Doing nothing is art.

Instrument in Köln
Der Titel oben ist ein Satz, der ein T-Shirt ziert, welches ich letzte Woche käuflich erworben habe. Nämlich beim Konzert von Instrument in Köln. Instrument ist quasi die Nachfolgeband von Cosmic Casino. Mehr oder weniger. Allein deswegen war es ein wichtiger Termin für mich. Aber auch weil das neue Album so großartig geworden ist und ich es unbedingt live erleben wollte. Die ganze Vorfreude wurde nicht enttäuscht und wer mag, kann gern in meinen Bericht bei Mainstage alles nachlesen. Nur eine Sache habe ich da nicht erwähnt, nämlich die Anzahl an Konzertbesuchern. Diese war, wie auch beim Cosmic Casino-Konzert im Prime Club, irgendwo zwischen geschätzten 25 und 30 Leuten. Die zwar, bis auf zwei Ausnahmen (Schnattertanten, die sich die ganze Zeit lautstark unterhalten mussten), aufmerksam zuhörten und Gefallen an der Musik fanden. Aber die Energie fehlte. Ich hoffe die anderen Konzerte der Tour wurden und werden besser besucht und es sind solche Abende dabei, wo die Energie von der Bühne ins Publikum fließt und wieder zurück gegeben wird. Denn das hat diese grundsympathische und grandios spielende Band einfach verdient.

offene Antwort

Rich hat mir eine erste Antwort auf meinen offenen Brief geschrieben und mich gebeten, ein paar Dinge weiterzugeben. Was ich natürlich sehr gern tue. Erstens ist er gerührt und überwältigt von all den vielen Mails, Eintragungen bei Myspace und den Dingen, die da kamen.

Antworten von mir kommen, dauert aber noch ein bissl.

Es braucht einfach noch ein wenig Zeit zum Nachdenken, ich denke das kann jeder verstehen.

Zweitens und auch wichtig und sehr erfreulich:

Missverständnis bei vielen auch: ich werde weiterhin Musik schreiben, Texte schreiben. Das ist mein Leben! Aber ich will erstmal auf keiner Bühne stehen. Dafür aber davor, und sicher auch beim Cosmic-Comeback Konzert mit neuem Sänger.

offener Brief

Lieber Rich,

nun ist diese Entscheidung also doch gefallen. Leider. Ich weiß noch wie ich im April nach Nürnberg gefahren bin, voll Anspannung wie es nun werden würde ohne Mess. Und noch immer reichlich bepackt mit der Angst vor einem Ende der Band, die aufkam, als der Ausstieg von Mess bekannt wurde. Denn ich wusste genau, diese Band würde mir sehr fehlen. Aber dann hast du mir nach dem Konzert von den neuen Liedern vorgeschwärmt, hast mir von euren vielen Plänen erzählt. Und ich bin daraufhin unendlich erleichtert nach Hause gefahren. Weil ich mir sicher war, dass diese Band noch lange nicht tot ist. Genau das habe ich wohl auch damals in dem Konzertbericht geschrieben. Und jetzt?

Und dabei hattest du völlig Recht. Die neuen Sachen, zumindest die, die ich kenne, sind Wahnsinn. Und ich habe mich so sehr auf das neue Album gefreut. Und habe schon Pläne geschmiedet. Ich wollte irgendwas tun, um euch nach vorn zu bringen. Ganz ehrlich. Klar sind meine Möglichkeiten da sehr begrenzt. Ich wollte dieses Street-Team endlich auf die Beine stellen. Es wäre mir ein echtes Bedürfnis gewesen, von tiefstem Herzen heraus. Eben damit ihr euch nicht mehr vor 5 bis 20 Leuten zum Affen machen müsst. Weil ihr und eure Musik dies nicht verdient. Meiner Meinung nach.

Aber trotzdem kann ich dich verstehen. Mir hat das Herz geblutet, als ihr in Erfurt vor acht Menschen gespielt habt. Oder in Köln vor knapp 20. Und wie muss sich das dann erst für dich anfühlen? Das will ich lieber nicht wissen. Wie gern hätte ich jedesmal so eine Sause erlebt wie auf dem SORF 2005. War aber nicht so. Woran es letztendlich lag, ich weiß es nicht. Ich habe es auch nie verstanden.

Was ich aber sehr genau weiß, für mich hat Cosmic Casino mit deinem Ausstieg sein Gesicht verloren. Ich weiß nicht wie es jetzt weiter gehen wird, aber es wird auf alle Fälle ein neues Kapitel begonnen. Ich bleibe aber noch ein wenig beim alten und möchte dir für alles danken. Erstmal für die Musik, für den black sheep- und den well-intentioned man, die mir letztes Jahr durch diese mehr als unschöne Zeit geholfen haben. Ich zähle lieber nicht weiter auf, denn nahezu jedes Lied hat eine besondere Bedeutung für mich. Danke dafür. Danke auch für die tollen Konzerte, die ich erleben durfte. Ob das nun vor acht oder dreihundert Menschen war, jedes wird mir in Erinnerung bleiben (zumindest bis der Alzheimer kommt). Und Danke für all die lieben Dinge. Dafür dass ich in Köln beim Soundcheck stören durfte, dass du mir den Weg zum Lamm gezeigt hast und, und, und. Du bist einer der nettesten Menschen, die ich kenne. Ehrlich.

Danke.

Danny

Probehören Teil 2

Die wunderbaren Cosmic Casino basteln ja bekanntlich gerade am neuen Album. Nun hat man sich dazu entschlossen einen der Songs bei MySpace dem geneigten Hörer zugänglich machen. Es handelt sich dabei um das Lied „summer kids“, welchen mir persönlich schon beim Auftritt in Augsburg sehr gefallen hat. Also bitte hier mal reinhören und toll finden.

Desweitern gibt es ebenfalls bei MySpace „solo morasso“ von den Bolzplatz Heroes zum runterladen und immer wieder anhören. Für Umme. Super Angebot. Zugreifen!

black sheep

Hallo liebe Freunde der zeitgenössischen Rockmusik,

ich habe einen Konzertbericht geschrieben, mal wieder. Denn ich war am Wochenende ja in Augsburg, wo The Andrew Woods im schwarzen Schaf ein Konzert gegeben haben. Wer wissen will, wie verdammt gut Cosmic Casino wirklich waren, was die Vorband Missent to Denmark so veranstaltet hat, wieso das Seattle Soundsystem Lügen auf T-Shirts propagiert, der klicke bitte hier.

Bilder habe ich zwar auch einige wenige gemacht, aber mich doch entschieden, diese nicht zu veröffentlichen. Weil man sieht halt einfach fast nichts darauf. Wer trotzdem Bilder von diesem Konzert sehen will, der schaue beim Scissabob vorbei. Er hat wirklich großartige Fotos geschossen, trotz sehr schlechter Lichtverhältnisse.

mit besten Grüßen,
der Herr B.

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