Olli Schulz und Walter Schreifels im Kassablanca am 8.03.07

Das war ja mal was ganz anderes. Man muss sich das so vorstellen, auf der Bühne sah es aus wie bei Pavel Pipovic und Bronko Kulicka in der Bullyparade. Zwei bequeme Sessel und ein Tischchen mit allem, was zwei Musiker eben so brauchen. Und davor zwei Mikros, wo dann die Protagonisten allein oder manchmal auch zusammen, jeweils mit einer Akustikgitarre bewaffnet, ihre Lieder zum Besten gaben. Und vor der Bühne standen schon nicht wenig Leute und lauschten dem Ganzen.

Den Anfang machte der Herr Schulz. Und man merkte schnell, was da auf einen zukommen würde. Er erzählt halt gern und viel. Und das ist auch immer lustig. Es wurde sehr, sehr viel gelacht an diesem Abend. Ich habe den Olli zwar nie zuvor live gesehen, trotzdem kannte ich einige seiner Geschichten schon. Aber wie gesagt, lustig war es eben schon. Er hatte immer die Lacher auf seiner Seite. Und das war auch gut so, denn musikalisch konnte er nicht viel bieten. Aber das verschweige ich an dieser Stelle halt einfach mal. Und so ging das dann eben die ganze Zeit. Der Olli erzählt, sagte einen Song an, erzählte eine Geschichte, spielte die ersten Akkorde des Liedes, hörte auf und erzählte noch eine Geschichte zu dem Lied, erzählte noch eine Geschichte… und vergaß zu guter Letzt welchen Song er gerade spielen wollte. Aber so wichtig war das dann auch wieder nicht und irgendwer im Publikum hat dann eben schon aufgepasst und sich zu Wort gemeldet. Aber ganz ehrlich, irgendwann hat es doch genervt. Auch wenn es lustig war, aber man wollte ja auch noch Musik hören.

Deswegen war ich immer sehr froh, wenn der Walter an der Reihe war. Der Walter kam sehr, sehr sympatisch rüber. Und hatte einfach mal die geilere Gitarre. Und die besseren Lieder. Und hat nicht so viel erzählt und war trotzdem sehr lustig. Und bitte, wenn jemand ein so herzzerreißendes Lied über sein Fahrrad schreibt, dann muss das ein großartiger Mensch sein. Das ist doch ganz selbstverständlich.
Der Walter hatte ja auch früher mal eine Band names Rival Schools. Und da das Publikum doch zum größten Teil jünger als ich war, wird sich wohl kaum einer so sehr wie ich gefreut haben, mal „used for glue“ und „undercovers on“ gehört zu haben. Das waren ganz klar meine Highlights des Abends. Eines Abends, der vor allem von den Geschichten vom Olli, der Musik vom Walter und der Situationskomik dazwischen lebte. Etwas ganz anderes eben.

Dank der Mandy kann man sich auch ein Bild von dem Ganzen machen.

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