Diese TransAlp war etwas anders als die bisherigen. Erstens kannte ich die Mitfahrer schon vorher, bis auf eine Ausnahme. Und zweitens war unsere Gruppe mit vier Bikern plus einem Guide angenehm klein. Dass es menschlich passen würde, war vorher demnach schon klar. Zudem wusste ich, dass eine Tour mit Markus immer wunderbare und superfeine Trails parat hält. Und diese Erfahrung wurde wieder vollstens bewiesen.

Die Daten

  • 1. Etappe: 41,00 km | 985 hm auf | 1.335 hm ab | 3:02:33 h Fahrzeit
  • 2. Etappe: 40,32 km | 1.330 hm auf | 1.875 hm ab | 3:05:43 h Fahrzeit
  • 3. Etappe: 26,58 km | 979 hm auf | 1.815 hm ab | 2:32:02 h Fahrzeit
  • 4. Etappe: 39,85 km | 1.618 hm auf | 1.209 hm ab | 3:48:51 h Fahrzeit
  • 5. Etappe: 98,15 km | 872 hm auf | 2.428 hm ab | 5:37:39 h Fahrzeit

Gesamt: 245,9 km mit 5.784 hm auf und 8.662 hm ab

1. Etappe | Schwarzenberg – Sarnen


Beim Wettergott haben wir das schlechte Wetter für den Beginn der Woche bestellt. Deswegen starteten wir im Nebel und Regen Richtung Pilatus. Ebenjener Pilatus spielte dann ein lustiges Spiel mit uns und ließ es immer wieder mal kurz regnen. Sobald wir unsere Regenjacken angelegt hatten, stoppte der Regen. Und wenn wir sie wieder ablegten, setzte wieder ein Schauer ein. Immerhin wurde so niemanden langweilig. Die Aussicht auf Luzern und den Vierwaldstätter See war nicht ganz so beeindruckend wie bei schönem Wetter, aber tausendmal besser als die „Schöne Aussicht“ über Düsseldorf. Die Abfahrt beinhaltete noch einen feinen und anspruchsvollen Trail und so hatten wir einen feinen Start in unsere Bikewoche.

2. Etappe | Sarnen – Engelberg


Heute ging es hinauf in die Höhe, zuerst im Nebel, bis dann auf 2.000 Meter Höhe am Melchsee die Sonne den Nebel wegleckte. Und so präsentierte sich auf dem Weg zur Tannalp und der Engstlenalp eine wunderschöne Landschaft. Und wunderbare Ausblicke in die umliegende Bergwelt. Nachdem die zwei Rastpausen erfolgreich absolviert wurden, ging es ab auf den Freeride-Trail inklusive Murmeltiersichtung von der Bergbahn aus. Die Abfahrten waren dank wieder aufziehenden Nebels nicht ganz einfach, aber lustig. Es folgte eine sehr lange und abwechslungsreiche Abfahrt hinunter nach Engelberg.

3. Etappe | Engelberg – Andermatt


Heute war ein Wandertag angesagt, rüber über den Surenenpass. Zunächst kurbelte es sich aber noch angenehm hinauf und mit einer kleinen Bergbahn ging es hoch zur Fürenalp. Ab da wurde das Gelände rauer und nach der Mittagsrast auf der Blackenalp war dann Fahrrad schieben angesagt. Einige, also ich, mussten dann auch bergab vom Surenenpass schieben. Weil die Fahrtechnik für das anspruchsvolle Gelände nicht ausreichte. Schön war es aber trotzdem. Irgendwann war es auch überstanden und wir fuhren mit dem Zug von Erstfeld nach Andermatt.

4. Etappe | Andermatt – Ritom


Das Wetter wurde wie beim Wettergott bestellt von Tag zu Tag besser. Und so fuhren wir bei wunderbaren Sonnenschein über den Gotthard-Pass. Der Anstieg war weniger spektakulär, aber immerhin waren wir die Attraktion des Tages für die Kuhherde. Oben auf dem Pass war zum Glück weniger Trubel als befürchtet und es gab leckeres Essen. Danach ging noch ein gutes Stück bergauf, um dann auf einem wunderbaren Trail ins Tal zu sausen. Die Glücksmomente mussten dann in Energie umgewandelt werden, denn es waren bei brütender Hitze noch 700 Höhenmeter am Stück zu überwinden. Oben wartete dann ein Bett in großartiger Landschaft und herrlicher Ruhe auf uns.

5. Etappe | Ritom – Locarno


Die letzte Etappe war die deutlich längste. Zunächst ging es vom Ritom-Stausee noch weiter hinauf durch hochalpine Landschaft. Inklusive Kuhtrieb, Murmeltiersichtung und Schiebepassagen. Mit 2.376 Meter Höhe war der Passo Sole der letzte und höchste Pass unserer Tour. Danach ging es mehr oder weniger nur noch bergab. Auf wunderbaren und nicht ganz einfachen Trails, durch wunderschönen Tessiner Wald. Ein grandioser Abschluss. Zum Ende standen noch ein paar Flachkilometer an, aber auch die wurden überstanden und wir konnten unsere Ankunft in Locarno feiern. Und auf die zurückliegenden fünf Etappen mit besten Trails und vielen Glücksmomenten anstoßen.