Expeditionen zwischen Rhein und Ruhr

Vor ein paar Wochen habe ich mir ein Garmin Edge 520 gegönnt. In erster Linie um mich nicht ständig zu verfransen auf dem teilweise katastrophal ausgeschildertem Wegenetz hier in Düsseldorf. Mittlerweile habe ich es auch geschafft, eine neue, detailliertere Karte aufs Gerät zu laden. Und Touren in Komoot zusammenzuklicken, aufs Garmin zu bringen und abzufahren. Letzteres ist aber immer wieder mal mit Schwierigkeiten verbunden.

Nicht vorhandene Wegabzweigung
Nicht vorhandene Wegabzweigung

Die erste Tour führte mich vom Rhein zur Ruhr und wieder zurück. Auf teilweise sehr schmalen und zugewachsenen Trails. Und wie auf dem Bild zu sehen, oder auch nicht, nicht zu findende Trails. Eigentlich sollte da links ein Weg abzweigen, ich habe ihn aber nicht gefunden. Was mit dem Garmin ziemlich schwierig ist, weil das Gerät recht klein, die Übersicht der Karte damit eingeschränkt ist und Alternativstrecken sehr schwierig zu finden sind. So fuhr ich teilweise quer durch das Gestrüpp, nur um irgendwie auf der Strecke zu bleiben.

Idylle im Stindertal
Idylle im Stindertal

Gestern waren der Dottore und ich dann Richtung Neandertal unterwegs. Hier gab es weniger Gestrüpp und teilweise sehr feine Trails. Allerdings führte mich das Garmin manchmal Reitwege entlang, die extrem schwer zu fahren waren. Aber auch hier hieß es, irgendwie auf dem Track zu bleiben. Aber zum größten Teil gelang das gut und ebenjener Track führte mich durch schöne Gegenden und sogar an einigen Tieren vorbei. Und die Kakao-Kühe mussten dann auch fotografiert werden, klaro.

Der Kindergarten der Kakao-Kühe.
Der Kindergarten der Kakao-Kühe.

Hetzjagd durch Stechviecherschwärme

Dottore im Düsseldorfer Dschungel
Dottore im Düsseldorfer Dschungel

Nach viel zu langer Zeit konnte ich gestern endlich mal wieder eine echte Tour mit dem Dottore unternehmen. Sehr staubig war das. Aber wir haben auch gar nicht mal so anspruchslose Trails im tiefen Wald entdeckt, die Fahrspaß aufkommen ließen. Weniger spaßig war die ständige Bedrohung durch Stechviecher, hauptsächlich Mücken, die sofort zustachen, sobald man mal das Bike abstellen wollte. Fast so schlimm wie der Putschversuch die Nacht vorher, als ein gutes Dutzend Mücken die Macht über meine Wohnung übernehmen wollte. Die meisten haben diesen Versuch nicht überlebt.

Geschichten rund um den Nippelspanner

Der neue Nippelspanner am Jabba.
Der neue Nippelspanner am Jabba.

Vor einiger Zeit, die Älteren werden sich eventuell erinnern, habe ich hier mal mein Lieblingswerkzeug, den Nippelspanner, vorgestellt. Da die Technik sich immer weiter entwickelt und man da Schritt halten muss, besitze ich seit gut einer Woche einen neuen Nippelspanner. Mit kleinerem Durchmesser und in Profiausführung. Dass ich kein Profi bin, habe ich aber sofort unter Beweis gestellt und einen Speichennippel am Dottore zerstört.

Abgerissener Speichennippel, unterhalb des Ventils.
Abgerissener Speichennippel, unterhalb des Ventils.

Schuld daran ist die besondere Technik der Laufräder, in diesem Fall Easton EA70 XC 29 Zoll. Leider hat der Roseversand dem Dottore keine Anleitung zu den Laufrädern beigelegt. So wurde ich erst im Internet fündig, als der Nippel schon abgerissen war. Die Besonderheit bei den Laufrädern ist die sehr geringe Anzahl an Speichen, 24 Stück sind es. Dadurch ist die Speichenspannung auf der Antriebsseite so hoch, dass die Speichen nicht gespannt werden sollten und können. Meiner Meinung nach ist das eine reine Fehlkonstruktion. Denn so müsste man mit den Speichen der Nichtantriebsseite das Rad rund bekommen. Wie das mit 12 Speichen funktionieren soll, ist mir ein Rätsel. Aber ich konnte diese Laufräder von Anfang an nicht leiden, schon allein weil der Freilauf geräuschlos ist und das schönste Geräusch eines Fahrrades so fehlt.

Schönes Werkzeug presst neue Lager ins Jabba.
Schönes Werkzeug presst neue Lager ins Jabba.

Erfolgreicher war meine Bastelei am Jabba. Dieses wurde in den letzten Wochen von mir generalüberholt. Und so habe ich mir den Lagerwechsel und das Wechseln der Dämpferbuchsen im Selbststudium angeeignet. Jetzt wackelt nichts mehr am Hinterbau und er funktioniert wieder so fein wie seit Jahren nicht mehr.

Glänzender Antrieb wartet auf seinen Einsatz.
Glänzender Antrieb wartet auf seinen Einsatz.

Obendrein wurden die Verschleißteile ausgetauscht und nun glänzen Antrieb und die neuen Bremsscheiben um die Wette. Nur eine Probefahrt konnten wir noch nicht unternehmen. Da warten das Jabba und ich schon sehnsüchtigst drauf.

47 Stunden Bastelarbeit

Einmal Jabba ohne alles.
Einmal Jabba ohne alles.

Auch wenn das Wochenende dank Zeitumstellung eine Stunde kürzer war, reichte die Zeit doch zum Basteln an Jabba und Dottore. Während der Dottore von seiner Schlammschicht, von der ich gar nicht mehr sagen kann, wann er sich die eingefangen hat, befreit wurde, gab es fürs Jabba eine Generalüberholung. Ist ja nicht mehr das Jüngste, aber jetzt wieder topfit. Und schön.

Goldene Punkte am Jabba
Goldene Punkte am Jabba
Neue Steuerzentrale
Neue Steuerzentrale

Die Entstaubung des Dottore

Staubschicht auf dem Dottore
Staubschicht auf dem Dottore

Mit Erschrecken habe ich gestern festgestellt, dass sich auf dem Dottore eine Staubschicht abgesetzt hatte. Das geht ja so nicht. Also waren wir heute in der frühlingshaften Luft unterwegs und sind in den Düsseldorfer Stadtwald gedüst. Dort sah alles so anders aus, als ich es in Erinnerung hatte. So kahl und licht. Aber kein Wunder. Ich habe nachgeschaut und der letzte Ausflug in den Stadtwald ist tatsächlich schon mehr als 18 Wochen her. Damals, am 19.10.13, hatte es noch 18°C. Ganz so warm war es heute nicht, aber aufgrund des, von der Natur bereitgestellten, Sonnenscheins sehr gut besucht. Viele Menschen waren unterwegs, teils mit Tieren. Weshalb sich aber eine Frau auf einer Pferdefleischvorratspackung (Die offizielle Bezeichnung ist „Reiterin“, glaube ich.) genötigt sah, sich über meinen rasanten Fahrstil zu beschweren, bleibt mir schleierhaft. Aber ich habe jetzt Appetit auf Pferdewurst.

Ach, und die Staubschicht auf dem Dottore ist natürlich verschwunden. Dafür gab es für ihn noch etwas Wellness mit einer Schlammpackung.

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