Ein Sonntagabend in den Bergen

Ein Esel ist draußen, der andere schaut schon aus dem Stall heraus.
Ein Esel ist draußen, der andere schaut schon aus dem Stall heraus.
Der lächelnde Esel.
Der lächelnde Esel.

Gestern zog es mich mal wieder Richtung Riggisberg, die Esel besuchen. Dort stand einer der Esel auf der Weide als ich ankam und es dauerte nicht lange, bis die anderen beiden auch aus dem Stall kamen. Ein paar Minuten später wurde ich belagert und angebettelt. Ich nutze die Pause neben der Eselfotographie für die weitere Tourplanung, denn eine Plan hatte ich mir nicht gemacht. Und da die Berge einladend aussahen und meine Beine sich noch gut anfühlten, machte ich mich auf Richtung Gurnigel. Dorthin, wo Anfang April noch meterhoher Schnee lag. Mit über 2’000 Höhenmetern in den Beinen, die mittlerweile nicht mehr so frisch, dafür von Krämpfen durchzogen, waren, kam ich oben an. Und konnte die Strapazen mit einer wunderschönen Aussicht im warmen Abendsonnenlicht ausgleichen. Aber nur unter Zeitdruck, denn irgendwie musste ich bis Sonnenuntergang den nächsten Bahnhof erreichen. Was mir dann auch knapp noch gelang.

Der Gantrisch in der Abendsonne.
Der Gantrisch in der Abendsonne.
Abfahrt der untergehenden Sonne entgegen.
Abfahrt der untergehenden Sonne entgegen.

Tour zum Gantrischseeli

Am Sonntag schleppte ich meinen von der Pollenallergie geplagten Körper Richtung Alpen, um den dritten Geburtstag des Bisons endlich nachzuholen. Aus diesem Anlass wollte ich dem Bison endlich wieder ein bisschen Höhenluft zu Gemüte führen. Und so fuhren wir einfach mal der Gürbe entlang, 1’000 Höhenmeter hinauf, bis die Gürbe nur noch ein kleiner Wasserlauf… » Galerie anschauen

Erweiterung des Fuhrparks

Das neue Bike auf dem Ulmizer.
Das neue Bike auf dem Ulmizer.
Da mein erstes 29er Bike, der Dottore, wieder zurück nach Deutschland gegangen ist und dort bei meinem Bruder ein Zuhause gefunden hat, war es an der Zeit ein Brüderchen für das Bison zu finden.

Es sollte ein weniger bulliges Bike werden, der Rahmen sollte aus Alu sein und ich wollte so viele Teile wie möglich mit dem Bison tauschen können bzw. vorhandene Teile sollten verwendet werden. Lange hatte ich überlegt, ob es wieder ein Fully werden sollte. Aber letztendlich wurde es ein Hardtail, weil es auch bei Schmuddelwetter weniger Pflege benötigt. Und leichter ist. Leichtigkeit liegt dem neuen Bike nun auch im Blut. Das Niner Air 9, auch Luftikus genannt, ist im Vergleich zum Bison federleicht. Perfekt für schnelle Kletterrunden auf den Gurten oder Ulmitzberg. Aber bevor diese Tour gestern zum ersten Mal absolviert werden konnte, musste das Bike aufgebaut werden. Weil das so viel Spaß macht, hab ich es diesmal komplett selbst übernommen. Erfolgreich, immerhin ist der Luftikus bei den ersten 50 Kilometern nicht wieder auseinander gefallen.

Bremsen und Antrieb machen den Anfang.
Bremsen und Antrieb machen den Anfang.
Die Einzelteile warten auf den Rahmen.
Die Einzelteile warten auf den Rahmen.
Der schöne Rahmen frisch ausgepackt.
Der schöne Rahmen frisch ausgepackt.
Der Aufbau beginnt.
Der Aufbau beginnt.
Pedal damn it.
Pedal damn it.
Federleicht und wunderschön.
Federleicht und wunderschön.
Ausblick genießen auf der Premierentour.
Ausblick genießen auf der Premierentour.

Tour auf den Nünenenberg

Die Berge verstecken sich in den Wolken.
Die Berge verstecken sich in den Wolken.
Der Herbst hält langsam aber sicher Einzug und somit werden die Tage, an denen man noch mit dem Bike in den Bergen unterwegs sein kann, knapp und knapper. Deswegen nutzte ich heute den sonnigen Nachmittag für einen Ausflug ins Gantrisch-Gebiet. Wobei sich die Berge anfangs noch in den Wolken versteckten.

Der Herbst zeichnet erste Farbtupfer in den Bergwald.
Der Herbst zeichnet erste Farbtupfer in den Bergwald.

Ausblick auf den Gantrisch mit Nebelfetzen überall.
Ausblick auf den Gantrisch mit Nebelfetzen überall.
Ab und zu konnte man die Berge aber erahnen und somit die Wand, die sich vor einem auftat. Aber sie wurde bezwungen und nach langer und kraftraubender Kletterei stand ich direkt vor dem Gantrisch. Bei etwas über 1’700 Meter Höhe war der höchste Punkt erreicht und es ging auf steilen Wegen hinab.

Ein Stück blauer Himmel über den Bergen.
Ein Stück blauer Himmel über den Bergen.
Die braune Spur vorn links auf diesem Bild, das war der Weg.

Grandiose Aussicht auf Thunersee und schneebedeckte Bergriesen.
Grandiose Aussicht auf Thunersee und schneebedeckte Bergriesen.
An einer Stelle war dann plötzlich der Thunersee und die Bergriesen des Berner Oberlandes zu sehen. Was für ein großartiger Anblick. Herbstlicher Wald, blauer See mit weißen Segelboot-Punkten und dahinter die schneebedeckten Berge.

Der Fallbach-Wasserfall.
Der Fallbach-Wasserfall.
Zum Ende der steilen Abfahrt hatte es noch ein Highlight parat, denn da rauschte ein Wasserfall. Der Fallbach fällt da herab.

Bikewoche im Unterengadin

Dieses Jahr nutzte ich meine Ferien mal nicht für eine Alpenüberquerung, sondern um die schöne Schweiz besser kennenzulernen. Deswegen verweilten das Bison und ich in der letzten Woche im schönen Unterengadin. Zur Bikewoche, wieder mit Markus von Viva Trail, weil das feine Touren mit besten Trails garantiert. Ausgangsort war Ftan, oberhalb von Scuol. Fünf feine, abwechslungsreiche Touren nahmen wir von Montag bis Freitag erfolgreich in Angriff.

Montag – Zur Murtera Dadoura

Eine Bank mit Ausblick auf Ardez.
Eine Bank mit Ausblick auf Ardez.
Die letzten Tage hielt der Herbst Einzug und brachte Schnee ins Unterengadin. Aber zum Start unserer Tour erwärmten die Sonnenstrahlen bereits die kalte Luft.

Anstrengender Anstieg mit Aussicht.
Anstrengender Anstieg mit Aussicht.
Nach ein paar Kilometern auf gleicher Höhe ging es ab Ardez hinauf. Einige steile Rampen mussten überwunden werden, bis die Murtera Dadoura erreicht war.

Murtera Dadoura auf 2'142 Meter Höhe.
Murtera Dadoura auf 2’142 Meter Höhe.
Die Aussicht auf die Berge mit ihren gezuckerten Gipfeln ringsum war all die Mühe wert.

Ausblick von der Murtera Dadoura.
Ausblick von der Murtera Dadoura.
Hinab ging es über Weide- und Wald-Trails höchster Qualität.

Slalomparcour um die Kuhfladen.
Slalomparcour um die Kuhfladen.
Es hatte aber auch Abschnitte ohne Kuhfladen. Sehr viele sogar. Zum Abschluss gab es noch den Trail von Ftan hinab nach Scuol, der in den nächsten Tagen zum Standardprogramm wurde.

Dienstag – Motta Naluns-Sent-Scuol

Ftan versteckt im Nebel.
Ftan versteckt im Nebel.
Der zweite Tag begann mit viel Nebel und ein paar Regentropfen. Aber da es eh zunächst hinauf nach Motta Naluns ging, war das nicht weiter schlimm.

Aussicht in der Wolkenlücke.
Aussicht in der Wolkenlücke.
Trail durch die nasse Bergwelt.
Trail durch die nasse Bergwelt.
In der Höhe war es allerdings auch noch sehr nass und so ging es über nicht ganz einfach Wege inklusive Hängebrücke Richtung Osten und dann hinab nach Sent. Nach der Mittagspause und einer weiteren Abfahrt erreichten wir unten im Tal den Inn und plötzlich war sie da, die Sonne.

Sonne und schöne Natur am Inn.
Sonne und schöne Natur am Inn.
Und die Sonne blieb dann auch für den Rest des Tages.

Mittwoch – In das Val Plavna

Kurz vor der Alp Laisch (1'805 m Höhe).
Kurz vor der Alp Laisch (1’805 m Höhe).
Diesmal ging es auf der südliche Talseite in die Höhe, auf einem kräftezerrenden Anstieg zunächst zur Alp Laisch. Ein zufällig vorbeikommender Biker empfahl uns dann, unbedingt noch weiter das Tal hinauf zu fahren.

Ein Bach aus Steinen.
Ein Bach aus Steinen.
Biker in der Geröllhalde.
Biker in der Geröllhalde.
Dieser Ausflug war sehr beeindruckend, denn die Natur hat eine imposante Geröllhalde geschaffen. Eine sehr spezielle und sehr eindrückliche Landschaft bot sich uns dar.

Gruppenbild vor dem Schloss Tarasp.
Gruppenbild vor dem Schloss Tarasp.
Hinab ging es auf schnellen Trails, bis wieder das Schloss Tarasp vor uns lag.

Schloss Tarasp mit Ftan im Hintergrund.
Schloss Tarasp mit Ftan im Hintergrund.
Schloss Tarasp von der anderen Seite und Regen am rechten Bildrand.
Schloss Tarasp von der anderen Seite und Regen am rechten Bildrand.
Über Scuol ging es wieder hinauf nach Ftan, entweder mit der Bahn oder mit dem Bike.

Donnerstag – In das Val Sinestra

Die Kirche in Scuol.
Die Kirche in Scuol.
Hinab nach Scuol und weiter nach Sent führte zunächst unser Weg. Und von da an immer bergauf ins idyllische Val Sinestra.

Im Val Sinestra.
Im Val Sinestra.
Sehr idyllisch war auch der Ort unserer Mittagsrast, ein Hof names Zuort. Zum Dessert gab es noch ein paar Trails, bis es am Inn entlang wieder nach Scuol und hinauf nach Ftan ging.

Freitag – Alp Clünas-Alp Laret

Sammelpunkt im morgendlichen Anstieg.
Sammelpunkt im morgendlichen Anstieg.
Zum Abschluss der Woche ging es hinauf ins Hochalpine. Und das bei bestem Wetter.

Wegweiser in der Morgensonne.
Wegweiser in der Morgensonne.
Auf knapp über 2’500 Meter Höhe kletterten wir und trafen dazu auf der Alp Clünas hochalpine Rinder.

Rinder, Wanderer und Biker an der Alp Clünas.
Rinder, Wanderer und Biker an der Alp Clünas.
Bison auf fast 2'500 Meter Höhe.
Bison auf fast 2’500 Meter Höhe.
Nach den weltgrössten Portionen leckersten Kaiserschmarrn auf der Alp Laret gab es mindestens ebenso leckere Trails. Ein wahrer Hochgenuss.

Zwischen Alp Laret und Alp Valmala.
Zwischen Alp Laret und Alp Valmala.
Der leckere Trail.
Der leckere Trail.
Richtig flowig und extrem spassig wurde dann die Abfahrt von der Alp Valmala.

An der Alp Valmala (1'979 Meter Höhe).
An der Alp Valmala (1’979 Meter Höhe).
Voll mit Glückshormonen und einem fetten Grinsen im Gesicht ging es dann auf den Weg zurück nach Ftan.

Mein persönliches Highlight war die Tour am Freitag. Die Mischung aus der besonderen Natur und Stimmung im Hochalpinen und den grandiosen Trails war Weltklasse. Dazu kam noch bestes Wetter. Aber auch die anderen Touren waren ausnahmslos großartig. Und auch wenn es nasse und nebelverhangene Stunden hatte, war das Wetter zum größten Teil auf unserer Seite. Immerhin musste wir keinen einzigen Meter im Schnee fahren. Und das hätte am Sonntag wohl noch niemand geglaubt.

Einen Dank möchte ich an dieser Stelle noch an das Bison aussprechen, weil es das beste Bike der Welt ist. Und mich nie im Stich gelassen hat. Und überhaupt all die Herausforderungen auf den technischen Trails viel besser meistert als ich.

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