Weihnachten Zwanzigzwölf

Hier ein paar Bilder von den Weihnachtstagen in der Heimat. Angefangen mit dem schiefsten und sehr kleinen, aber von mir geschmücktem Weihnachtsbäumchen. Gefolgt von Bilder aus dem Wald bei Rothenstein. Und Schnappschüssen von meinen Laufrunden. Auch wenn ich die heimatlichen Wintertage verpasst hatte, so bot die Natur doch schöne Anblicke dar. Dann einem Bild aus… » Galerie anschauen

Berlin – Jena Paradies – Rothenstein

Hier ein paar Bilder vom 17.11.2012, dem wohl schönsten Tag der letzten Wochen. Leider hatte ich meine Kamera nicht dabei, deswegen sind all die Bilder mit dem iPhone 5 gemacht und per Instagram ansehnlich gestaltet worden. Gestartet bin ich im dichten Nebel in Berlin, während der Bahnfahrt riss dieser auf und in Jena schien die… » Galerie anschauen

Aprilwetter

Regenbogen am Dortmunder Bahnhof
Nachdem ich mit Regen- und Graupelschauer in Jena verabschiedet wurde, konnte ich sechs Stunden lang die Wetterkapriolen des Aprilsonntags vom Zugfenster aus beobachten. Was sehr gemütlich war, denn die Bahn hat mir eine Schnupper-BahnCard für die erste Klasse geschenkt. Sehr nett. Am eindrucksvollsten war mit Sicherheit dieser wunderbare Regenbogen in Dortmund.

Im Westen nichts Neues

Ich muss ja gestehen, als ich diese Homepage das erste Mal gesehen habe, erwartete ich schon das Schlimmste. Völlig zurecht. Immerhin, etwas positives gibt es. Denn ich habe hier Internet. Aber sonst. Auf der Homepage (wenn man das denn so nennen darf) steht, dass die Zimmer 1996 neu gemacht wurden. Ich vermute in der Angabe aber einen Zahlendreher, das soll sicherlich 1969 heißen. Und wenn nicht, dann ist es trotzdem schon 14 Jahre her. Bin ich froh wenn ich wieder in meiner schönen Wohnung bin.

Außerdem habe ich heute gelernt:

  1. Im Westen sind alle Restaurants Raucherclubs. Man kann dem Gestank nicht entkommen. Mein Zimmer ist leider eindeutig auch ein Raucherzimmer.
  2. Für Autos mit einheimischen Kennzeichen gelten hier ganz andere Regeln.
  3. Der neue Golf ist blöd und unübersichtlich, da ist ja mein Vento tausendmal besser.
  4. Ich weiß nicht wo die Lautstärkeregelung versteckt wurde.
  5. Selbst im ICE sind schon Flaschensammler zu finden.
  6. Im ICE können die Kopfkissen am Sitz auch mal fehlen, dann bekommt man einen steifen Nacken.

Sterne und Geister

Diesmal ein Eintrag von unterwegs. Irgendwo kurz vor Frankfurt, Sonne scheint, Schnee glitzert und vermutlich ist es draußen sehr kalt. Und Flugzeuge zeichnen Linien in den Himmel, vermutlich ist der Flughafen nicht weit entfernt. Im Ohr habe ich dazu „Wir wolln Sommer“.

The five Ghosts
The five Ghosts

Aber eigentlich wollte ich von den Sternen berichten. Von den kanadischen. Den Stars, besser gesagt, denn diese haben ihr neues Album angekündigt. Erscheinen wird es am 22.06.10 unter neuem, bandeigenem Label. Hoffentlich auch in Europa, aber davon gehen wir einfach mal aus. „The five ghosts“ wird folgende Lieder enthalten:

  • Dead Hearts
  • Wasted Daylight
  • I Died So I Could Haunt You
  • Fixed
  • We Don’t Want Your Body
  • He Dreams He’s Awake
  • Never Been Good With Change
  • The Passenger
  • Last Song Ever Written
  • Winter Bones

Mehr dazu gibt es auf der nigelnagelneuen Homepage, auch ein erstes Making of-Video. Besuch lohnt sich. Muss man auch nicht mit der Bahn hinfahren.

12:14 Uhr, Jena Paradies

Wenn der Eintrag hier erscheint, werde ich gerade in den Zug steigen. Falls nicht noch kurzfristig ein Bahnstreik dazwischen kommt, aber danach sieht es zum Glück nicht aus. Dann werde ich für meine regelmäßige Bahnfahrerei belohnt und darf kostenlos quer durch Deutschland fahren. Das mache ich dann auch und zwar bis zu diesem Gewässer hier:

Bild

Ein schönes Adventswochenende wünscht: der Herr B.

Warnstreikentwarnung

Die Zugfahrt heute war dann doch relativ problemlos. Bis auf die Tatsache, dass der ICE durch einen alten IC ersetzt wurde. Und der natürlich nicht so schnell war und ich deswegen eine halbe Stunde später als geplant wieder hier war. Dafür gab es aber nur erste Klasse-Wagen. Wobei ich mich schon frage wieso es da Sitze gibt, in die zwei Menschen rein passen.

Geschichte eines Bahnreisenden

Da habe ich ja gestern eine Geschichte gehört. Von einem Bahnreisenden, nennen wir ihn mal B., wie halt Bahnreisender.

Der B. war in der fiktiven Stadt Nürnberg und wollte in der Nacht wieder zurück in die Nähe der fiktiven Stadt Jena fahren. Was kein Problem ist, weil da ein Nachtzug verkehrt und mit dem ist B. auch schonmal gefahren und da hat alles super geklappt. Das Problem mit den Nachtzügen ist nur, dass die reservierungspflichtig sind. Naja, aber so schlimm ist das ja nun eigentlich auch nicht. Oder doch?

B. begab sich also frohen Mutes zum Fahrscheinautomaten, aber da passierte es. Just in dem Moment lief die Frist für die Reservierungen ab, genau 6 Stunden bevor der Zug im Bahnhof eintreffen sollte. Also ging B. zum Bahnschalter, aber die nette Frau dort konnte ihn genauso wenig leiden wie der Automat. Was aber am unglaublich gut durchdachten Buchungssystem der Deutschen Bahn liegt. Aber das sei alles kein Problem, B. solle sich einfach rechtzeitig am Bahnsteig einfinden und sich dann beim Schaffner melden. Der könne ihm dann auch einen Fahrschein verkaufen.

Also war B. pünktlich um viertel 2 in der Nacht am Bahnsteig. Dort fand er sogar Leidensgenossen. Ein Ehepaar aus Jena, ebenfalls ohne Reservierung, weil ihr Flug aus Kenia Verspätung hatte. Der Zug kam an und das Abenteuer begann. Denn die österreichische Zugbegleiterin erklärte dann, dass dieser Zug ein Privatzug sei und eine Reservierung einfach mal 19 Euro koste. Soviel wie die normal Fahrt B. gekostet hätte, mit einem Zug der Deutschen Bahn. Und einen Fahrschein könne sie auch nicht verkaufen, weil das ja ein Privatzug sei und da andere Regeln gelten. Man solle sich doch einen Fahrschein am Automaten holen, was natürlich aufgrund des Buchungssystems seit 6 Stunden nicht mehr möglich war. Ansonsten würde ein Fahrschein 99 Euro kosten, also fünfmal so viel wie B. für eine normale Fahrt hätte bezahlen müssen. Aber man solle erstmal einsteigen und dann würde man das klären. Es wäre nämlich noch eine deutsche Zugbegleiterin im Zug, bei der man wohl einen Fahrschein zum normalen Tarif kaufen könne.

Nun gut, B. lag schon halb schlafend im Abteil, da kamen beide Zugbegleiterinnen. Plötzlich hieß es, die deutsche von beiden hätte kein Buchungsgerät dabei und könne deswegen keinen Fahrschein verkaufen. Also solle B. doch bitte 99 Euro bezahlen. Immerhin könne er dafür sogar bis nach Berlin fahren, was er natürlich nicht wollte. Nach ein paar Worten und schon sehr genervt und müde war B. kurz davor, wirklich zu bezahlen. Aber er hatte ja noch einen Trumpf in der Hinterhand, die Bahncard 50. Doch schau an, plötzlich sollte man damit nur noch 25% Nachlass bekommen, statt 50%. Weil, man ahnt es schon, dies ja ein österreichischer Privatzug wäre. Und das obwohl B. eindeutig innerhalb Deutschlands unterwegs war. Vielleicht zählt ja ein österreichischer Privatzug innerhalb Deutschlands trotzdem noch zu österreichischem Staatsgebiet, man weiß es nicht. Nunja, B. war nun schon dabei seine Kreditkarte zu zücken, aber nein, das ging auch nicht. Nur Barzahlung sei möglich. Immerhin in Euro, und nicht in Schilling. Tja, aber so viel Bargeld hatte B. nicht dabei. Und dann, urplötzlich, meinte die deutsche Zugbegleiterin, sie hätte ihr Buchungsgerät doch dabei und da könne B. mit Karte bezahlen. Man hatte B. also dreist belogen! Doch da machte Frau österreichischer Privatzug ihren größten Fehler. Sie bot B. an, entweder solle er zahlen oder beim nächsten Halt aussteigen. Was die gute Frau nicht wusste, der nächste Halt war Saalfeld und von dort konnte B. genauso gut wie von Jena aus nach Hause fahren, zudem noch mit dem Semesterticket, sodass ihn die ganze Fahrt im Endeffekt nichts kosten würde. Ha!

Und so überbrückte B. die Wartezeit in Saalfeld mit heißer Schokolade und Keksen, war dann früh um 5 Uhr daheim und fiel sogleich ins Bett. So erzählt man es sich jedenfalls.

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