Durch die Hitze zum kuhlen Date an der Chummlihütte

Endlich ergab sich wieder die Gelegenheit, hinauf zur Chummlihütte am Gantrisch zu fahren. Schwierig machte das Unterfangen nur die aktuell herrschende Hitze, die den Anstieg von Burgistein bis hoch auf fast 1’800 Meter Höhe zu einer Quälerei werden ließ.

Blick von Burgistein auf das Ziel am Gantrisch (am rechten Bildrand).
Willkommene Erfrischung in der Hitze.
Am Weg hinauf zum Gantrischseeli.

Am Gantrischseeli war es zwar etwas kühler, aber alles andere als idyllisch. So ging es ohne Pause vorbei am überfüllten Ort. Weiter oben war die Gesellschaft dann deutlich angenehmer, denn an der Chummlihütte konnte ich die Ruhe auf der Kuhweide genießen. Zumindest bis eine Kuh Gefallen daran fand, zuerst meinen Rucksack und danach meine salzverkrusteten Beine abzulecken.

Rast bei der Chummlihütte mit Kuhgesellschaft.
Ausblick auf den Morgetepass.
Die Chummlihütte im Sonnenschein.
Neugierige Kuh will salzigen Biker ablecken.

Also ging es wieder hinab, wo sich zum Glück langsam die Kühle des Abends ausbreitete.

Mountain View (laut Schild) auf den Gantrisch und seine Nachbarn.
Gesamtstrecke: 67.58 km
Maximale Höhe: 1774 m
Gesamtanstieg: 2146 m

Sommer in Berlin

Berliner Fernsehturm
Berliner Fernsehturm

Letzte Woche war es sehr heiß in Berlin. An einem dieser heißen Abende durfte ich Stereofysh live erleben. Sehr fein war das. Bilder gibt es bei Facebook.
Zur Erklärung: Stereofysh sind die Geschwister Zander, bekannt u.a. von den Happy New Cats, unterstützt von Lars Dieterich.
Und da der Sommer nun begonnen hat und ein Sommerhit nicht schaden kann, zumindest nicht, wenn er gut ist, plädiere ich heuer für diesen hier:


Stereofysh – Summerboots

Coole Strategie

Ich war heute schlau und habe die Kühle des Morgens genutzt. Früh aufgestanden, Jabba geschnappt und ab ging die Post. Sehr schön war das. Gegen Mittag wurde es dann aber so heiß, dass jeder Schatten wertvoll war. Nicht nur für Bergradfahrer, sondern auch für Wuschelkühe. So, und jetzt erfrische ich mich weiter mit leckerem Apfelminze-Sirup.… » Galerie anschauen

Statistikpanne

Gestern hatte ich mich mit der Absicht aufs Rad gesetzt, bei der Pannenstatistik mindestens die 555 Kilometer-Marke zu knacken. Aber wie das immer mit solchen Vorhaben so ist, ich muss natürlich gnadenlos scheitern. Gnadenlos deshalb, weil ich eben nicht nur aufgrund der schwül-heißen Luft die erforderlichen Kilometer geschafft habe.

Kilometerstandbeweis für die Pannenstatistik
Kilometerstandbeweis für die Pannenstatistik

Denn bei Kilometer 31 fuhr ich rasant eine Abfahrt hinab, das Hinterrad knallte auf einen Stein, es gab einen Schlag und die Luft wich sehr schnell aus dem Reifen. Mein erster Gedanke galt natürlich der schönen Pannenstatistik, die nun futsch war. Die ich ja erst vor gut zwei Monaten eingeführt hatte, weil ich solches Vertrauen in die neuen Reifen hatte. Wobei man dem Reifen eigentlich keinen Vorwurf machen kann. Dem Schlauch schon eher. Der verlor nämlich seit ein paar Wochen schon ganz langsam Luft. Wahrscheinlich war da schon ein kleines Loch drin, ich war aber zu faul das zu überprüfen. Und gestern zerfetzte es ihn dann an eben jener Stelle. Das Flickzeug habe ich dann auch nur fürs Foto raus geholt, denn flicken konnte man da nichts mehr.

Dann werde ich die Pannenstatistik wohl mal schweren Herzens wieder zurücksetzen. Immerhin habe ich aber in ziemlich genau zwei Monaten 529 Kilometer ohne Zwischenfall geschafft. Auch nicht schlecht.

Übrigens, man darf sich bei so einer Pannenbehebung nicht zu viel Zeit lassen. Überhaupt sollte man Pausen eher kurz halten. Denn sobald das Fahrrad einmal steht oder liegt, wird es besiedelt. In diesem Fall von drei Grashüpfern. Es bildet sich also ein kleines Biotop. Und wenn man dann zu lange wartet, steht es vielleicht schon unter Naturschutz und man schaut dumm aus der Wäsche.

Drei Grashüpfer (groß, mittel, winzig) auf Fahrradreifen

Von Hitzeauswirkungen und Regenbremsen

Es ist heiß, sehr heiß. Und das Radfahren macht momentan keinen Spaß. Egal ob richtige Tour oder nur der kurze Weg in die Stadt, überall hat man mit den Folgen der Hitze zu kämpfen.

So sind die Straßen derzeit zwar erstaunlich leer, obwohl noch nicht einmal die Schulferien begonnen haben (glaube ich jedenfalls). Hängt vielleicht auch mit dem Benzinpreis zusammen. Denn dafür sind massenhaft Radfahrer unterwegs. Was ansich eine gute Sache ist. Nur sind eben auch viele unterwegs, die nicht so geübt sind. Die ihr Fahrrad nicht unter Kontrolle haben. Oder denen es Spaß macht, mir auf meiner Seite des Weges/der Straße entgegen zu fahren. Beim ersten Mal ging das gerade noch gut, das zweite Mal spürte ich mit voller Wucht am Unterarm. Danke auch.

Auf Tour über Stock und Stein ist kein so hohes Verkehrsaufkommen hinderlich. Dafür aber ganz andere Dinge. Den Namen des einen Problems habe ich jetzt endlich mal recherchiert, es sind die Regenbremsen. Diese Viecher sind überall und wahnsinnig aggressiv. Und sie werden immer schneller. Reichte es vor ein paar Jahren noch, mindestens 15 km/h zu fahren, halten die jetzt schon bis 20 km/h mit. Das Spiel läuft dann folgendermaßen ab. Wenn es irgendwo bergauf geht, sitzen die Viecher in Massen auf dem Boden und zwar in Fahrtrichtung. Sobald man an ihnen vorbei fährt, starten die und fliegen ihrem Opfer hinterher. Als ich dann gestern die Sonne im Rücken hatte, sah ich in meinem Schatten, dass mich ein riesiger Schwarm verfolgt. Sehr beängstigend. Und sobald man Geschwindigkeit verliert, ist man verloren. Dann schwirren die um einen rum und stechen zu. Vorzugsweise ins Gesicht. Gestern war es so schlimm, dass ich desöfteren laut geflucht habe, obwohl ich ja eigentlich ein sehr ruhiger Mensch bin. Aber diese Tiere sind wahrlich die Ausgeburt der Hölle.

Und wenn man dann so schnell wie möglich die Anstiege bewältigen muss, obwohl man die Hitze ja gar nicht verträgt und total am Ende ist, würde man ja auch gern mal eine Pause machen. Aber wie gesagt, die Viecher sind überall. Sobald man anhält und was zu essen aus dem Rucksack nimmt, wird man schon mindestens dreimal gestochen. Einen einzigen Platz hatte ich dann doch gefunden, um den geschundenen Körper ein wenig zu erholen. Diesen kann man auf den Bilder sehen. Leider hatte es da kein Netz, ich wollte aber telefonieren.

Teich
Teich

Teich im Wald
Teich im Wald

Bei der Pannenfrei-Statistik ist die 300km-Marke geknackt worden. Ich habe schon überlegt, mir das Profil der Reifen irgendwo auf den Körper tätowieren zu lassen. Habe mich gestern zur Probe mal vom Fahrrad geschmissen (mitten in die Brennnesseln) und danach hatte ich einen Abdruck auf den Rippen. Hurra. Fällt aber auch nicht weiter auf, wenn man verschwitzt, vom Staub paniert, von Brennnesseln verbrannt, zerkratzt, zerstochen und blutverschmiert nach Hause kommt.

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