Cold to see clear

Nada Surf “Cold To See Clear” (Official Video)

Sorry wenn hier so wenig passiert und dies erst der zweite Eintrag des Jahres ist, meine Gesundheit trägt Schuld daran. Aber auf das neue Nada Surf-Album und die anstehende Tour will ich trotzdem hinweisen. Wobei ich das Video ehrlich gesagt nicht mag, es passt nicht zum Song, der ist viel zu schön für so ein Video. Aber besser so als andersrum.

Das Album mit diesem Song drauf wird am 04.03. erscheinen und „You know who you are“ heißen. Das allerwichtigste ist aber, dass es dann auch bald wieder Nada Surf-Konzerte geben wird. Hier findet man alle Termine.

Die Lumis, auch bekannt als The Lumineers, haben, ganz überraschend, ebenso ein neues Album und zugehörige Tour angekündigt. Und einen neuen Song „Ophelia“, den ich hier leider nicht einbinden kann, aber der in meinen Ohren hängt und große Vorfreude hervorruft.

Instrumentarium im Doppelpack

INSTRUMENT + Pictures | Auster Club, Berlin | 23.01.15

Instrument im Auster Club/Berlin
Instrument im Auster Club/Berlin

Unter dem Weltrestaurant Markhalle in Berlin Kreuzberg, in welchem leckeres Essen und Bier aus dem Allgäu serviert wird, befindet sich der Auster Club. Dort fand man sich am vierten Freitag des Jahres 2015 ein, um feiner, handgemachter Musik zu lauschen. Zunächst gab es diese von einem einheimischen Musikerduo namens Pictures, dann wurde kurz umgebaut und die Band Instrument schnappte sich die bereitgestellten Instrumente. Der Einstieg mit drei aneinandergereihten Instrumentalstücken war etwas gewöhnungsbedürftig, aber gab musikalisch schnell die Richtung an. Diese vier Musiker weben einfach die feinsten Klangteppiche der Rockmusikwelt. Ich freute mich besonders darüber, nach langer Zeit endlich auch die Songs vom neuen Album live hören zu können. Von denen gab es natürlich einige auf die Ohren, aber auch alte Gassenhauer und Liebhaberstücke. Der Sound war im kleinen Club zwar nicht perfekt, aber ging trotzdem gut in den Gehörgang und mit teils sehr wilden Lichtgestaltung konnte man sich voll und ganz der Musik hingeben.

INSTRUMENT + Lord Gecko | Beatpol, Dresden | 24.01.15

Sehr fein war dieser Auftritt in Berlin, aber noch besser wurde es am nächsten Abend in Dresden. In den altehrwürdigen Beatpol, früher Starclub, wurde zur Musiksause eingeladen. Der vergleichsweise riesige Club war recht gut besucht. Support war die einzige Band dieser Konzertwoche mit googlebarem Namen. Den im Gegensatz zu den Stars, Instrument, Children und Pictures haben sich die drei Dresdner den eindeutigen Namen Lord Gecko verpasst. Bunt gekleidet und laut lärmend enterten sie den Raum und gingen quer durchs Publikum auf die Bühne. Spaßig war das, erinnerte mich ein wenig ans Bolzerkonzert damals in Dresden mit Mitropamusik als Support. Musikalisch war es eher so Mittelklasse.

Instrument im Beatpol/Dresden
Instrument im Beatpol/Dresden

Erstklassig waren dann aber Instrument. Auf der großen Bühne mit ordentlichem Sound war es ein echter Genuss, die Songs zu hören und zu spüren. Dafür hatte sich mein spontaner Ausflug nach Dresden allemal gelohnt. Wie schön es doch war, die Dynamik in den Liedern zu erleben und dazu an der eigenen Haut spüren zu können, wie viel Herzblut und Enthusiasmus in dieser Musik steckt. Einfach Weltklasse. Zum krönenden Abschluss gab es fast schon traditionell „Dazed & Confused“. Was halt wieder einmal so verdammt großartig dargeboten wurde, dass es mir unmöglich ist, passende Worte dafür zu finden. Das muss man selbst erlebt haben.

Auch wenn nur einige Instrument-Songs mit Text versehen sind, so gibt es doch klare Aussagen und gerade in einer so gespaltenen Gesellschaft wie derzeit in Dresden war es wichtig, Stellung zu beziehen. Auch wenn die Diskussionen zum Thema Pegida nicht einfach sind.

Das weltbeste Livemusikvideo


Broken Social Scene performs MEET ME IN THE BASEMENT live at Terminal 5, NYC. Draufklicken um es in HD-Auflösung genießen zu können.

So ein verregnetes Juniwochenende eignet sich gut zum Stöbern im weltweiten Netzwerk. Um Videos zu schauen. Mountainbike- und Musik-Videos. Und bei dieser Gelegenheit bin ich auf das oben eingebundene weltbeste Livemusikvideo gestoßen. Von der weltbesten Broken Social Scene. Diese haben im Januar 2011 ein Konzert in New York gespielt, welches live im weltweiten Internet übertragen wurde. Der Mitschnitt liegt noch heute sorgsam behütet auf meiner Festplatte und wieder immer wieder mal abgespielt. Das Video ist im Rahmen dieser Übertragung entstanden und aus Kameramitschnitten, die so nicht gesendet wurden, entstanden. Und mit all der Freude an der Musik, ob auf, vor oder neben der Bühne, mit all seiner Energie und auch den Worten zur Einleitung des Songs ist es schlicht und einfach das weltbeste Livemusikvideo. Und es erinnert mich an das, auch mit einem Abstand von fast vier Jahren noch immer dafür gehaltene, perfekte Konzert damals in der Poolbar.

Regen vs. Balkon

https://herr-b.de/wp-content/uploads/2014/05/Regensturm.mp4 So ein Sturm mit Blitz, Donner, Graupel und Regenguss zum Ende der Arbeitswoche ist auch mal nett. Zumindest wenn man um die Zeit schon in der Wohnung und nicht mehr unterwegs ist. Und es sieht auf den Bildern und dem Video nicht so aus, aber das war der bisher heftigste Sturm, den ich hier… » Galerie anschauen

Musikalisches Dreierlei

Ich habe meinen Heimaturlaub ja nicht nur zum Radfahren verwendet, sondern auch meine Musiksammlung erweitert. In den letzten Tagen sind nämlich die Alben von Anna Aaron, Heidi Happy und den Mighty Oaks erschienen.

Mighty Oaks - Howl
Mighty Oaks – Howl

Mancherorts ist zu lesen, die Mighty Oaks wären die neuen Mumford & Sons oder Lumineers. Das ist natürlich Quatsch, das wollen die Drei auch gar nicht sein. Das Album, ihr Debüt, ist fein. Wobei ich, ehrlich gesagt, anfangs enttäuscht war. Weil es nicht ganz so gut wie die Just One Day-EP ist. Das Album nimmt einen nicht so schnell mit auf die Reise wie die EP. Aber es bekräftigt damit exakt mein Bild, dass ich beim Shout Out Louds-Konzert in Leipzig von den Mighty Oaks bekommen hatte. Drei Typen, die sehr feine Musik machen, die ehrlich gemeint ist und von Herzen kommt. Man muss keine Überhits schreiben, um gute Musik zu machen. Manchmal reicht es vollkommen aus, den Hörern eine schöne Zeit zu bereiten. (Mighty Oaks – Howl)

Heidi Happy - Golden Heart
Heidi Happy – Golden Heart

Ach ja, das Album ist mein Sorgenkind. Es ist gut, keine Frage. Es sind ein paar sehr feine Lieder drauf. Aber im Gegensatz zu den letzten beiden Alben von Heidi Happy fehlt Golden Heart eine klare Linie. Die Kompaktheit und das einheitliche Bild vermisse ich. Ich habe kein Problem damit, dass auch lustige, noch so ernst gemeinte, Liedlis drauf sind. Oder dass man „Du da, ich da“ unbedingt nochmals auf ein Album packt, obwohl es schon auf dem Debüt war. Aber irgendwie muss ich mich hier erst zurechtfinden. Aber ich glaube ich bin eh einer der wenigen Menschen, die heute Alben noch in voller Länge und am Stück hören. Vielleicht muss ich es ja auch nur öfter hören. (Heidi Happy – Golden Heart)

Anna Aaron - Neuro
Anna Aaron – Neuro

Anfangs tat ich mich auch mit diesem Album schwer. Ich hatte das Gefühl, das tragende Moment der Musik, nämlich die besondere Stimme und der Gesang, wären bei diesem Album zu sehr in den Hintergrund gerückt. Und vom Rhythmus übertüncht. Aber dann habe ich das alte und das neue Album hintereinander gehört und gar nicht bemerkt, wann das eine aufhört und das andere anfängt. So groß können die Unterschiede demnach nicht sein. Überhaupt gefällt Neuro mir mit jedem Hören mehr. Mittlerweile ist es mein Favorit von den dreien hier. Die hohe Hürde nach dem ersten Album wurde mit Bravour genommen. Ein echter Ohrwurm ist auch auf dem Album, deshalb folgt gleich das Video zu ebenjenen. (Anna Aaron – Neuro)

Geländeradfahrvideobericht aus dem schottischen Hochland

Es ist wieder die Zeit des Jahres, in der das Niveau des Fernsehprogramms sinkt. Fast wie im Sommerloch, aber zur jetzigen Zeit geschieht dieser Niveauverlust ohne Absicht. Im Gegenteil, die Sender glauben sogar mit dem Programm mehr Menschen als sonst vor die Glotze zu locken. Egal, beste Zeit sich Mountain Bike-Videos anzuschauen.


Hannah Barnes – Northwest

Dieses hier gefällt mir momentan besonders gut. Weil es anders ist. Nicht das übliche Bergabgeballere mit Rädern, die man bergauf schieben muss. Stattdessen gibt es das, was meiner Meinung nach das Mountain Biken ausmacht. Die Entdeckung neuer Wege, verbunden mit dem Scheitern, weil es diese Wege manchmal gar nicht gibt. Oder man nur Umwege entdeckt. Und mit Hunger, Kälte und Nässe kämpfen muss. Um am Ende, egal was es zu überstehen galt, glücklich und zufrieden zu sein. Und reicher an neuen Eindrücken und Erfahrungen. Das ist Mountain Biken. Und viel schöner als am Rhein entlang zu strampeln.

Und abgesehen von den Pfützen, Schlammlöchern und Regenschauern scheint es in Schottland echt schön zu sein. Nur wie das TV-Programm da zu Weihnachten ist, erfährt man nicht aus dem Video. Aber wer mehr erfahren möchte, kann hier die zugehörigen Worte von der sympathischen Hannah Barnes finden.

Teitur, der Geschichtenerzähler

Was für ein lausiges Video! Schrecklich schlechte Bildqualität. Aber wenn man das ausblendet und die Nebengeräusche überhört und sich nur auf das Lied konzentriert, könnte man eine Ahnung davon erhaschen, wie wunderbar das Teitur-Konzert letzte Woche war. Eines der wenigen Konzerte, die mich vom ersten Ton an mit einer großen Zufriedenheit ausgefüllt haben. Und was ich sonst noch zum Konzert zu sagen habe, kann man hier bei der Mainstage nachlesen.

The Way We Move

Zum Abschluss der Arbeitswoche hier ein feines Video mit viel Spielfreude und positiver Energie, wie ich es gern mag. Übrigens, Langhorne Slim & The Law waren Support bei den Lumineers-Konzerten im März und haben da ihre Sache fast so perfekt wie in dem Video gemacht.


Langhorne Slim and The Law: The Way We Move from Harvey Robinson on Vimeo.

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