Regenerfahrungen

Heute gab es den ganzen Tag Regen. Ohne jede Pause. Es gibt kaum etwas unangenehmeres im Alltag eines Radkuriers, das kann ich euch sagen.
Aber ich konnte auch wieder neue Erfahrungen sammeln. Meine wasserdichten Socken habe ich ja schon mal erwähnt. Heute hatten diese den ersten Härtetest. Das positive zuerst, die haben wirklich dicht gehalten. Als ich zurück in die Firma kam, habe ich die Socken ganz ungläubig an deren Innenseite befühlt und sie waren wirklich trocken. Meine Füße waren aber trotzdem kalt. Richtig kalt. Weil die Socken nützen halt nicht viel, wenn sich die Schuhe mit Nässe vollsaugen. Und man hatte dann trotzdem das Gefühl, die Füße wären nass. Und kalt. Sehr unangenehm, aber immerhin kam die Fußkälte erst viel später als mit normalen Socken.

Dann warme Wechselsachen zu haben, ist schon ziemlich unbezahlbar. Und weil ich heut mit dem Auto in die Firma gefahren bin, hatte ich welche. Sogar mein Velo hat davon profitiert, weil so hat es weniger Regen abbekommen. Das tapfere Ding.
Und zur Belohnung (und weil das Benzin grad billig ist) habe ich das Auto sogar noch vollgetankt. Und daraufhin gleich zweimal beim Anfahren abgewürgt, weil ich ein so schweres Auto nicht mehr gewöhnt bin. Ich bin wirklich ein mieser Autofahrer.

Von Hitzeauswirkungen und Regenbremsen

Es ist heiß, sehr heiß. Und das Radfahren macht momentan keinen Spaß. Egal ob richtige Tour oder nur der kurze Weg in die Stadt, überall hat man mit den Folgen der Hitze zu kämpfen.

So sind die Straßen derzeit zwar erstaunlich leer, obwohl noch nicht einmal die Schulferien begonnen haben (glaube ich jedenfalls). Hängt vielleicht auch mit dem Benzinpreis zusammen. Denn dafür sind massenhaft Radfahrer unterwegs. Was ansich eine gute Sache ist. Nur sind eben auch viele unterwegs, die nicht so geübt sind. Die ihr Fahrrad nicht unter Kontrolle haben. Oder denen es Spaß macht, mir auf meiner Seite des Weges/der Straße entgegen zu fahren. Beim ersten Mal ging das gerade noch gut, das zweite Mal spürte ich mit voller Wucht am Unterarm. Danke auch.

Auf Tour über Stock und Stein ist kein so hohes Verkehrsaufkommen hinderlich. Dafür aber ganz andere Dinge. Den Namen des einen Problems habe ich jetzt endlich mal recherchiert, es sind die Regenbremsen. Diese Viecher sind überall und wahnsinnig aggressiv. Und sie werden immer schneller. Reichte es vor ein paar Jahren noch, mindestens 15 km/h zu fahren, halten die jetzt schon bis 20 km/h mit. Das Spiel läuft dann folgendermaßen ab. Wenn es irgendwo bergauf geht, sitzen die Viecher in Massen auf dem Boden und zwar in Fahrtrichtung. Sobald man an ihnen vorbei fährt, starten die und fliegen ihrem Opfer hinterher. Als ich dann gestern die Sonne im Rücken hatte, sah ich in meinem Schatten, dass mich ein riesiger Schwarm verfolgt. Sehr beängstigend. Und sobald man Geschwindigkeit verliert, ist man verloren. Dann schwirren die um einen rum und stechen zu. Vorzugsweise ins Gesicht. Gestern war es so schlimm, dass ich desöfteren laut geflucht habe, obwohl ich ja eigentlich ein sehr ruhiger Mensch bin. Aber diese Tiere sind wahrlich die Ausgeburt der Hölle.

Und wenn man dann so schnell wie möglich die Anstiege bewältigen muss, obwohl man die Hitze ja gar nicht verträgt und total am Ende ist, würde man ja auch gern mal eine Pause machen. Aber wie gesagt, die Viecher sind überall. Sobald man anhält und was zu essen aus dem Rucksack nimmt, wird man schon mindestens dreimal gestochen. Einen einzigen Platz hatte ich dann doch gefunden, um den geschundenen Körper ein wenig zu erholen. Diesen kann man auf den Bilder sehen. Leider hatte es da kein Netz, ich wollte aber telefonieren.

Teich
Teich
Teich im Wald
Teich im Wald

Bei der Pannenfrei-Statistik ist die 300km-Marke geknackt worden. Ich habe schon überlegt, mir das Profil der Reifen irgendwo auf den Körper tätowieren zu lassen. Habe mich gestern zur Probe mal vom Fahrrad geschmissen (mitten in die Brennnesseln) und danach hatte ich einen Abdruck auf den Rippen. Hurra. Fällt aber auch nicht weiter auf, wenn man verschwitzt, vom Staub paniert, von Brennnesseln verbrannt, zerkratzt, zerstochen und blutverschmiert nach Hause kommt.

Von Bäumen, Katzen und Nudisten

So ein Blätterdach ist was ganz großartiges. Überhaupt sind Bäume ja doch die beste Erfindung, die dieser Gott gemacht hat. Leider sieht das auf dem Bild nicht ansatzweise so schön aus, wie es in Wirklichkeit ist. Das liegt natürlich an meinen Fähigkeiten beim Fotografieren. Deswegen hier mal zwei Geschichten des heutigen Tages.

Ich gehe zur Haustür raus, plötzlich rennen mir zwei Katzen im Höllentempo entgegen. Unglaublich fix waren die, denn die haben sich gegenseitig gejagt. Die gejagte hatte ein Glöckchen am Hals und ließ sich nicht weiter stören und bimmelte im Sauseschritt an mir vorbei. Die Jägerkatze aber war in Wirklichkeit ein Schisser und ist aus Angst vor mir abgedreht.

Dann sah ich heute abseits auf einem Feldweg ein Auto. Als ich dran vorbei fuhr, waren daneben drei junge Leute, ein Jüngelchen mit freiem Oberkörper und zwei junge Frauen zu sehen. Eine der beiden hatte eine Kamera in der Hand. Was die da genau gemacht haben, pornografische Bilder (Das schreib ich nur um mehr Besucher über Google zu bekommen. Das klappt super mit solchen Begriffen wie Sex, Privatporno, Nacktbilder usw.) oder doch nur Bilder um das Auto zu verkaufen und aufs Fahrrad umsteigen zu können, weil die Spritpreise so hoch sind… Irgendwie seh ich jetzt selbst bei dem Satz nicht mehr durch. Das muss an der Hitze liegen, die bekommt mir nicht gut.

Eine angenehme Nacht.

search previous next tag category expand menu location phone mail time cart zoom edit close