh in der Nähe von Nassereith habe ich sogar im Ausland Verbindung zum Internet. Wiesenruh ist hier Programm, man hört nur den Bach vorm Haus rauschen.

Heute übrigens, entgegen allen Erwartungen, kein Tropfen Regen. Und, bis auf einen Schuh von mir gefüllt in einem Schlammloch, auch kaum Nässe. Prima. Dafür sind wir heut fast den ganzen Tag um die Zugspitze gefahren, ohne die auch nur einmal zu sehen. Deswegen wurde schon vermutet, dass diese vielleicht gar nicht existiert. Beweise gab es für uns jedenfalls keine, um diese These zu widerlegen.

Dafür hatte es aber tolle Trails, dank eher schlechten Wetteraussichten mit wenig Wanderern drauf. Da hatte man schon sehr viel (Fahr-)Spaß. So kann es morgen gern weitergehen. Außerdem steht morgen eben auch Apfelstrudel auf dem Programm. Zum Glück, denn mein Magen knurrt schon wieder. Die Nahrungsmittelverpflegung ist aber noch ausbaufähig. Man kann mir also gern Esspakete an die Strecke bringen.

Etappenplan

Hier mal die Planung für die nächsten Tage. Falls jemand auf einen Besuch vorbeischauen möchte. Oder an der Strecke anfeuern will. Oder uns Fahrer mit Wasser bespritzen. Oder unsere Namen auf den Asphalt malen. Oder mit riesigen Fahnen neben uns her rennen. Oder eben nur mit dem Finger auf der Landkarte unsere Alpenüberquerung verfolgen.

Morgen geht es erstmal per Auto nach Garmisch-Partenkirchen. Dort werden wir uns angesichts heftigen Dauerregens erstmal fragen, worauf wir uns da eingelassen haben usw. Am Sonntag werden wir uns trotzdem aufs Rad schwingen und dann geht es so weiter:

  • 1. Etappe: Garmisch – Imst
  • 2. Etappe: Imst – Pfunds | über die Pillerhöhe
  • 3. Etappe: Pfunds – Laas | mit Abstecher in die Schweiz, ab hier wird es richtig schön und anstrengend
  • 4. Etappe: Vaals – St. Walburg | durchs Vinschgau bei Sonnenschein, sicherlich
  • 5. Etappe: St. Walburg – Val di Sole | übers Rabbi Joch (2451m)
  • 6. Etappe: Val di Sole – Ponte Arche
  • 7. Etappe: Ponte Arche – Torbole

In Torbole gibt es dann lecker Eis. Und Sonne, klar. Und ein Bad im Gardasee. Am nächsten Tag, also dem ersten Sonntag im Juli, geht es wieder zurück Richtung Norden. Aber selbst dann sind die Flitterwochen mit dem Jabba noch nicht vorbei. Bei mir besteht: Vorfreude.

Mal schauen wie regelmäßig ich mich in der nächsten Woche hier melden kann. Hängt von der Internetverbindung ab, wie man sich wahrscheinlich denken kann. Ich werde mein Bestes geben und verbleibe vorerst mit einem:

Ciao

Nebula

Heute war mein erster Urlaubstag. Sozusagen der erste Tag der Flitterwochen mit meinem Jabba. Ist mir heut so eingefallen, ich mag das Bild. Natürlich waren wir zwei unterwegs, auch wenn das Wetter nicht so toll war. Sehr viel Feuchtigkeit war in der Luft. Trübe. Diesig. Fast schon nebulös.

Die Leuchtenburg in dicker Luft

Aufgezeichnet wurde die Tour also auch wieder. Wer genau hinschaut, kann sogar die Pinkelpause erkenne. Viel Spaß beim Suchen. Wenn die Stasi damals schon solche Möglichkeiten gehabt hätte…

Und wieder fehlt ein Stück in der Aufzeichnung. Diesmal aber nicht weil der Akku leer war oder so. Die letzte Stunde der Tour fehlt nur, weil ich Dödel bei der letzten Pause vergaß die Aufzeichnung wieder zu starten. Schön doof. Und ein weiterer Beweis dafür, dass die Leistung des Gehirns rapide abnimmt, je länger man auf dem Rad sitzt. Radfahren macht also nicht impotent (ganz sicher nicht), aber blöde. Mal schauen ob ich nach der nächsten Woche noch meinen Namen kenne. Aber falls nicht, dann war es das auf jeden Fall wert.

Morgen ist erstmal ein Wellness-Tag anberaumt. Nicht für mich, aber fürs Jabba. Ich muss packen, das wird eher anstrengend. Vor allem mit verminderter Hirnleistung.

Gestern habe ich übrigens Mutzbraten gegessen. Sehr lecker. Allerdings war die Portion meiner Ansicht nach recht klein. Okay, ich bin aber auch ein Vielfraß, ich geb es ja zu. Trotzdem, war wohl ein kleiner Mutz, der gebraten wurde. Ein sogenanntes Mützchen. Hihi.

Forced to Love

Die Broken Social Scene, dieses Projekt was so viel mehr als eine Band ist, werkelt ja momentan an einem neuen Album. Und nun ist ein erstes Video mit einem neuen Lied aufgetaucht. Zwar ist die Soundqualität sehr mies, dafür das zu Hörende aber sehr vielversprechend. Finde ich.

http://vimeo.com/5234057
Broken Social Scene @ Courthouse from NOW Magazine on Vimeo.

via Stereogum

Offizielles Bulletin

Herr B., die olle Lusche, musste sich doch tatsächlich wegen der Insektenstiche vom Samstag in ärztliche Behandlung begeben. Daraufhin wurde er mit Pflastern, unter denen sich Salbe befindet, zugepflastert. Es handelt sich immerhin um insgesamt drei Stiche. Außerdem ist er jetzt endlich gegen FSME geimpft. Halbwegs zumindest. Zwei Impfungen fehlen dazu ja noch. Aber immerhin wurde dies endlich mal erledigt.

Nerd News

Da es heute den ganzen Tag geregnet hat, gibt es ausnahmsweise mal keine Radfahrergeschichten. Wobei es halt leider nur laut Wetterbericht geregnet hat. Nahezu pausenlos. In Wirklichkeit gab es zwar viele Wolken hier, geregnet hat es aber maximal 10 Minuten lang. Da ärgert man sich dann eben schon übers Stubenhocken.

Aber dafür heut eben mal was aus der Technik. Ich habe ja jetzt ein iPhone 3G S. Wobei das S bei mir für Saftpack steht. Denn so eines schmückt mein iPhone seit neustem. Das ist nicht anderes als ein Extra-Akku, der sich an das iPhone schmiegt und es gleichzeitig schützt. Klingt fast ein bissel sexuell, oder? Ist aber wirklich eine feine Erfindung, die man hier im Detail sehen kann. Damit hat das iPhone jetzt eben auch genug Power, um meine Touren per GPS aufzeichnen zu können.

Und dann kam ja diese Woche das OS 3.0 raus. Also eine neue Version des Betriebssystems für iPhone und auch iPod touch. Die Installation verlief völlig problemlos. Am nächsten Tag zumindest, als der Aktivierungsserver nicht mehr überlastet war. Was mir allerdings als allererstes auffiel, war die verminderte WIFI-Leistung. Der WLAN-Empfang war schon vorher in meinem Zimmer recht mies, aber plötzlich war er völlig weg. Zum Glück konnte dieses Problem durch Umpositionieren des WLAN-Routers gelöst werden. Ansonsten fiel natürlich auch gleich die Suche ins Auge, die ich persönlich aber eher weniger brauche. Und dann sind da natürlich die Dinge wie copy & paste und MMS-Unterstützung, deren Fehlen bisher eher peinlich war. Sehr positiv aufgefallen ist mir aber der Geschwindigkeitszuwachs beim Browsen. Ich habe ja hier daheim nur das langsame EDGE-Netz zur Verfügung, aber die Seiten laden nun fast doppelt so schnell. Gute Sache. Und jetzt müssen nur noch die Apps nachziehen und so Sachen wie GPS-Aufzeichnungen wenn das Programm im Hintergrund ist, Meldungen bei Geburtstagen usw. implementieren. Erst dann bringt das OS 3.0 ja wirklich was.

Auch neu und auch von Apple ist der Safari 4. Hab ich runtergeladen, installiert, gestaunt und gleich zum Standardbrowser gemacht. Einfach weil er unglaublich schnell ist, deutlich schneller als der Firefox. Und weil er die Webseiten eh schon immer am besten angezeigt hat, das wird jeder bestätigen, der sich mal ein bissel mit Webdesign beschäftigt hat. Dazu kann man sehr bequem die Lesezeichen verwalten, inklusive einer Coverflow-Vorschau wie vom iTunes bekannt. Einen Makel hat das gute Ding allerdings und der ist sehr nervig. In der Rechtschreibprüfung fehlt in der Windowsversion die deutsche Sprache. Hoffentlich wird das bald behoben.

herr-b.de aufm iPhoneUnd übrigens, wahrscheinlich hat es noch niemand bemerkt, aber wenn man mit dem iPhone oder einem iPod touch ansurft, schaut die ganz anders aus. Wie im Bild zu sehen. Da kann man dann drauffassen und rumschieben und so. Herr B. zum Anfassen quasi. Möglich macht dies das WordPress-Plugin WPtouch. Muss man nur installieren und schon ist die eigene Homepage iPhone-fähig. Und man kann natürlich auswählen, ob man dann die Seite in dieser Darstellung oder dem normalen Design sehen will. Schon sehr praktisch, finde ich. Das ist allerdings noch das Standarddesign. Vielleicht, wenn ich mal ganz viel Zeit habe, ändere ich das noch. Wobei das wahrscheinlich eh kaum jemand sehen wird. Aber eben, das kann ich mir ja für den nächsten Regentag vornehmen.

Einen schönen Abend noch euch Technik-Freaks.

Erfolgsmeldung

Aussicht mit Regenfront

Ich habe es heute endlich mal wieder geschafft, einen neuen Aussichtspunkt zu finden. Zu sehen gab es dort allerdings hauptsächlich eine Regenfront, die auf mich zukam. Also schnell ein paar Bilder gemacht und dann über einen gerade mal reifenbreiten Weg durch den Wald geflüchtet. Im Rücken spürbar dabei der Wind, der die Wolken hinter mir her blies. Aber das Jabba und ich hatten es geschafft und wir wurden nicht nass. So muss das sein.

Bei der Flucht durch den Wald und später durch hohes Gras dachte ich auch schon daran, dass mir diese Aktion sicher wieder einen Zeckenstich bescheren würde. So kam es dann prompt auch. Allerdings war die Zecke (bereits die fünfte dieses Jahr, die sich an mir verköstigt hat) groß genug, um sofort erkannt und von Karlie, meiner Zeckenzange (der Name steht da drauf), entfernt zu werden. Nicht entfernen lassen sich aber die eigenartigen Stiche am Bein, die irgendwie unter der Haut sind. Hatte ich noch nie sowas. Kenn ich darum auch nicht. Hoffentlich hat da nicht so eine fiese Fliege o.ä. ihre Eier abgelegt und irgendwann krabbeln Larven aus meinem Bein. Das wäre echt unschön. Dabei wollte ich ja nur in Ruhe telefonieren.

Aufgezeichnet habe ich die Tour auch wieder. Leider fehlt das Ende. Keine Ahnung warum. Dafür hat das GPS fast 800 Höhenmeter mehr gezählt als der Fahrradtacho. Ist wohl ein Hochgebirgs-GPS, das kommt mit den Hügeln hier nicht klar. Mal schauen wie gut es dann in den Alpen funktionukkelt.

wollte am liebsten gar nicht mehr aufhören

Diesen Satz habe ich in meine Trainingsverwaltung geschrieben. Weil war eben wirklich so. Ich hätte noch ewig weiterfahren können, aber es wurde dann auch dunkel und kalt. Leider. Erstaunlich ist dies aber in soweit, dass ich heut Mittag eigentlich so gut wie gar keine Lust auf Radfahren hatte. Das kam dann erst unterwegs. Und sicherlich hatte da dieses eine Telefonat auch einigen Anteil daran, an der Steigerung der Freude. Und natürlich mein wunderbares Jabba, klaro.

Relaxendes Jabba
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