Alternativprogramm

Da gerade kein Bild im Fernsehen vom Fußballspiel Deutschland gegen Türkei zu sehen ist, kann man hier ja gern mal den Himmel anschauen. Ich als Radsportfan kenne einen solchen Bildausfall bei Sportübertragungen ja schon. Da kann mich so eine Panne wie jetzt beim ZDF natürlich nicht aus der Ruhe bringen. Damit auch andere von meinen Erfahrungen profitieren können, hier also mein Alternativprogramm.

Nachgewitterhimmel
Nachgewitterhimmel

Hurra, jetzt hat das ZDF das Bild vom SF übernommen. Und um alle Klischees zu bedienen, ist das zeitversetzt und somit langsamer als der Kommentar, der leider noch vom ZDF kommt. Man konnte Kloses Tor also erst hören, dann sehen. Ach, hätten die doch lieber mal die Tour de Suisse übertragen.

Deppenalarm

Folgendes Szenario finde ich eben schon sehr lächerlich: In Wien schießt so ein dämlicher Fußballer ein Tor für eine der langweiligsten Fußballmannschaften der Welt. Und hier schießen irgendwelche Deppen Feuerwerk in die Luft deswegen, in einer Gemeinde mit 1500(!) Einwohnern. Noch lächerlicher war nur das Feuerwerk zum Anpfiff des ersten Gruppenspiels. Hoffentlich scheidet diese Mannschaft so bald wie nur möglich aus.

Dabei will ich doch nur in Ruhe das Coldplay-Konzert hören.

Regenschlacht und Katerlied

Gestern also das erste EM-Aus des Turniers. Leider für eine der sympathischsten Mannschaften. Da war einfach eine Menge Pech dabei und irgendwie hat man sich mit der überdurchschnittlich gut funktionierenden Drainage sogar selbst geschlagen. Denn je mehr Wasser auf dem Rasen war, desto weiter war das Kräfteverhältnis in Richtung Schweiz verschoben. Aber eben, man hat bis jetzt zwei wirklich gute Spiele abgeliefert und kann sich darin, im Gegensatz zu anderen Mannschaften (Ciao Italia) keine Vorwürfe machen.

Und wer sich trotzdem weiter die Euro 08 antun möchte, kann dies ja mit dem Katerlied zur Veranstaltung im Ohr tun. „90 Minute für mi“ heißt das und kommt von Kutti MC, Heidi Happy und Baze. Anhören kann man diese hier.

Und ja, dafür hat man jetzt genug Zeit, um sich auf das wirkliche Highlight im Sportkalender zu konzentrieren. Schließlich beginnt übermorgen die wunderbare, wunderschöne Tour de Suisse.

So, und dann sollen doch bitte heute abend die Kroaten gewinnen, damit diese Mischung aus Arroganz, Überheblichkeit und mangelndem Fachwissen aus den Köpfen vieler Deutschen wieder verschwindet. Wäre schön. Ansonsten werde ich nochmal abwägen, ob ich mich nicht doch am großen EM-Fahnen-Knicken beteilige.

Fifa Spielregeln – Regel 11 – Abseits

Man hat das ja sicher mitbekommen, dem 1:0 der Holländer gegen Italien ging eine sehr fragwürdige Nicht-Abseitsstellung voraus. Und, man mag es kaum glauben, so wirklich schlau wird man aus dem offiziellen Fifa-Regelwerk dann auch nicht. Wo doch gerade die Fifa für ihre exakten Regeln bekannt ist. *hust*

Jedenfalls steht dort, die Regel Nummer 11 ist von Bedeutung, der folgende Satz:

Ein Spieler befindet sich in einer Abseitsstellung, wenn er der gegnerischen Torlinie näher ist als der Ball und der vorletzte Abwehrspieler.

Das ist alles, genauer wird die Fifa dabei nicht, auch nicht in der englischen Version der Spielregeln. Denn beim 1:0 der Holländer stellt sich eben die Frage, ob es einen Unterschied macht, ob der vorletzte Abwehrspieler sich innerhalb oder außerhalb des Spielfeldes befindet. Nach Regel 11 gibt es darauf nur eine Antwort, es ist egal. Dies bedeutet aber auch, dass ausschließlich die Entfernung zur Torlinie relevant ist. Um dies zu verdeutlichen, habe ich folgendes Bild gebastelt.

Der blaue Spieler ist der Angreifer und steht, wenn wir mal das, was außerhalb des Bildausschnittes liegt, nicht beachten, eindeutig im Abseits. Denn alle weißen Spieler befinden sich weiter weg von der Torlinie. Nun nehmen wir aber mal an, dass sich ein weiterer weißer Abwehrspieler auf den gekennzeichneten Positionen 1., 2. oder 3. befindet.

Bei Position 1. ist die Sache bei genauer Regelauslegung klar, dann befindet sich der blaue Angreifer nicht im Abseits, weil der weiße Gegenspieler auf 1. der Torlinie klar näher ist.

Bei Position 2. wird das Ganze schon schwieriger, hier müsste der Linienrichter darüber entscheiden, wer näher an der Torlinie ist. Was natürlich absoluter Blödsinn ist, da sich die Spieler ja auf verschiedenen Seiten der Linie befinden. Aber laut Fifa-Regeln wird vom Schiedsrichter-Assistent so eine Einschätzung erwartet.

Bei Position 3. liegt dann wieder eine offensichtliche Abseitsstellung vor. Weil der weiße Spieler außerhalb des Spielfeldes weit genug von der Torlinie entfernt ist. Nun behindern aber oftmals bauliche Gegebenheiten solch eine Entfernung von der Torlinie im Fall der Fälle. Dies muss auf jeden Fall bedacht werden. Damit sich ein Gegenspieler also weit genug von der Torlinie entfernen kann, um in jedem Fall eine Abseitsstellung zu vermeiden, muss hinter der Torlinie mindestens so viel Platz wie zwischen Torlinie und Mittellinie vorhanden sein. Dies muss unbedingt ins Regelwerk aufgenommen werden. Vermutlich müssen dazu einige Werbebanden und Tribünen versetzt werden, aber ohne diese Maßnahmen ist in meinen Augen kein ordentliches Fußballspiel durchführbar. Desweiteren sollten auch für den Raum hinter den Torlinien Schiedsrichter-Assistenten bereit stehen, damit diese den Abstand einschätzen können und so zu einer exakten Regelauslegung der Regel 11 beitragen.

Nachtrag: Bei ARD-Online findet man folgenden Satz zur Diskussion um dieses Tor:

„Der verteidigende Spieler zählt in diesem Fall mit, als wäre er auf dem Spielfeld“, erklärte er (Eugen Striegel, Anm. d. R.) gegenüber der Deutschen Nachrichtenagentur dpa.

Solch eine Regelung bzw. Bemerkung findet sich aber nirgendwo im offiziellen Regelwerk, keine Ahnung wie der Herr Striegel darauf kommt.

EM-Vorboten

Ganz ehrlich, die bevorstehende Fußball-EM ist mir ja bis jetzt noch absolut schnurz. Extrem schnurz. Wenn das so bleibt, werde ich mir kein einziges Spiel anschauen. Nun, meine Lieblingsmannschaft ist ja auch Weltmeister, was interessiert da eine Europameisterschaft.

Aber trotzdem gibt es schon gewisse Dinge, die ein wenig Vorfreude entstehen lassen. Diese haben allerdings nichts mit Fußball zu tun. Sondern mit Konsum.

  • Es gibt für wenig Geld lustige und auch praktische Dinge, die mit einem Schweizer Kreuz versehen sind. Siehe Bild, das ist meine neue Jacke.
  • Es gibt Toblerone im ViererFünferpack, ein Riegel gratis (gab es zu Weihnachten auch schon, aber egal.).
  • Im TV läuft Rivella-Werbung, was hoffentlich dazu führen wird, dass dieses wunderbare Getränk früher oder später auch hier erhältlich sein wird. Oh, ich vermisse es soooo sehr. Also falls mir jemand eine Flasche (oder mehr) schicken möchte…

Was hoffentlich noch kommt:

  • Schweizer Käse im Supermarkt. Aber die reifen, deftigen Sorten, nicht sowas, was nach nichts schmeckt.
  • Hab ich schon erwähnt, dass Rivella überall erhältlich sein sollte?
  • Verkauf von Käsefondue, damit man sich einen Wintervorrat anlegen kann.
  • Tschutti Bildlis statt Panininis.
  • Tirolerhüte (Österreich ist ja auch Gastgeber) für alle.

England wird übrigens nicht Europameister.

search previous next tag category expand menu location phone mail time cart zoom edit close