Chance verpasst

Das wäre mein großer Durchbruch, dank youtube, myvideo und was weiß ich was, geworden. Man stelle sich folgendes vor: ich hänge gerade Wäsche auf (Falls man sich sowas vorstellen kann. Ich mach sowas aber wirklich regelmäßig.). Greife mir eine Wäscheklammer und will eine Socke aufhängen. Ich führe meine Hand mit der Klammer zur Wäscheleine, aber stecke die Klammer nicht richtig auf die Leine drauf. Plötzlich springt die Klammer im hohen Bogen von der Leine wieder ab, mir an den Kopf und von da legt sie eine Punktlandung direkt ins Klammerkörbchen hin. Wahnsinn, das hätte man sehen müssen. Hat aber keiner, außer mir. Schade.

Nachrichten

Heute wurde last.fm für 280 Millionen Dollar verkauft. Ich werde wohl mal nach einen Anteil für mich nachfragen, schließlich habe ich das erst in Sportfreundefan-Kreisen bekannt gemacht und so den Weg zum Erfolg in Deutschland geebnet. Ein paar Millionen sollten da für mich schon drin sein.

ARD und ZDF möchten vielleicht ab 2009 die Tour de France nicht mehr übertragen. Liebe Herren von diesen Sendern, bitte, tut euch keinen Zwang an. Kein halbwegs normaler Mensch erträgt den Kommentar bei euch länger als 10 Minuten.
Und man will ab sofort keine Ex-Radprofis als Co-Kommentatoren mehr beschäftigen. Die könnten ja was mit Doping zu tun gehabt haben. Ich habe sehr gelacht als ich das gelesen habe.

Dann hat sich heute wieder ein Gerücht bestätigt. Bei Produkten von IKEA fehlen wirklich manchmal die Schrauben. Wer hätte es gedacht.

Und zuletzt noch der heißeste Anwärter auf den Titel „Soundtrack des Sommers 2007“:
Shout Out Louds-Our Ill Wills

Geschichte eines Bahnreisenden

Da habe ich ja gestern eine Geschichte gehört. Von einem Bahnreisenden, nennen wir ihn mal B., wie halt Bahnreisender.

Der B. war in der fiktiven Stadt Nürnberg und wollte in der Nacht wieder zurück in die Nähe der fiktiven Stadt Jena fahren. Was kein Problem ist, weil da ein Nachtzug verkehrt und mit dem ist B. auch schonmal gefahren und da hat alles super geklappt. Das Problem mit den Nachtzügen ist nur, dass die reservierungspflichtig sind. Naja, aber so schlimm ist das ja nun eigentlich auch nicht. Oder doch?

B. begab sich also frohen Mutes zum Fahrscheinautomaten, aber da passierte es. Just in dem Moment lief die Frist für die Reservierungen ab, genau 6 Stunden bevor der Zug im Bahnhof eintreffen sollte. Also ging B. zum Bahnschalter, aber die nette Frau dort konnte ihn genauso wenig leiden wie der Automat. Was aber am unglaublich gut durchdachten Buchungssystem der Deutschen Bahn liegt. Aber das sei alles kein Problem, B. solle sich einfach rechtzeitig am Bahnsteig einfinden und sich dann beim Schaffner melden. Der könne ihm dann auch einen Fahrschein verkaufen.

Also war B. pünktlich um viertel 2 in der Nacht am Bahnsteig. Dort fand er sogar Leidensgenossen. Ein Ehepaar aus Jena, ebenfalls ohne Reservierung, weil ihr Flug aus Kenia Verspätung hatte. Der Zug kam an und das Abenteuer begann. Denn die österreichische Zugbegleiterin erklärte dann, dass dieser Zug ein Privatzug sei und eine Reservierung einfach mal 19 Euro koste. Soviel wie die normal Fahrt B. gekostet hätte, mit einem Zug der Deutschen Bahn. Und einen Fahrschein könne sie auch nicht verkaufen, weil das ja ein Privatzug sei und da andere Regeln gelten. Man solle sich doch einen Fahrschein am Automaten holen, was natürlich aufgrund des Buchungssystems seit 6 Stunden nicht mehr möglich war. Ansonsten würde ein Fahrschein 99 Euro kosten, also fünfmal so viel wie B. für eine normale Fahrt hätte bezahlen müssen. Aber man solle erstmal einsteigen und dann würde man das klären. Es wäre nämlich noch eine deutsche Zugbegleiterin im Zug, bei der man wohl einen Fahrschein zum normalen Tarif kaufen könne.

Nun gut, B. lag schon halb schlafend im Abteil, da kamen beide Zugbegleiterinnen. Plötzlich hieß es, die deutsche von beiden hätte kein Buchungsgerät dabei und könne deswegen keinen Fahrschein verkaufen. Also solle B. doch bitte 99 Euro bezahlen. Immerhin könne er dafür sogar bis nach Berlin fahren, was er natürlich nicht wollte. Nach ein paar Worten und schon sehr genervt und müde war B. kurz davor, wirklich zu bezahlen. Aber er hatte ja noch einen Trumpf in der Hinterhand, die Bahncard 50. Doch schau an, plötzlich sollte man damit nur noch 25% Nachlass bekommen, statt 50%. Weil, man ahnt es schon, dies ja ein österreichischer Privatzug wäre. Und das obwohl B. eindeutig innerhalb Deutschlands unterwegs war. Vielleicht zählt ja ein österreichischer Privatzug innerhalb Deutschlands trotzdem noch zu österreichischem Staatsgebiet, man weiß es nicht. Nunja, B. war nun schon dabei seine Kreditkarte zu zücken, aber nein, das ging auch nicht. Nur Barzahlung sei möglich. Immerhin in Euro, und nicht in Schilling. Tja, aber so viel Bargeld hatte B. nicht dabei. Und dann, urplötzlich, meinte die deutsche Zugbegleiterin, sie hätte ihr Buchungsgerät doch dabei und da könne B. mit Karte bezahlen. Man hatte B. also dreist belogen! Doch da machte Frau österreichischer Privatzug ihren größten Fehler. Sie bot B. an, entweder solle er zahlen oder beim nächsten Halt aussteigen. Was die gute Frau nicht wusste, der nächste Halt war Saalfeld und von dort konnte B. genauso gut wie von Jena aus nach Hause fahren, zudem noch mit dem Semesterticket, sodass ihn die ganze Fahrt im Endeffekt nichts kosten würde. Ha!

Und so überbrückte B. die Wartezeit in Saalfeld mit heißer Schokolade und Keksen, war dann früh um 5 Uhr daheim und fiel sogleich ins Bett. So erzählt man es sich jedenfalls.

search previous next tag category expand menu location phone mail time cart zoom edit close