Album des Jahres Zwanzigvierzehn

Jahrescharts Alben 2014
Jahrescharts Alben 2014

Das Musikjahr Zwanzigvierzehn stellt glücklicherweise einen besseren Jahrgang als das Vorgängerjahr dar. War Zwanzigdreizehn die Anzahl guter Alben noch sehr überschaubar und ließ den Appetit auf neues Material von den Stars oder der Broken Social Scene riesig werden, so gab es dieses Jahr die Befriedigung dieser Bedürfnisse und ein paar Überraschungen noch obendrein.

  1. Anna Aaron – Neuro: Logischerweise mein Album des Jahres. Weil es einfach das beste Album des Jahres ist, in all seiner Vielfalt und dem Mut, der in diesem Stück steckt. Aber auch, weil die Lieder live nochmals so viel besser sind, die Musiker sich so grandios entwickelt haben und ich sie so wahnsinnig gern live gesehen habe. Beim großartigen Konzert in Berlin, in kleinem Kreis in Köln und natürlich daheim in der KulturArena. Und natürlich verbinde ich mit diesem Album auch das allerbeste Interview des Jahres, wahrscheinlich das Gespräch mit dem größten Tiefgang in diesem Jahr, trotz megagroßer Aufgeregtheit meinerseits. All das zusammen macht aus Neuro mein Album des Jahres, mit großem Abstand.
  2. Stars – No One is Lost: Irgendwie schaffen es die Stars halt immer wieder, das Leben in Musik zu packen. Mit allen Höhen und Tiefen. Bei diesem Album mehr Höhen als Tiefen, auch ein Grund weshalb ich mich so sehr auf die Konzerte freue. Nur noch drei Wochen, dann kann dieses Album endlich gebührend zelebriert werden.
  3. Beatsteaks – Beatsteaks: Das Album für den Start in den Tag. Wenn last.fm noch nach Zeitpunkt des Hörens auswerten würde, würde genau dies dabei rauskommen. Ich hab es oft am Morgen gehört, um gut in den Tag zu kommen. Das Album ist kein großes Meisterwerk, es ist aber wahnsinnig sympathisch, wie die Beatsteaks selbst eben auch. Und nach einigen Enttäuschungen von dieser Band war ich überrascht, wie gut das Album bereits nach den ersten Durchläufen gefallen konnte. Gut gemacht, Beatbulletten.
  4. Kevin Drew – Darlings: Zwar kein neues Broken Social Scene-Album, aber fast so gut. Kevin Drew hat ein gutes Herz und packt seine Gedanken in große Songs. Außerdem ist Feist mit dabei und überhaupt, dieses Album gehört in jedes Musikherz.
  5. LaBrassBanda – Kiah Royal: Das wurde in einem Kuhstall aufgezeichnet. Und das hört man. Das Muhen. Ich mag das sehr. Die Musik ist aber auch wunderbar.
  6. INSTRUMENT – Read Books: Großartige, wunderbar vielschichtige Rockmusik. Wurde von mir auch rezensiert. Und wäre sicher auch weiter vorn gelandet, wenn ich die Musik denn auch mal live hätte erleben können. Leider wurde das Konzert abgesagt und eine andere Möglichkeit hat sich nicht ergeben. Sehr schade.
  7. Clueso – Stadtrandlichter: Da steckt ganz viel Heimat drin. Und Kindheitserinnerungen. Das hat der Clueso echt gut gemacht. Leider sind die Konzerte zu groß und damit zu unattraktiv für mich, um auch da freizudrehen.
  8. Heidi Happy – Golden Heart: Der Start war schwierig mit diesem Album. Aber nach dem Konzert in Leipzsch und vor allem dem zweitbesten Interview des Jahres, fand ich den Zugang zu diesem Werk. Und kann es jetzt nur weiterempfehlen. Damit zukünftig mehr Besucher zu den Konzerten kommen und ich nicht mehr frustriert direkt im Anschluss ans Konzert einen Bericht in meinen Rechner auf dem Hotelbett kloppen muss.
  9. Mighty Oaks – Howl: Ich bin noch immer der Meinung, dass die EP besser war. Gut ist das Album trotzdem. Und der zugehörige Auftritt in der KulturArena war halt auch grandios.

Das Album, welches ich jetzt ausgelassen habe, ist von 2013. Und ich habe es lange nicht mehr gehört und kann deswegen nichts drüber schreiben. Aber gut ist es trotzdem und wird genauso wie all die anderen weiterempfohlen von mir.

Ich wünsch mir für Zwanzigfünfzehn übrigens ein neues Nada Surf-Album plus Tour. Das wäre ne feine Sache.

Geschichten aus Jena und der Schweiz, da wo es am schönsten ist.

Mist, der Urlaub ist vorbei. Aber das ist auch die Gelegenheit, Geschichten aus dieser wunderbaren Zeit zu erzählen.

Anna Aaron | 20.08.2014 | Kulturarena, Jena | © Felix Brodowski

Begonnen hat es mit einem großartigen und wundervollen Konzert in der Kulturarena in Jena, die die Anna Aaron erobert hat. Wie schon geschrieben hatte ich mich darauf sehr gefreut und wurde nicht enttäuscht. Nur ein paar mehr Zuhörer hätte die Veranstaltung verdient. Einen Konzertbericht von mir gibt es bei der Mainstage und, ganz wichtig, ebenso hat es da auch wundervolle Fotos, die mein Bruder gemacht hat.

Außerdem begab ich mich zusammen mit dem Jabba wieder auf die „Rund um Jena“-Tour, als Test für den anstehenden Alpencross. Es war die Hölle, ich hatte absolut keine Kraft und musste den ganzen Tag kämpfen. Aber das Wetter war bestens und ein paar Bilder habe ich auch gemacht.

Blick auf Jena mit Lageplan
Blick auf Jena mit Lageplan
Kunitz von oben
Kunitz von oben
Die Reste der Kunitzburg
Die Reste der Kunitzburg
Windräder bei Oßmaritz
Windräder bei Oßmaritz

Und dann war da noch der Hauptgrund für den Urlaub, eine wunderbare Tour mit einem Haufen supernetter Menschen quer durch die Schweiz. Getauft auf den Namen „Alpencrössli“. Die Bilder davon und ein paar Worte von mir kann man auf der Extraseite finden.

Jabba und ich, die Bezwinger der Berge.
Jabba und ich, die Bezwinger der Berge.

Und damit verabschiede ich den August und freue mich schon auf sein nächstes Auftreten.

When it’s over and the lights are off

Klein aber fein ist die Blue Shell in Köln. Ich war zwar erst zum zweiten Mal da, aber habe mich sofort wieder wohl gefühlt. Das erste Mal war 2012 beim Konzert von Instrument. Und wie damals war auch diesmal die Bühne eigentlich viel zu klein für vier Musiker. Und der Sound eigentlich zu schlecht für die wunderbare Musik. Aber das war alles zweitrangig. Denn die Nähe zwischen Publikum bedeutet eben auch, dass man jeden Atemzug, jede Geste mitbekommt und so noch mehr als sonst spüren kann, wie sehr die Musiker ihre Musik leben.

Über zwei Wochen liegt das großartige Konzert von Anna Aaron in Berlin zurück und auch für die Band war es das erste Konzert seit diesem Abend. Osterferien vorbei. Und im Vergleich zu Berlin war das Konzert etwas weniger energisch und weniger heftig. Was aber auch nicht in die kleine Blue Shell gepasst hätte. Das wunderbare Zusammenspiel der Musiker war aber mindestens so gut wie in Berlin. Obendrein wurden die Songs noch mehr zelebriert, länger und ausufernder dargeboten. Was das Publikum gern annahm und jedes Lied auskostete, bis der letzte Ton verklungen war.

Für mich persönlich ist es eine riesige Freude beobachten zu können, wie sich diese Musiker weiterentwickeln. Nicht nur so Kleinigkeiten, dass eine Nebelmaschine (da stand eine riesige Gasflasche auf der kleinen Bühne, die dafür verantwortlich war) und neue LED-Lichter eingesetzt wurden. Sondern vor allem mit welcher Freude und Perfektion die Musik gespielt wird, das macht einfach Spaß. Denn das sieht man nicht nur, das spürt man am ganzen Körper. Auch bei schlechtem Sound wie in der Blue Shell.

Gleichzeitig habe ich aber auch immer wieder an die Kulturarena in Jena denken müssen. Denn am 20.08. wird Anna Aaron da auftreten und verdammt, ich freu mich wahnsinnig darauf. Weil ich mir sicher bin, dass das wunderbar zusammen passt. Die Musik, die Energie der Musiker, die Leidenschaft und das Jenaer Publikum. Wie ich mich drauf freue, die Musiker auf einer großen Bühne mit gutem Sound an einem lauen Sommerabend in der schönsten Stadt der Welt erleben zu können. Während die untergehende Sonne die schönsten Farben in den Himmel um die Keksrolle malt. Oder es regnet, wie so oft. Was aber egal ist, denn die Musik ist stärker das schlechtes Wetter.

Anna Aaron – Stellarling Acoustic

Anna Aaron und die Berliner Luft

Im Prinzip könnte hier jetzt der gleiche Satz wie im letzten Beitrag stehen, denn auch letzte Woche war ich wieder auf einem Konzert. Aber da war noch mehr. Mein erster Interview stand an. Entsprechend nervös und wenig schlagfertig war ich. Trotzdem war es ein großartiges Gespräch, was an meiner wunderbaren Gesprächspartnerin Anna Aaron lag. Nachlesen kann man das alles bei Mainstage und ich bitte darum, dies aufmerksam zu tun. Nicht nur weil das verdammt viel Arbeit gemacht hat, sondern weil diese Frau auch sehr interessante Gedanken formuliert. Einen besseren Gegenpart fürs erste Interview hätte es nicht geben können.

Das Konzert danach, bei dem mir die gesagten Dinge noch durch den Kopf schwirrten, war ebenfalls grandios. Ganz ehrlich. Es war so großartig, wie alles zusammengepasst hat, wie gut diese Musiker zusammengespielt haben. Das war etwas ganz besonderes, ohne jede Übertreibung. Und auch dazu findet man ein paar Worte von mir bei Mainstage.

Unscharfes Bild von Anna Aaron im Privatclub
Unscharfes Bild von Anna Aaron im Privatclub

Leider gibt es im Privatclub nur Licht von hinten auf der Bühne, deswegen kann ich nur dieses unscharfe Foto anbieten. Aber als Entschädigung hier noch ein Tipp für alle, die dem österlichen Tanzverbot ein Schnippchen schlagen wollen: Fahrt in den Osten!

Musikalisches Dreierlei

Ich habe meinen Heimaturlaub ja nicht nur zum Radfahren verwendet, sondern auch meine Musiksammlung erweitert. In den letzten Tagen sind nämlich die Alben von Anna Aaron, Heidi Happy und den Mighty Oaks erschienen.

Mighty Oaks - Howl
Mighty Oaks – Howl

Mancherorts ist zu lesen, die Mighty Oaks wären die neuen Mumford & Sons oder Lumineers. Das ist natürlich Quatsch, das wollen die Drei auch gar nicht sein. Das Album, ihr Debüt, ist fein. Wobei ich, ehrlich gesagt, anfangs enttäuscht war. Weil es nicht ganz so gut wie die Just One Day-EP ist. Das Album nimmt einen nicht so schnell mit auf die Reise wie die EP. Aber es bekräftigt damit exakt mein Bild, dass ich beim Shout Out Louds-Konzert in Leipzig von den Mighty Oaks bekommen hatte. Drei Typen, die sehr feine Musik machen, die ehrlich gemeint ist und von Herzen kommt. Man muss keine Überhits schreiben, um gute Musik zu machen. Manchmal reicht es vollkommen aus, den Hörern eine schöne Zeit zu bereiten. (Mighty Oaks – Howl)

Heidi Happy - Golden Heart
Heidi Happy – Golden Heart

Ach ja, das Album ist mein Sorgenkind. Es ist gut, keine Frage. Es sind ein paar sehr feine Lieder drauf. Aber im Gegensatz zu den letzten beiden Alben von Heidi Happy fehlt Golden Heart eine klare Linie. Die Kompaktheit und das einheitliche Bild vermisse ich. Ich habe kein Problem damit, dass auch lustige, noch so ernst gemeinte, Liedlis drauf sind. Oder dass man „Du da, ich da“ unbedingt nochmals auf ein Album packt, obwohl es schon auf dem Debüt war. Aber irgendwie muss ich mich hier erst zurechtfinden. Aber ich glaube ich bin eh einer der wenigen Menschen, die heute Alben noch in voller Länge und am Stück hören. Vielleicht muss ich es ja auch nur öfter hören. (Heidi Happy – Golden Heart)

Anna Aaron - Neuro
Anna Aaron – Neuro

Anfangs tat ich mich auch mit diesem Album schwer. Ich hatte das Gefühl, das tragende Moment der Musik, nämlich die besondere Stimme und der Gesang, wären bei diesem Album zu sehr in den Hintergrund gerückt. Und vom Rhythmus übertüncht. Aber dann habe ich das alte und das neue Album hintereinander gehört und gar nicht bemerkt, wann das eine aufhört und das andere anfängt. So groß können die Unterschiede demnach nicht sein. Überhaupt gefällt Neuro mir mit jedem Hören mehr. Mittlerweile ist es mein Favorit von den dreien hier. Die hohe Hürde nach dem ersten Album wurde mit Bravour genommen. Ein echter Ohrwurm ist auch auf dem Album, deshalb folgt gleich das Video zu ebenjenen. (Anna Aaron – Neuro)

Sparkle & Blood in Köln

Nein, es geht nicht um Karneval, sondern um Anna Aaron.

Fast zwei Jahre habe ich darauf gewartet, diese Stimme endlich live hören zu können. Man kann sich also ungefähr ausmalen, wie groß meine Vorfreude auf dieses Konzert war. Auch wenn sich viel getan hat in diesem Zeitraum. Anna Aaron hat mittlerweile ihr Debütalbum veröffentlicht und ein paar Musiker um sich geschart.

An diesem Abend sorgten hauptsächlich Schlagzeug, E-Bass und E-Gitarre neben dem Keyboard für die musikalische Ummantelung. Leider so schlecht abgemischt, dass die Stimme meist überdeckt wurde. Dafür versprühten die Lieder deutlich mehr Energie als auf festem Medium, um es positiv auszudrücken. Teilweise erinnerte es an eine Hardrock-Veranstaltung. Es waren aber keine Headbanger anwesend. Und überhaupt war das Publikum größtenteils nicht wegen Anna Aaron anwesend. Was man nur zu deutlich an der Lautstärke in ebenjenem während des Auftritts bemerkte. Teils war es an der Bar lauter als auf der Bühne. Als zweite Attraktion an diesem Abend spielten SIZARR. Diese habe ich aber nur ein Lied lang ertragen können, dann war ich froh, dass ich zum Zug musste.

Trotz dieser Umstände war es aber ein grandioses Erlebnis. Die Musik und eben vor allem diese Stimme ist unglaublich. Man spürt sie am ganzen Körper. Und dann diesen eine Lied, welches leider noch nicht veröffentlicht wurde. Nur wer dieses „Sparkle & Blood“ einmal live hört, wird verstehen können, was ich meine. So groß, so voll mit Gefühlen, so wunderbar. Da dies erst das zweite Konzert von Anna Aaron in Deutschland war, bleibt zu hoffen, dass noch viele weitere folgen werden. Ich freue mich jedenfalls schon sehr darauf, diese Musik mal wieder hören zu können. Dann sicher mit besserem Sound und aufmerksameren Publikum. Denn das hat diese Künstlerin auf jeden Fall verdient.

PS: Wer möchte kann „Sparkle (Die blöde Autokorrektur will immer Spargel daraus machen!) & Blood“ jetzt schon genießen. Es existieren zwei Versionen bei Youtube, einmal diese neue hier und einmal diese Wahnsinnsliveversion.

Album des Jahres Zwanzigelf

Jahrescharts 2011
Jahrescharts 2011
Das Jahr ist bald Geschichte und es wird wieder Zeit, das Album des Jahres hier zu verkünden. Da es letztes Jahr so gut geklappt hatte, ziehe ich wieder meine Hörstatistik von last.fm als Entscheidungsträger heran.

  1. Teitur – Let the Dog Drive Home: Es steht in der Statistik zwar nicht oben, aber wenn man fair ist und die Counts des letzten Jahres hinzu zählt, auch in Anbetracht der Tatsache, dass das Album offiziell erst Anfang 2011 erschien, ergibt sich diese Platzierung. Völlig gerechtfertigt, denn es ist noch immer ein gern gehörtes und gehaltvolles Album. Dieses wird sicher noch sehr lange Zeit zu meinen Lieblingsalben zählen.
  2. Memphis – Here Comes A City: Dieses Album its so wunderbar simpel und randvoll mit schwer zu fassender Schönheit, dass ich es immer und immer wieder höre. So großartig. Wer es nicht kennt, hat mit Sicherheit etwas verpasst. Aber ich habe ja schon damals Bescheid gesagt.
  3. Clueso – An und für sich: Es überrascht mich schon, dass ich dieses Album so oft gehört habe. Es hat diesen Platz verdient, daran besteht kein Zweifel. Der Clueso ist zwar manchmal etwas schlicht, hat aber ein feines Werk erschaffen. Und eigenartigerweise habe ich immer auf dem Heimweg, wenn der Zug sich Erfurt näherte, ein großes Bedürfnis nach diesem Album verspürt.
  4. Death Cab for Cutie – Codes and Keys: Auch diese Platzierung ist überraschend. Es kam mir nicht so vor, dass ich dieses Album so oft gehört habe. Aber last.fm kennt mich eben besser. Und es war ja auch eines der sehr wenigen Konzerte, die ich dieses Jahr erlebt habe.
  5. Send more cats – , please.: Und dies war das andere Konzert, die grandiose Geburtsfeier des Albums. Das war etwas ganz besonderes. Sowas bleibt im Herzen.
  6. Foo Fighters – Wasting Light: Das beste Rockalbum der letzten Jahre. Und das von so alten Säcken wie den Foos. Das zeigt aber auch, wie kaputt die Rockmusik momentan ist. Die Jugend wird gnadenlos an die Wand gespielt und die Foo Fighters hauen einfach mal ein Hammeralbum raus. So kann’s auch gehen.
  7. Beatsteaks – Boombox: Hat mich nicht wirklich überzeugt, aber ich hab es zum Joggen wohl recht oft gehört. Hat mich bestimmt auch schneller gemacht, zumindest wenn ich vom Hund verfolgt wurde.
  8. Anna Aaron – Dogs in Spirit: Diese Stimme ist der pure Wahnsinn. Ich freue mich schon darauf, diese mal live hören zu dürfen. Sehr interessant auch der Ansatz, mit dem die junge Frau an dieses Album herangegangen ist.
  9. Boy – Mutual Friends: Aufsteiger des Jahres, ganz klar. Eine Entdeckung, die außer mir noch sehr viele andere Musikliebhaber gemacht haben. Und diese beiden Frauen haben es auch verdient mit ihrer Musik Aufmerksamkeit zu erhalten. Mal schauen wie das weiter geht.
  10. Heidi Happy – Hiding With the Wolves: Eher zufällig habe ich entdeckt, dass die bezaubernde Heidi Happy auch ein neues Album zur Welt gebracht hat. Und sehr schönes. Etwas weniger verspielt als die Vorgänger. Aber gerade dadurch ein Meisterwerk.
  11. Feist – Metals: Dieses Album ist schwierig. Etwas sperrig. Ziemlich kühl und irgendwie wie ein kühler Tag bei stürmischen Wetter unter freiem Himmel. Und deswegen so großartig.

Die anderen Alben sind älteren Ursprungs, aber deswegen nicht weniger gut. Und falls es jemanden interessiert, Coldplay sind auf Platz 37. Das Album ist sicher nicht schlecht, aber es hat mich nicht gepackt. Richtig schlecht sind aber Tim Bendzko und Lana Del Rey. Die Hypes des Jahres, die, wenn es denn Gerechtigkeit gibt, ganz schnell wieder verschwinden. Können beide nicht singen, so dass ihre trotzigen Versuche in meinen Ohren Schmerzen hervorrufen. Wobei die eine mit ihren aufgespritzten Lippen zumindest eine Erklärung für diesen Makel hätte. Meine Hoffnung besteht darin, dass spätestens beim Erscheinen des Debütalbums von Frau Del Rey auch der/die Letzte merkt, dass er/sie von Universal an der Nase herum geführt wurde.

Zum Abschluss noch was Schönes, gleichzeitig auch der Bogen von den neuen zu den alten Jahrescharts. Anna Aaron mit ihrer Version von „Use Somebody“.

Leckerli

Ich habe aus der Schweiz noch etwas mitgebracht. Einen Musiktipp. Einen für Musikliebhaber. Einen echten Leckerbissen für die Ohren.

Eine junge Künstlerin aus Basel, die sich Anna Aaron nennt, eine sehr prägnante Stimme besitzt und ebenso ganz offensichtlich über ein gutes Gespür für Musik verfügt. Auf ihrer MySpace-Seite kann man sich einen guten Eindruck verschaffen. Es lohnt sich genau hinzuhören.

Ich bin gespannt was man noch erwarten kann von dieser Anna Aaron. Den Namen kann man sich zumindest mal notieren. So wie ich dies hier soeben tat.

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