Formaufbau

Nach viel zu langer Pause bin ich endlich mal wieder sieben Tage am Stück Rad gefahren. Also nicht durchgängig, sondern an jedem Tag mal. Verstehste? Heute zum Abschluss eine richtig schöne Tour mit dem Jabba. Über Stock und Stein. Wobei mehr Stock als Stein, weil in den Wäldern hier muss unbedingt mal aufgeräumt werden. Was… » Galerie anschauen

Energieproblematik

So, wenn ich morgen im Büro wieder gefragt werde, wo ich mich am Wochenende rumgetrieben habe, muss ich nicht wieder ewig lange überlegen, um eine Antwort zu finden. Weil ich mich nämlich hab überwachen lassen. Und so schaut das aus:

Okay, wie man unschwer erkennen kann, hat der Akku vom iPhone nicht durchgehalten. Der erste Unterbruch war die Meldung, dass der Akku nur noch zu 20 Prozent voll ist. Beim zweiten waren es nur noch 10%, dann habe ich die Aufzeichnung beendet. Schade eigentlich, aber ich hoffe mit der OS 3.0 hat sich dieses Problem dann erledigt und die Aufzeichnung läuft dann auch, wenn die Anwendung nicht im Display und im Vordergrund ist. Das frisst leider extrem viel Energie.

Gut erkennen kann man ebenfalls, wie ich anfangs auf der Suche nach neuen Wegen in die ein oder andere Sackgasse geraten bin. Und einige nicht nachvollziehbare Schleifen gefahren bin. Aber bei mir ist eben der Weg das Ziel.

Fotos habe ich auch gemacht, ein paar gibt es bei der Trackseite zu sehen. Die sind aber nicht schön, weil unbearbeitet vom iPhone. Aber ich habe noch andere. Die letzten drei entstanden alle vom selben Ort aus. Einfach deswegen, weil ich auf dieser Bank saß und mich nicht mehr bewegen konnte und wollte. Da war mein Akku nämlich auch leer.

Grün mit Gelb und blauem Himmel
Grün mit Gelb und blauem Himmel
Grün und Blau mit Wolken
Grün und Blau mit Wolken
Wäldchen
Wäldchen
Weiße Möhre
Weiße Möhre

Der Hornissenberg

Wo ich mich an einem Tag wie heute aufhalte, ist ja sicher klar. Die weiße Möhre und ich, wir haben dann auch heute so einiges erlebt. Eine Gruppe Hirsche haben wir gesehen. Richtige Hirsche, mit sehr großem Geweih. Und zwar genau an der Stelle, wo man noch immer dabei ist den Wald zu asphaltieren. Sehr… » Galerie anschauen

Wo sich Fuchs und Hase Gute Nacht sagen

Heute habe ich die Tour de France mal Tour de France sein lassen. Denn da gab es eh nichts zu sehen, bis auf ausgebrannte Autos. Und die Fahrer schienen das heute auch nicht so ernst zu nehmen. Hat man sich aber auch mal verdient. Und es war eh klar, dass der Bursche Cavendish gewinnen würde. Zurecht. Jedenfalls war ich mir dessen bald sicher. Deswegen habe ich mich lieber selbst aufs Rad gesetzt.

Das Wetter war dabei das totale Gegenteil von dem zuvor im TV gesehenen. Dort Hitze und strahlender Sonnenschein, hier unter 20°C, stark bewölkt und relativ kühler Wind. Ich liebe dieses Wetter ja, zumindest zum Radfahren. Und die Felder können ja selbst bei solchen Bedingung golden leuchten.

Goldenes Feld mit Kugeln drauf.

Es wurde dann aber auch schon dunkel, war ja auch schon spät. Deswegen kommen auch gleich die Fabelgeschichten, aber erst noch ein Bild.

Ein Blick zurück, gleicher Standpunkt wie das Feldbild.

Dann also zu den Tieren. Wenn man so spät unterwegs ist, begegnet man diesen häufiger. Hasen gab es gleich zwei. Der erste war schön, mit langen Ohren. Der zweite war so groß wie ein Kalb, unglaublich. Füchse gab es auch zwei, aber gleichzeitig. Die waren noch sehr jung und tollten auf dem Weg rum. Als sie mich bemerken, rannten sie sofort weg. Der eine nach links, der andere nach rechts. Hoffentlich haben die sich dann wiedergefunden. Mufflons habe ich auch gesehen, zum ersten Mal in meinem Leben. Also zum ersten Mal hier. Ich wusste zwar schon immer, dass es die hier in einem sehr begrenzten Gebiet gibt, aber gesehen habe ich die nie. Bis heute.

Die schönste Begegnung war aber die mit dem Jungen im Rollstuhl, der mich freundlich gegrüßt hat und über meine Antwort sehr erfreut war. Sowas passiert einem als Radfahrer zum Glück auch immer mal wieder.

Radtour

1. Szene

Alles noch lustig. Ich komme oben auf dem Helenenstein an und werde von diesem Vogel begrüßt:

Pinguin am Helenenstein

2. Szene

Auf der Straße vor mir sitzt plötzlich ein Vogel. Ein echter. Ich sehe ihn erst sehr spät und dreh dann wieder um. Der kann ja da nicht sitzen bleiben, sonst fährt ihn das nächste Auto platt. Der Vogel sitzt da mit geschlossenen Augen, reckt den Schnabel in die Höhe und atmet ganz schnell. Das sieht nicht gesund aus. Aber ich weiß ja von meinem Wellensittich R.I.P., dass Vögel nicht schwitzen können. Und deswegen so die Temperatur ausgleichen müssen. Der Vogel reagiert aber nicht und bleibt so sitzen. Also heb ich den hoch und will ihn neben die Straße setzen. Der krallt sich aber mit aller Kraft im Asphalt fest. Und fliegt dann doch weg, etwas kraftlos, aber immerhin. Ich hoffe es geht dir gut, kleiner Vogel.

3. Szene

Ich quäle mich diesen Berg hoch. Schotterpiste auf einer Trasse durch den Wald, damals angelegt für die Erdgasleitung. Ich bin total am Ende, die Muskeln in den Beinen verkrampfen und alles schmerzt. Oben angekommen dann folgendes Bild:

Sonnenstrahlen

4. Szene

Ich weiß nicht mehr wo ich bin, obwohl ich die Wege blind abfahren könnte. Ich bin nur noch eine Maschine. Ich trete und trete völlig monoton in die Pedale, jeder Muskel schmerzt, ich habe absolut keine Energie mehr. Von außen habe ich wohl einen leeren Blick, von inne sehe ich alles nur noch verschwommen. Ich nehme nichts mehr richtig wahr. Mein Kopf ist total leer und wenn ich doch was denke, dann nur an den Hunger. Dabei bin ich gerade mal anderthalb Stunden unterwegs. Und werde noch mehr als eine Stunde so weiter fahren, weil ich im Zustand völliger geistiger Umnachtung den direkten Weg nach Hause nicht mehr folgen kann und irgendwo falsch abbiegen werde.

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