Auffahrt zum Niederhorn und Abfahrt in den Sonnenuntergang

Am Auffahrtstag habe ich mich zum ersten Mal seit Beginn der Coronakrise wieder in den Zug gesetzt und bin mitsamt Bike Richtung Berge gefahren. Genauer gesagt bis nach Thun, von dort ging es aus eigener Kraft weiter entlang der viel zu stark befahrenen Straße nach Interlaken.

Habkern in der prallen Sonne.

Und dann ging es nur noch bergauf, bei Sonnenschein und dementsprechend schweisstreibend zunächst bis nach Habkern und danach weiter bis auf das Niederhorn.

Rast am Brünnli mit Aussicht auf Eiger, Mönch und Jungfrau.
Beste Aussicht nach dem langen Anstieg, auch wenn sich Eiger, Mönch und Jungfrau mehr in Wolken hüllen.

Oben am Niederhorn war es so ruhig wie noch nie. Da die Bergbahn nicht fährt und das Berghaus geschlossen ist, fehlt der menschengemachte Lärm. Zwar hatte es ein paar Wanderer, aber auch die genossen größtenteils lieber die Ruhe. Nur ein verrückter Krähenvogel wollte unbedingt auf sich aufmerksam machen und flog mehrmals so knapp über meinen Kopf hinweg, dass es so klang, als würde ein Gleitschirmflieger neben mir landen wollen.

Ausblick am Niederhorn mit verrücktem Krähenvogel.
Blick hinab ins Justital und auf den Sichle-Pass.
Blick vom Niederhorn auf das Sigriswiler Rothorn.
Letzter Blick vom Niederhorn auf den Thunersee vor der Abfahrt.

Nach all der Ruhe oben hatte ich wenig Lust auf die volle Strasse und die vielen Menschen in Thun und im Zug. So entschied ich mich, den Weg nach Hause mit dem Bike zurückzulegen. Ziemlich verrückt, denn dieser Weg war noch sehr weit und ich sehr müde. Der Weg führte mich von Beatenberg nach Steffisburg mit Ausblick auf das Zulgtal und dann weiter entlang der Aare. Bis ich wenige Minuten vor Sonnenuntergang wieder an der Haustür stand und über 100 Kilometer und 2’200 Höhenmeter in den Beinen hatte.

Schöner Baum und schöne Aussicht bei Beatenberg.

Saisonabschluss und Saisonhöhepunkt am Eiger

Im dritten Jahr ist die Tour hinauf zur Kleinen Scheidegg mittlerweile mein traditioneller Saisonabschluss. Einfach um Eiger, Mönch und Jungfrau, die ich so oft von meiner Wohnung aus bewundern kann, mindestens einmal pro Jahr aus nächster Nähe zu sehen. Und dann den Winter durch bei dem Anblick der Bergriesen den Gedanken im Kopf zu haben, dass ich dort mit dem Bike war.

Kuh wundert sich, was der Mensch da macht.
Kuh wundert sich, was der Mensch da macht.

Da dieser Sommer von meinem Unfall beeinträchtigt war, war diese Tour leider auch die einzige, die ich allein in den Bergen unternehmen konnte. Deswegen war es auch so wichtig, zumindest diese Tour noch zu machen, bevor der Schnee die Berge wieder bedeckt.

Start war Interlaken und nach ein paar kalten Kilometern durch das schattige Tal schien in Grindelwald endlich wieder die Sonne und die Kühe bevölkerten die Weiden. Der Aufstieg hinauf zur Brandegg lag dann allerdings wieder im Schatten.

Runterblick auf Grindelwald.
Runterblick auf Grindelwald.
Der Lieblingsbaum an der Brandegg.
Der Lieblingsbaum an der Brandegg.
Die imposante und wunderschöne Nordwand des Eigers.
Die imposante und wunderschöne Nordwand des Eigers.
Der Zug auf seinem Weg in den Berg hinein.
Der Zug auf seinem Weg in den Berg hinein.

Aber kurz unterhalb der Kleinen Scheidegg war dann die Sonne wieder erreicht und oben war es auch deutlich wärmer als unten im Tal. Anfangs war es auch sehr ruhig, bis eine Bahn ankam und die Touristenmassen ausspuckte. Der Lärmpegel stieg an und ich machte mich auf dem Weg weiter hinauf zur Rinderhütte.

Saftiges Gras und frische Blüten an der Rinderhütte.
Saftiges Gras und frische Blüten an der Rinderhütte.

An der Rinderhütte erwartete mich ein kleines Paradies. Fast schon surreal wuchs dort saftiges Gras und blühten Blumen, während ringsum das saftige Grün schon verschwunden und diversen Brauntönen gewichen war.

Der Trail auf der Lauberhorn-Piste unter den Stollen.
Der Trail auf der Lauberhorn-Piste unter den Stollen.

Der Trail an der Lauberhorn-Abfahrt war im Vergleich zum letzten Jahr noch besser ausgebaut. Leider habe ich aber die feine Abfahrt von Wengen nach Lauterbrunnen nicht mehr gefunden, aber sonst hätte die Zeit wohl auch nicht mehr ausgereicht. Denn die Tage sind eben doch schon recht kurz, weil der Saisonhöhepunkt leider sehr spät kam.

Blick zurück auf den Hundschopf.
Blick zurück auf den Hundschopf.
Der letzte Blick auf die weißen Bergriesen.
Der letzte Blick auf die weißen Bergriesen.
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Über die Kleine Scheidegg auf die Lauberhornabfahrt

Fast genau ein Jahr nach dem ersten Ausflug zur Eiger-Nordwand konnte ich endlich den zweiten Besuch des Eigers in Angriff nehmen. Da vor allem die Abfahrt beim letztjährigen Ausflug eher langweilig war, plante ich diesmal die Kleine Scheidegg in der anderen Richtung zu überqueren, um dann hoffentlich schöne Trails auf der berühmten Lauberhorn-Abfahrt zu finden.… » Galerie anschauen

Über das Niederhorn

Wie schon im letzten Jahr wollte ich auch heuer das Niederhorn einmal mit dem Bike bezwingen. Diesmal aber in der anderen Richtung, nämlich mit Start in Interlaken und Ziel in Thun. Was eine sehr gute Entscheidung war, da der Anstieg angenehmer und die Aussicht auf Eiger, Mönch und Jungfrau bei dem Wetter einfach traumhaft war.… » Galerie anschauen

Der erste Ausflug zur Eiger-Nordwand.

Ausblick oberhalb von Lauterbrunnen.
Ausblick oberhalb von Lauterbrunnen.
Es wurde endlich Zeit, die Berge, die ich vom Küchentisch aus bewundern kann, endlich aus der Nähe zu bestaunen. Deswegen wurde gestern der Plan geschmiedet, von Lauterbrunnen über die Kleine Scheidegg nach Grindelwald zu fahren. Und der Plan heute in die Tat umgesetzt.

Erster Blick auf die Jungfrau.
Erster Blick auf die Jungfrau.
Nach einem extrem steilen und anstrengenden Anstieg von Lauterbrunnen nach Wengen ging es bei sommerlichen Temperaturen durch das gewohnt hässliche Skigebiet. Allerdings blinzelten da schon die ersten Gipfel herüber.

Auf dem Weg vorbei an Jungfrau, Mönch und Eiger.
Auf dem Weg vorbei an Jungfrau, Mönch und Eiger.
Zuerst kam die Jungfrau ins Blickfeld, dann der Mönch und schließlich der Eiger. Fasziniert vom Eiger war ich schon seit Jahren und so war es ein sehr eindrückliches Gefühl, ihn nun endlich aus direkter Nähe sehen zu können. Bei allerbestem Wetter.

Der Eiger und ich.
Der Eiger und ich.
Viele Geschichten hat der Eiger geschrieben, vor allem die Nordwand. Einige davon habe ich in Buchform verschlungen. Und so hatte ich beim Weg über die Kleine Scheidegg immer das Gefühl, dass die Historie dort präsent ist. Alles verankert in diesem Berg und seiner Umgebung.

Eiche in Grindelwald vor der Nordwand.
Eiche in Grindelwald vor der Nordwand.
Und dann auf dem Weg hinab nach Grindelwald stand da plötzlich neben der Straße diese wunderschöne Eiche. Und strahlte im Sonnenschein. Sie stand wahrscheinlich auch schon da, als sich die ersten Bergsteiger an die Bezwingung der Nordwand wagten.

Nordwand und wunderschöne Eiche.
Nordwand und wunderschöne Eiche.

Und so schaut die Tour auf der Karte aus:

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