Die TransAlp Maloja bin ich tatsächlich ein zweites Mal gefahren. Vor fünf Jahren hatten wir Pech mit dem Wetter und sonstigen Umständen, so dass wir damals nicht die eigentlich geplante Route fahren konnte. Dieses Jahr war das anders, das Wetter war nahezu kitschig-perfekt, die Mitfahrer sehr erfahren und die Bikes sehr haltbar. Und so wurde die TransAlp zur besten TransAlp Maloja bisher. Aber für mich persönlich auch zur anstrengendsten Alpenüberquerung, da mir die Hitze und vor allem eine angeknackste Rippe doch mehr zusetzten als gedacht.

Die Daten

  • 1. Etappe: 43,38 km | 1.352 hm auf | 1.262 hm ab | 3:27:27 h Fahrzeit
  • 2. Etappe: 47,06 km | 1.494 hm auf | 1.789 hm ab | 3:59:09 h Fahrzeit
  • 3. Etappe: 60,39 km | 1.636 hm auf | 1.582 hm ab | 4:32:05 h Fahrzeit
  • 4. Etappe: 49,46 km | 1.684 hm auf | 1.272 hm ab | 4:22:50 h Fahrzeit
  • 5. Etappe: 60,76 km | 1.171 hm auf | 1.717 hm ab | 4:25:54 h Fahrzeit
  • 6. Etappe: 77,21 km | 313 hm auf | 1.815 hm ab | 3:43:28 h Fahrzeit

Gesamt: 338,3 km mit 7.650 hm auf und 9.437 hm ab

1. Etappe | St. Anton – Ischgl

Idyllische Einfahrt in das Verwalltal.

Idyllische Einfahrt in das Verwalltal.

Neugieriges Verwall-Wuschelrind.

Neugieriges Verwall-Wuschelrind.

Das Wuschelrind drängt zur Weiterfahrt.

Das Wuschelrind drängt zur Weiterfahrt.

Blumenpracht im Verwalltal.

Blumenpracht im Verwalltal.

Der Anstieg zieht sich weiter durch das Verwalltal.

Der Anstieg zieht sich weiter durch das Verwalltal.

Blick zurück ins wunderschöne Verwalltal.

Blick zurück ins wunderschöne Verwalltal.

Der Scheidsee und die Heilbronner Hütte.

Der Scheidsee und die Heilbronner Hütte.

In der Abfahrt nach Galtür.

In der Abfahrt nach Galtür.

Der erste Tag führte, genau wie vor fünf Jahren, durch das wunderschöne Verwalltal. Und die einzige Frage die mich beschäftigte, nämlich ob es dort noch immer Wuschelrinder hat, wurde bald beantwortet. Eines der Wuschelrinder war so neugierig, dass es uns beschnupperte. Bis zur Mittagsrast auf der Heilbronner Hütte ging es stetig bergauf und dies bei brennender Sonne. Danach folgte die Abfahrt hinab nach Galtür und irgendwo zwischen Galtür und Ischgl wurde die Hitze dann unerträglich und der Rest des Weges zur Quälerei. Zum Glück war es aber nicht mehr weit bis ins Hotel.

2. Etappe | Ischgl – Nauders

Das steinige Fimbatal.

Das steinige Fimbatal.

Weise Distanzangaben im Fimbatal.

Weise Distanzangaben im Fimbatal.

Blick zur Heidelberger Hütte.

Blick zur Heidelberger Hütte.

Der Anstieg von der Heidelberger Hütte zum Fimberpass.

Der Anstieg von der Heidelberger Hütte zum Fimberpass.

Wer sein Bike liebt, der trägt es auf den Fimberpass hinauf.

Wer sein Bike liebt, der trägt es auf den Fimberpass hinauf.

Fimberpass mit hochalpiner Kuhherde.

Fimberpass mit hochalpiner Kuhherde.

Blick vom Fimberpass zum Ils Chalchogns.

Blick vom Fimberpass zum Ils Chalchogns.

Die Abfahrt vom Fimberpass Richtung Ramosch.

Die Abfahrt vom Fimberpass Richtung Ramosch.

Kühe in der Abfahrt vom Fimberpass.

Kühe in der Abfahrt vom Fimberpass.

Bachüberquerung auf dem Weg ins Val Sinestra.

Bachüberquerung auf dem Weg ins Val Sinestra.

Am zweiten Tag stand mit dem Fimberpass eine Premiere für mich auf dem Plan. Vor fünf Jahren ging es noch von Ischgl aus hoch auf das wenig idyllische Idjoch. Der Weg durch das Fimbatal war deutlich schöner und die Abfahrt vom Fimberpass alle Mühen wert. Unten im Inntal drückte wieder die Hitze, aber die letzten Höhenmeter nach Nauders schafften wir auch noch.

3. Etappe | Nauders – Santa Maria Val Müstair

Die Schweizrunde in Österreich.

Die Schweizrunde in Österreich.

Auf dem Weg nach S-charl.

Auf dem Weg nach S-charl.

Ausblick in S-charl.

Ausblick in S-charl.

Kuhherde im Schweizer Nationalpark.

Kuhherde im Schweizer Nationalpark.

Kleine, versteckte Hütte im Nationalpark.

Kleine, versteckte Hütte im Nationalpark.

Ausblick auf die Hochebene bei der Alp Praditschöl.

Ausblick auf die Hochebene bei der Alp Praditschöl.

Ausblick vom Pass da Costainas.

Ausblick vom Pass da Costainas.

Was ist wohl das Beste, was man am Schweizer Nationalfeiertag unternehmen kann? Logisch, eine Tour durch den Schweizer Nationalpark. Und so fuhren wir von Nauders direkt wieder in die Schweiz und nach einem kleinen Trail waren wir wieder im Inntal. Bei Scuol bogen wir ab und es ging stetig bergauf bis nach S-charl. Nach der Mittagspause im gut besuchten Ort ging es vorbei am berühmten Arvenwald bis auf den Pass da Costainas. Am Horizont zogen sich Regenwolken zusammen, aber wir konnten auf trockenen Trails hinab ins Val Müstair düsen. Erst zum Nachtessen gab es dann statt einem Bundesfeier-Feuerwerk ein Gewitter mit Blitz und Donner, das sich ein paar Stunden lang austobte.

4. Etappe | Santa Maria Val Müstair – Livigno

Im Aufstieg vom Val Müstair ins Val Mora.

Im Aufstieg vom Val Müstair ins Val Mora.

Einfahrt in Murmeltier-Territorium.

Einfahrt in Murmeltier-Territorium.

Steile Schiebepassage vom Val Mora zur Fuorcla del Gal.

Steile Schiebepassage vom Val Mora zur Fuorcla del Gal.

Der Zipfel vom Lago di Livigno.

Der Zipfel vom Lago di Livigno.

Der Anstieg vom Lago di San Giacomo zur Alpe Trela.

Der Anstieg vom Lago di San Giacomo zur Alpe Trela.

Die Eselherde an der Alpe Trela.

Die Eselherde an der Alpe Trela.

Ein paar Regentropfen am Passo Trela.

Ein paar Regentropfen am Passo Trela.

Der Trail zum Passo Trela.

Der Trail zum Passo Trela.

Der Regen der Nacht wusch den Staub von den Wegen, ließ aber wenig Nässe zurück. Perfekte Bedingungen für das Biken. Am Morgen kämpften wir uns hinauf ins Val Mora und über einen kleinen Pass hinüber zur Fuorcla del Gal. Hier ging es auf feinen Trails hinab zum Lago di Livigno und weiter zum Lago di San Giacomo. Nach der Mittagsrast folgte der schwere Anstieg mit fiesen Rampen hinauf zur Alpe Trela. Belohnung für die Anstrengung war die größte Eselherde, die ich je gesehen habe. Auf dem Weg von der Alpe Trela über den Passo Trela hinab nach Livigno gab es zwar ein paar Regentropfen, aber das leckere Eis in Livigno konnten wir dann wieder im Sonnenschein genießen.

5. Etappe | Livigno – Sils Maria

Abfahrtsspaß an der Alpe Mine bei Livigno.

Abfahrtsspaß an der Alpe Mine bei Livigno.

Aufstiegsstress zum Forcola di Livigno.

Aufstiegsstress zum Forcola di Livigno.

Oberhalb des Forcola di Livigno.

Oberhalb des Forcola di Livigno.

Bergwelt zwischen Forcola und Berninapass.

Bergwelt zwischen Forcola und Berninapass.

Abfahrt zum Berninapass durch die Kuhherde.

Abfahrt zum Berninapass durch die Kuhherde.

Bunte Dracheninvasion am Silvaplanersee.

Bunte Dracheninvasion am Silvaplanersee.

Die Bergbahn in Livigno schenkte uns ein paar feine Abfahrtskilometer am Morgen. Danach mussten wir aber wieder aus eigener Kraft Höhenmeter erklimmen, was besonders in der Rampe zum Forcola di Livigno sehr kräftezehrend war. Nach einer kurzen Pause ging es wieder hinüber in die Schweiz und von dort über hochalpine Trails zum Berninapass. Leider kehrten wir dort ein, was sich als Fehler herausstellte. Der Käsetrail war diesmal nicht so gnädig wie vor fünf Jahren mit mir. Etwas angeschlagen und leider ohne Stopp in der Käserei erreichte ich aber auch den Silvaplanersee.

6. Etappe | Sils Maria – Colico

Morgendliche Idylle am Silsersee.

Morgendliche Idylle am Silsersee.

Das Hotel Maloja Kulm.

Das Hotel Maloja Kulm.

Neugierige Rinder kurz unterhalb vom Malojapass.

Neugierige Rinder kurz unterhalb vom Malojapass.

Blick ins felssturzgeplagte Val Bondasca.

Blick ins felssturzgeplagte Val Bondasca.

Wunderschönes und uraltes Hotel in Promontogno.

Wunderschönes und uraltes Hotel in Promontogno.

Die Zeit der hochalpinen Trails war leider vorbei, am letzten Tag ging es darum, den Comersee zu erreichen. Was wir mit einigen Verlusten und Kämpfen auch schafften. Zuvor fuhren wir aber über den Malojapass und hinab nach Promontogno. Dort ereignete sich vor gut einem Jahr ein heftiger Felssturz und ich war gespannt, wie sich die Gegend seit dem letzten Besuch verändert hatte. Die Auswirkungen des Felssturzes war noch immer sehr eindrücklich, nicht nur weil man nun eine sehr wackelige Hängebrücke überqueren muss. Das Hotel, wo wir vor fünf Jahren die weltbeste Kastanientorte serviert bekamen, war nicht betroffen. Aber nicht weiter hinter dem Gebäude sah man die Schneise, die sich die Felsmassen gebahnt hatten. So schön die Berge auch sind, es steckt eben auch sehr viel Energie in ihnen. Auch deswegen ist diese TransAlp, bei der man an fünf Tagen Pässe zwischen 2.200 und 2.600 Meter Höhe überquert, besonders schön und eindrücklich.

Ankunft und Sprung in den Comersee.

Ankunft und Sprung in den Comersee.