Koalition des Grauens

Die Tigerentenkoalitionsverhandlungen scheinen ja bald abgeschlossen zu werden. Und ich weiß langsam nicht mehr, wie ich auf Nachrichten aus Berlin reagieren soll. Kopfschütteln, Hand vor die Stirn schlagen, höhnisch Lachen, Angstschweiß… alles ohne Erfolg. Ignorieren geht ja auch nicht, schließlich greifen diese Entscheidungen ja direkt ins Leben ein. Schon allein wenn ich heute lese, dass ein Herr de Maizière Innenminister werden soll, wird mir übel. Man muss nur mal den verlinkten Wikipedia-Artikel überfliegen um zu verstehen warum. Die jetzt bekannt gewordenen Pläne für das Gesundheitswesen machen ebenso Angst.

Man möchte sich fast bei jedem FDP-Wähler persönlich bedanken. Nicht nur für die, man entschuldige das Wort, aber ein treffenderes fällt mir nicht ein, Blödheit, die Partei zu wählen, die mit ihrer Politik erst eine Finanzkrise ermöglichte. Um nicht zu sagen, die mit ihrer Einstellung zum Wirtschaftssystem geradezu für diejenigen Mechanismen steht, die zur Weltwirtschaftskrise geführt haben. Nein, jetzt kann man auch dafür danken, dass in unserer obersten Etage der Politik auch wieder ein undurchdringliches und undurchschaubares Netz gesponnen wird. Wer sich nicht mehr dran erinnern kann, wozu sowas schon einmal führte, kann sich gern hier informieren.

Eine fast schon erstaunliche Leistung der FDP ist es, dass sie fast alle Wahlversprechen jetzt schon über den Jordan geschickt haben. So viel sportlichen Ehrgeiz hat nicht jede Partei. Da es aber schon immer so war, dass diese angeblich freie Partei jegliche Freiheit geopfert hat, wenn die Möglichkeit etwas Macht zu bekommen, sollte man aber schon bemerkt haben. Dachte ich zumindest bis zum Wahltag noch.

Es wird wohl Zeit die Auswanderungspläne wieder aus der Schublade zu holen.

Und alle so: Yeah!

Gestern in Hamburg:

Finde ich gut. Klar, ist keine konstruktive Auseinandersetzung mit der Politik. Aber eine angemessene Reaktion auf die Phrasendrescherei in der Politik. Man beachte nur mal, inwiefern Frau Merkel auf die Gegebenheiten eingeht. Nämlich gar nicht. Bleibt nur die Hoffnung, dass all die Yeah-Rufer auch wählen gehen und dabei ihre wertvolle Stimme nicht verschwenden.
Ausgangspunkt für diese Aktion war übrigens eine kleine „Schmiererei“ auf einem Wahlplakat, welche im Internet gelandet ist, nämlich hier.

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