Flucht in die Sonne am Niederhorn

Grauer Ausblick auf Thun nach zwei Stunden Kletterei.
Grauer Ausblick auf Thun nach zwei Stunden Kletterei.

Seit Tagen ist es hier unten grau und trist, während oben in den Bergen die Sonne scheint. Heute kamen noch frostige Temperaturen dazu, weswegen nur noch die Flucht hinauf übrig blieb.

Der erste Blick auf den blauen Himmel im Justital.
Der erste Blick auf den blauen Himmel im Justital.

Die Flucht aus dem Nebel gestaltete sich als sehr zäh. Weil die Nebeldecke erst auf 1’500 Meter zurückwich und die Sonnenstrahlen freigab. Das bedeutet über zweieinhalb Stunden Kletterei.

Das wunderschöne Berner Oberland-Panorama über dem Nebel.
Das wunderschöne Berner Oberland-Panorama über dem Nebel.
Der Blick vom Niederhorn auf das Nebelmeer.
Der Blick vom Niederhorn auf das Nebelmeer.
Das riesige Nebelmeer.
Das riesige Nebelmeer.

Oben in der anderen Welt waren zwar viele Menschen unterwegs, aber angesichts der wunderbaren Aussicht auf die Berge und das Nebelmeer kann man dies auch niemanden verdenken. Leider sind die Tage schon so kurz, dass man die Sonnenwelt nicht so lange wie gewünscht geniessen kann. Und so verschluckte uns dann bald wieder das graue und kalte Nebelmeer.

Die letzten Sonnenstrahlen kurz vor der Rückkehr in den Nebel.
Die letzten Sonnenstrahlen kurz vor der Rückkehr in den Nebel.

Kampf gegen den Nebel

Kurz vor dem Durchbrechen der Nebelgrenze.
Kurz vor dem Durchbrechen der Nebelgrenze.

Heute war die Flucht aus dem Nebel deutlich anstrengender als gestern. Zum einen weil die Nebeldecke sehr viel dichter war und im Nebel frostige Temperaturen herrschten. Und zum anderen war der Anstieg hinauf nach Beatenberg, meinem heutigen Fluchtort, steiler als die gestrige Strecke. Aber nach einiger Anstrengung hatte ich es endlich aus dem Nebel geschafft.

Ausblick in der Sonne bei Beatenberg.
Ausblick in der Sonne bei Beatenberg.
Der Niesen mit dem Nebelmeer über dem Thunersee.
Der Niesen mit dem Nebelmeer über dem Thunersee.

In Beatenberg war es nicht nur sonnig, sondern auch deutlich wärmer als unten am See. Das Durchbrechen der Nebelgrenze war wie immer sehr eindrücklich. Denn der Nebel war so dicht, dass man teilweise keine 20 Meter weit schauen konnte. Eine dicke, kalte Suppe war das. Und dann sieht man zuerst ein paar Sonnenstrahlen, ein wenig blauen Himmel und plötzlich ist man im strahlenden Sonnenschein und von oben sieht der grausige Nebel auch noch wunderschön aus.

Zurück in der Nebelsuppe in Thun.
Zurück in der Nebelsuppe in Thun.

Und wenn man dann wieder hinab fährt und plötzlich alles wieder grau ist und man alle Klamotten, die man dabei hat, anziehen muss um gegen die Kälte bestehen zu können, dann erscheint der Sonnenschein über der Nebeldecke total surreal. Wie ein Traum. Gestern riss der Nebel am Abend zumindest auf und am See sah man etwas blauen Himmel. Heute war es trüb und grau, nass und mit Temperaturen unter 0°C. Aber wenn ich mir in den Kopf gesetzt habe, um den Thunersee zu fahren, dann ziehe ich das halt durch.

Download

Wie das Niederhorn erklommen wurde.

Im März war ich bereits einmal auf dem Niederhorn (1’950 Meter), damals mit Schneeschuhen. Weil das so eindrücklich war, musste der Gipfel eben auch mit dem Bison-Bike bezwungen werden. So machte ich mich gestern auf den Weg.

Am See in Thun.
Am See in Thun.
Rast in Heiligenschwendi.
Rast in Heiligenschwendi.

Gestartet wurde in Thun bei bestem Wetter. Nach wenigen Metern am See entlang ging es streng bergauf. Bei drückender Hitze. In Heiligenschwendi konnte man zum ersten Mal das Niederhorn sehen. Auf dem Foto oben sieht man die Antenne auf dem Gipfel als kleinen Strich.

Erste kleine Abfahrt.
Erste kleine Abfahrt.
Im Justistal unterhalb des Niederhorns.
Im Justistal unterhalb des Niederhorns.

Es folgte eine kleine erholsame Abfahrt, bevor die Kletterei weiter ging. Und wie. Irgendwann waren die Beine komplett leer. Als ich endlich oben war, hatte es sich leider zugezogen und der Wind frischte auf. Ich spürte aber vor allem die mehr als 1’800 Höhenmeter, die ich irgendwie aus meinem Körper gequetscht hatte.

Blick hinab ins Justistal.
Blick hinab ins Justistal.
Das Bison auf dem Niederhorn.
Das Bison auf dem Niederhorn.
Blick auf den Brienzersee.
Blick auf den Brienzersee.

Die Abfahrt machte die Ermattung nicht unbedingt einfacher. Im Gegenteil. Wobei der Pfad hinab eh meist nicht fahrbar war. Dafür ging es quer durch fast unberührte Natur und manchmal gaben die Wolken auch Ausblicke auf die Viertausender im Süden frei.

Kurze Verschnaufpause auf der Abfahrt.
Kurze Verschnaufpause auf der Abfahrt.
Viertausender zwischen den Wolken.
Viertausender zwischen den Wolken.
Sonne über Interlaken.
Sonne über Interlaken.
Neugierige Esel am Wegrand.
Neugierige Esel am Wegrand.

An der Stelle, wo die neugierige Esel nach Aufmerksamkeit verlangten, stand ich bereits vor drei Jahren beim Alpencrössli. Damals sind wir den angeblich gesperrten Weg hinab gefahren. Leider ist mir das erst später wieder eingefallen, als ich schon auf dem Umweg über die Strasse war. Wahrscheinlich wollten mir die Esel das mitteilen.

Download

Mit Schneeschuhen am Niederhorn unterwegs

Gestern konnte ich zum ersten Mal das Laufen mit Schneeschuhen ausprobieren. Mein neuer Arbeitgeber, die Atupri Gesundheitsversicherung, kümmert sich um seine Kunden und Mitarbeiter. Und bietet Veranstaltungen wie die gestrige Schneeschuh-Wanderung an. In diesem Fall kostenfrei für Atupri-Versicherte. Und so verbrachten über 50 Menschen einen herrlichen Tag am Niederhorn. Bis zum frühen Nachmittag strahlte die… » Galerie anschauen

search previous next tag category expand menu location phone mail time cart zoom edit close