Im Westen nichts Neues

Ich muss ja gestehen, als ich diese Homepage das erste Mal gesehen habe, erwartete ich schon das Schlimmste. Völlig zurecht. Immerhin, etwas positives gibt es. Denn ich habe hier Internet. Aber sonst. Auf der Homepage (wenn man das denn so nennen darf) steht, dass die Zimmer 1996 neu gemacht wurden. Ich vermute in der Angabe aber einen Zahlendreher, das soll sicherlich 1969 heißen. Und wenn nicht, dann ist es trotzdem schon 14 Jahre her. Bin ich froh wenn ich wieder in meiner schönen Wohnung bin.

Außerdem habe ich heute gelernt:

  1. Im Westen sind alle Restaurants Raucherclubs. Man kann dem Gestank nicht entkommen. Mein Zimmer ist leider eindeutig auch ein Raucherzimmer.
  2. Für Autos mit einheimischen Kennzeichen gelten hier ganz andere Regeln.
  3. Der neue Golf ist blöd und unübersichtlich, da ist ja mein Vento tausendmal besser.
  4. Ich weiß nicht wo die Lautstärkeregelung versteckt wurde.
  5. Selbst im ICE sind schon Flaschensammler zu finden.
  6. Im ICE können die Kopfkissen am Sitz auch mal fehlen, dann bekommt man einen steifen Nacken.

stinkende Raucher und rauchende Stinker

Heut hat das Bundesverfassungsgericht beschlossen, dass das Rauchverbot zu viel Verordnung und zu wenig Verbot ist. In manchen Bereichen. Aber darum geht es eigentlich gar nicht, darüber sollen andere diskutieren.

Letzte Woche war ich, wie einige sicher gelesen haben, bei diversen Konzerten. Eines war im Club, mit Rauchverbot. Andere unter freiem Himmel, ohne Rauchverbot. Und ich habe dabei ein paar Beobachtungen gemacht, die ich niemandem vorenthalten will. Weiterlesen stinkende Raucher und rauchende Stinker

Thüringen vs Rauchverbot

Ich wollte ja noch was zum Thema Rauchverbot schreiben, nachdem mein erster Beitrag dazu so ein überwältigendes Echo hervorgerufen hat. Wenn man hier, also in Thüringen unterwegs ist, am nächsten Tag noch stinkt, alle Klamotten entweder sofort waschen oder tagelang auslüften muss, dann ist das sehr frustrierend. Gerade jetzt, wo man weiß, wie es auch sein könnte. Man fing sogar schon an, Mitleid mit jenen, die ohne Glimmstengel nicht auskommen, zu entwickeln. Aber es ist halt auch müßig sich darüber auszulassen.

Was ich allerdings immer wieder einerseits lustig, anderseits aber auch erschreckend finde, sind Sätze wie: „Es riecht jetzt nach Mensch. Das ist ekelhaft.“. Also ehrlich, wenn man Menschengeruch unangenehm findet, dann kann man sich ja gleich eingraben. Man sollte die Duftmoral in dieser Gesellschaft mal überdenken.

Man riecht sich.

Stinker!

Ich finde es ja sehr interessant, dass jetzt, wo das Rauchverbot endlich inkraft getreten ist, immer öfter feststellt wird, welche unangenehmen Gerüche Menschen noch absondern können. Die vorher alle mehr oder weniger vom Tabakqualm überdeckt wurden. Als Sportler ist man da jetzt natürlich im Vorteil, schließlich ist man an Schweißgeruch gewöhnt. Besonders wenn man Mannschaftssport betreibt oder zumindest einem Verein oder einer Trainingsgruppe angehört. Aber nicht alle Menschen sind aktive Sportler und so könnte dies noch sehr unterhaltsame Folgen nach sich ziehen. Auch deswegen, weil der Geruch obendrein für Nähe und Intimität steht. Sehen und Hören kann man über eine große Distanz, dank moderner Technik sogar über eigentlich unmögliche Distanzen. Riechen zum Glück noch nicht.

Als erstes könnten sich die Kosmetikfirmen freuen, weil sie mehr Umsatz mit Deos und ähnlichem machen. Bis man wahrscheinlich niedergeschlagen feststellen wird, dass diese den Geruch nur mehr oder weniger gut überdecken. Und Schwitzen eine ganz normale Sache ist. Und eine besser Lüftung in Clubs, Kneipen usw. mehr bringt.

Vielleicht bemerkt man auch wieder, wie herrliche frische Luft sein kann. Draußen, in der Natur, wie man gern sagt. Was aber dazu führen könnte, dass noch mehr Stadtmenschen mit dem Auto in den Wald fahren, um da 100 Meter zu laufen. Das wäre nicht so schön. Weil die dann beim Radfahren stören.

Am Interessantesten finde ich aber die möglichen Auswirkungen auf das Paarungsverhalten. Es ist jetzt viel schneller feststellbar, ob man jemanden riechen kann oder ob derjenige einem stinkt. Ein Effekt, das lange Zeit vom Qualm überdeckt wurde. Nun muss man sich Menschen also nicht nur schön, sondern auch angenehm riechend trinken. Ob das praktisch möglich ist, weiß ich nicht. Und da unangenehmer Schweißgeruch wohl vor allem in Clubs und Diskotheken, aufgrund des mangelnden Raums zwischen den Körpern, den Bewegungen dieser und anderen Dingen, auf die ich nicht näher eingehen möchte, auftritt, wird hier der Einfluss auf das Paarungsverhalten, respektive die Partnerwahl, am Größten sein. Wobei diese Orte aber auch nicht für diese Zwecke geeignet sind, wie jeder weiß. Man darf aber gespannt auf die weitere Entwicklung und die Auswirkungen auf die gesamte Gesellschaft sein. Man sollte das unbedingt im Augen behalten. Und der Nase natürlich.

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