In der Wintersonne rund um die Blueme

Frostiger Nebel in Thun
Frostiger Nebel in Thun

Am Wochenende bescherte das Wetter wieder schönsten Sonnenschein. Zumindest wenn man sich durch den Nebel weit genug nach oben kämpfte. Am Samstag ging das noch recht einfach denn der Nebel löste sich im Tagesverlauf fast auf. Aber am Sonntag lag dichter, trüber Nebel über dem Land. Und Temperaturen unter dem Gefrierpunkt liessen alles unter einer dicken Reifschicht gefrieren. Also blieb nur die Möglichkeit, den Frost zu überwinden und sich in Richtung Berge zu bewegen. In Thun herrschte aber noch der Frostnebel und vom blauen See war wenig zu sehen.

Rast in Heiligenschwendi
Rast in Heiligenschwendi

Allerdings riss die Nebeldecke schneller auf als gedacht, bei 850 Meter Höhe war der Sonnenschein erreicht. Zu Weihnachten musste ich noch bis zum Sonnenweg klettern, dort war gestern schon strahlender Sonnenschein. Und angenehmere Temperaturen als unten im Nebel.

Nebel über dem Thunersee und Ausblick auf das Oberland
Nebel über dem Thunersee und Ausblick auf das Oberland

Zudem war die Schneedecke, die die Gegend hier oben zu Weihnachten noch völlig überdeckte, komplett verschwunden. Mit Sonne, grünen Wiesen und Ausblick auf das wunderschöne Oberland fühlte es sich fast ein wenig wie Frühling an. Ein sehr gutes Gefühl, auch wenn man bedenkt wie lang der Winter noch dauern wird.

Ausblick auf das Nebelmeer im Zulgtal
Ausblick auf das Nebelmeer im Zulgtal

Diesmal fuhr ich nicht von Heiligenschwendi wieder hinab zum See, sondern in die andere Richtung hinüber ins Zulgtal. Und während zwischen Thun und Heiligenschwendi die Ausflügler in Kolonne unterwegs waren und die Wanderer auf den Wegen Menschenketten bildeten, war ich nun plötzlich allein im wunderschönen Wald unterwegs. Teils hatte es zwar noch etwas Eis auf den Straßen, aber es war alles problemlos befahrbar. Nicht selbstverständlich im Januar auf über 1.000 Meter Höhe. Auch im Zulgtal konnte ich anfangs noch den Sonnenschein genießen. Bis es dann doch wieder in den Nebel zurück ging, die Temperatur auf -3°C fiel und ich schlussendlich als Eiszapfen in Thun in den Zug nach Hause stieg.

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Auf der Suche nach der Sonne

Uih, der letzte Eintrag hier ist doch tatsächlich fast zwei Monate her. Der Grund dafür ist simpel, seit damals gab es leider keine Gelegenheit mehr, sich auf das Bike zu schwingen und ein paar Bilder zu machen. Denn der Winter kam dieses Jahr sehr früh und mit viel Schnee. Sogar bis hier unten hat es schon mehrmals geschneit. Aber zum Glück ist Verlass auf das Weihnachtstauwetter. Denn dieses hat den Schnee hier geschmolzen. Allerdings auch eine fette Nebeldecke über alles gelegt. Um diesem Nebel zu entfliehen, habe ich mich heute mit dem Luftikus auf den Weg zum Thunersee gemacht. Denn Meteo versprach dort Sonnenschein.

Sonne kämpft sich durch den Nebel am Sonnenweg.
Sonne kämpft sich durch den Nebel am Sonnenweg.

Und so war es auch. In Thun war die Wolkendecke schon viel dünner als in Bern. Und nach einigen anstrengenden Höhenmetern, genau auf 1000 Meter Höhe und am „Sonnenweg“-Schild, drückten sich die ersten Sonnenstrahlen durch die eisige Nebelluft.

Der Luftikus in der Höhensonne bei Heiligenschwendi.
Der Luftikus in der Höhensonne bei Heiligenschwendi.

Über dem Nebel gab es wundervolle Aussichten mit viel Schnee zu genießen. Um den Schnee habe ich allerdings einen Bogen gemacht. Denn ich bin nur auf den geräumten Straßen gefahren. Eben so weit hinauf, bis zu viel Schnee auf der Straße lag.

Blick gegen die Sonne.
Blick gegen die Sonne.

Danach ging es hinunter ans Seeufer und einmal rundherum um den See. Und da sich der Nebel immer weiter auflöste, konnte man auch vom See aus die Berge bewundern. Selbst der Niesen war am späten Nachmittag in seiner gesamten Pracht sichtbar. So macht das Weihnachtstauwetter Freude.

Der Niesen mit der Sonne im Rücken.
Der Niesen mit der Sonne im Rücken.

Und so schaut die Tour auf der Karte aus:

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Wie das Niederhorn erklommen wurde.

Im März war ich bereits einmal auf dem Niederhorn (1’950 Meter), damals mit Schneeschuhen. Weil das so eindrücklich war, musste der Gipfel eben auch mit dem Bison-Bike bezwungen werden. So machte ich mich gestern auf den Weg.

Am See in Thun.
Am See in Thun.
Rast in Heiligenschwendi.
Rast in Heiligenschwendi.

Gestartet wurde in Thun bei bestem Wetter. Nach wenigen Metern am See entlang ging es streng bergauf. Bei drückender Hitze. In Heiligenschwendi konnte man zum ersten Mal das Niederhorn sehen. Auf dem Foto oben sieht man die Antenne auf dem Gipfel als kleinen Strich.

Erste kleine Abfahrt.
Erste kleine Abfahrt.
Im Justistal unterhalb des Niederhorns.
Im Justistal unterhalb des Niederhorns.

Es folgte eine kleine erholsame Abfahrt, bevor die Kletterei weiter ging. Und wie. Irgendwann waren die Beine komplett leer. Als ich endlich oben war, hatte es sich leider zugezogen und der Wind frischte auf. Ich spürte aber vor allem die mehr als 1’800 Höhenmeter, die ich irgendwie aus meinem Körper gequetscht hatte.

Blick hinab ins Justistal.
Blick hinab ins Justistal.
Das Bison auf dem Niederhorn.
Das Bison auf dem Niederhorn.
Blick auf den Brienzersee.
Blick auf den Brienzersee.

Die Abfahrt machte die Ermattung nicht unbedingt einfacher. Im Gegenteil. Wobei der Pfad hinab eh meist nicht fahrbar war. Dafür ging es quer durch fast unberührte Natur und manchmal gaben die Wolken auch Ausblicke auf die Viertausender im Süden frei.

Kurze Verschnaufpause auf der Abfahrt.
Kurze Verschnaufpause auf der Abfahrt.
Viertausender zwischen den Wolken.
Viertausender zwischen den Wolken.
Sonne über Interlaken.
Sonne über Interlaken.
Neugierige Esel am Wegrand.
Neugierige Esel am Wegrand.

An der Stelle, wo die neugierige Esel nach Aufmerksamkeit verlangten, stand ich bereits vor drei Jahren beim Alpencrössli. Damals sind wir den angeblich gesperrten Weg hinab gefahren. Leider ist mir das erst später wieder eingefallen, als ich schon auf dem Umweg über die Strasse war. Wahrscheinlich wollten mir die Esel das mitteilen.

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