Die Macht von Google und Facebook

Besucherstatistik herr-b.de
Besucherstatistik herr-b.de

Ich war diese Woche zwei Tage ohne DSL-Zugang. Nachdem das überstanden war, folgte die nächste Überraschung. Mehr als 300 Besucher an einem Tag zeigte die Statistik an. Was sehr, sehr ungewöhnlich ist. Zuerst glaubte ich an einen überstandenen SPAM-Angriff. Bei genauerer Untersuchung kam aber heraus, dass fast alle Besuche die gleiche Quelle hatten. Nämlich die Bildersuche von Google, genauer gesagt den dortigen Suchbegriff „Plumps“. Okay, es gab schon immer viele Besuche auf meinem selbstgebasteltem Plumps-Bild. Aber so viele an einem Tag sind krass ungewöhnlich.
Plumps

Die Erklärung für diese eigenartigen Vorgänge musst ich aber gar nicht lange suchen. Irgendwer kam auf die Idee bei Facebook dazu aufzurufen, das Profilbild durch ein Bild eines Kindheitshelden zu ersetzen. Und hunderte Menschen suchten daraufhin bei Google (und anderen Suchmaschinen) nach Plumpsbildern und landeten u.a. auf dieser Seite hier. Und so ging mein Plumps auf Entdeckungsreise durch die virtuelle Welt.

Bemerkenswert finde ich das Ganze, weil eine recht kleine Idee eine so große Welle auslöst. Daran kann man erkennen, wie dominant Facebook mittlerweile ist. Als ich mich da angemeldet habe, war noch alles auf englisch und ich kannte da höchstens eine Handvoll Leute. Aber ich wollte vom StudiKZ weg. Wenn ich schlau und reich gewesen wäre, hätte ich zu dem Zeitpunkt auch Facebook-Aktien gekauft.

Dass Facebook heute DAS soziale Netzwerk ist, scheint unbestreitbar. Dazu kann jeder stehen wie er will. Ich persönlich finde diese Entwicklung gut. Vor ein paar Jahren war das Internet noch sehr einseitig. Man konnte viele Information daraus beziehen, aber selbst etwas ins Internet zu stellen war schlicht zu teuer. Dann kam die Welle der privaten Homepages, die später zu den sogenannten Blogs wurden. Und heute kann jeder Gedanken, Bilder, Videos und anderes Zeugs verbreiten und teilweise bestimmen, wer was sehen darf. Eine Form dieses Gedankenaustausches sind auch die Datenschutzdebatten um ebensolche Techniken. Manchmal wichtig, manchmal einfach nur peinlich. Wer aber ein wirklich sicheres Medium will, bei dem auch der Dümmste sicher ist, soll doch beim Fernsehen bleiben. Da fühlt sich der gemeine RTL-Zuschauer eh viel wohler. Da muss man auch sein Hirn nicht anstrengen.

Und jetzt schnell ins Bett, Sandmännchen ist nämlich schon vorbei.

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