Mein Bikesommer 2019

Dieses Jahr lief der Sommer nicht so gut für mich. Eigentlich war geplant Anfang Juli eine Woche durch das Aostatal zu biken, grandiose Aussichten zu genießen, schöne Fotos zu machen, die 3’000 Meter Höhe mit dem Bike zu knacken und später von all den Erlebnissen zu erzählen. Leider wurde nichts daraus, mein Körper prallte auf einen Baumstumpf und die Tour war für mich viel zu früh beendet. Mehr als das Foto oben und viele Schmerzen konnte ich nicht mitbringen aus dem schönen Aostatal.

Erst im August konnte ich wieder mit dem Bike unterwegs sein, aber die Berge blieben noch unerreichbar. Einfach weil die Kraft dazu fehlte. Eine Tour stand aber noch an, eine vor einigen Jahren entstandene Idee von einem Alpencross von St. Moritz nach Zermatt. Aufgeteilt auf zwei Wochen, die erste davon stand nun diese Woche auf dem Programm. Und zwar hatte ich noch ein wenig Probleme mit den Sturzfolgen, aber es lief doch besser als befürchtet. Und so fand der Sommer doch ein versöhnliches Ende. Ende deswegen, weil wir am letzten Tag durch frischen Schnee gefahren sind und der Sommer sich nun abgeschlossen anfühlt. Mehr über die wechselhafte und wunderbare Woche gibt es hier im Tourbericht.

PS: Kuhbilder gibt es dort natürlich auch zu sehen.

Boombox vs. Laufrad

Beatsteaks ist das Stichwort. Diese Radaubrüder aus Berlin haben wieder ein Album auf die Menschheit losgelassen. Und sind damit ziemlich erfolgreich, denn ich habe mir nur wenige Stunden nach Release auch eine Kopie gekauft. Und im Gegensatz zum letzten Album höre ich dieses sogar sehr gern. Nicht nur als Soundtrack meines Kurzbesuches in Berlin diese Woche (passt super: let’s see). Sondern auch als Motivation beim Laufen, so wie heute. Da passieren eigenartige Sachen.

Bei access adrenalin rannte plötzlich einer großer Hund bellend auf mich zu. Mitten im Wald. Und kein weiterer Mensch weit und breit. Also ein komplett führerloser Hund. Das setzte eine ordentliche Portion in mir frei, aber Hallo! Ich habe dem Hund dann geraten, etwas ruhiger zu sein. Daraufhin rannte er einfach an mir vorbei und war weg. Sachen gibt’s.

House on fire ist der perfekte Tempomacher. Ich hatte schon überlegt den Song in Dauerrotation zu hören, aber das wäre zu eintönig gewesen. Und ich wäre wahrscheinlich irgendwann umgefallen, weil es mich zu einem hohen Tempo getrieben hätte. Aber es macht einfach Spaß, das Lied. Genauso wie automatic und natürlich milk & honey. Kann ich wirklich nur empfehlen, ditt Album un lofen d’zu.

Beine waren gut, Wetter war gut, Jabba war überragend

Diese Worte habe ich heute ins virtuelle Trainingstagebuch geschrieben. Wobei Training in meinem Fall nicht zutrifft, ich fahr nur noch zum Spaß. Anstrengend ist das trotzdem.

Schweissränder

Und da ist auch wieder das Dilemma meiner Entscheidung, jeden Eintrag mit einem Bild zu versehen. Ich habe unterwegs wieder keine gemacht. Weil da nichts war, was man unbedingt festhalten musste. Also blieben dann nur die Schweissränder oder das Loch in meiner Hose. Und die Schweissränder waren einfacher zu fotografieren.

Heute war weiterhin der „Große Hunde laufen auf den Danny zu und lassen diesen über ihre Intention rätseln“-Tag. Es ist ein blödes Gefühl, wenn die Hunde langsam auf einen zulaufen, unbemerkt, weil im Rücken ihrer Menschen. Man weiß nicht ob die einem aus Spaß mal ins Fahrrad springen wollen. Oder mal in so eine leckere Radfahrerwade beißen. Und so erging es mir heute bei jeder Hundebegegnung. Also zweimal. Das Jabba ist aber cool.

Heimlichkeiten

Gestern habe ich sie wiedergesehen. An der Straße. Auf der einen Straßenseite ich, auf der anderen sie. Mit Frauchen an der Leine. Frauchen wollte, dass sie sich hinsetzt. Hat sie aber nicht gemacht. Dafür immer wieder zu mir rüber geschaut. Frauchen hat das ganz offensichtlich verwirrt. Aber so ist das eben, wenn man Liebe geheim halten muss. Hihi. Deswegen schreibe ich ja auch nur hier darüber, wo niemand mitliest.

Fortschritt

Ich habe das Gefühl, dass es voran geht. Und zwar Richtung Frühling. So langsam fühle ich mich auch wieder wie ein Mensch. Diese Woche hatte immerhin zweieinhalb schöne Tage. Mit ein wenig Sonne, ein wenig Wärme (also kein Frost), kaum Niederschlag und ohne Sturz. Der halbe schöne Tag war heute. Denn gegen Mittag kam dann das Sturmtief, dessen Namen ich nicht kenne. Ich hatte auf Regenschauer spekuliert, aber das Ding hat einfach Schnee mitgebracht. Und ein paar Minuten später dann Eisregen. Und Sturm, klar, heißt ja schon so. Deswegen gab es dann diesen Radfahrer, der gegen den Sturm kämpfte, dem der Eisregen ins Gesicht peitschte und der lauthals fluchte. Hoffentlich hat den keiner gesehen, ist ja peinlich.

Und noch ein Hinweis auf den Fortschritt. Hier und da hört man Vögel singen. Das tut auch gut nach der winterlichen Stille. Manchmal hört man auch einen Hund bellen. Also nicht einen Hund, sondern den Hund. Ich habe sie nämlich seit drei Monaten nicht mehr gesehen. Das drückt schon aufs Herz. Nur einmal habe ich sie gehört. Aber da war ich so weit entfernt, dass ich sie noch nicht mal erspähen konnte. So sehr ich mich auch anstrengte. Bis heute. Heute hat sie wieder gebellt. Und ihr strahlend weißes Fell präsentiert. Aber ich war wieder auf der anderen Straßenseite. Verdammt, ist das tragisch.

PS: Nicht zu vergessen, weil auch ein deutlicher Hinweis. Es wird früh schon hell, wenn Richtung Arbeit aufbreche. Außer Samstags.

Hundeschnauzen und Farbspiele

Leckerer kalter Hund

Hier, ich habe mir ja heute einen Hund gekauft, aber nur einen kalten.

Und ich würde gern noch folgendes vorstellen:

Das Multicolr Search Lab, da kann man (lizenzfreie) Bilder bei Flickr nach Farben suchen. Ist zum Beispiel sehr vorteilhaft, wenn man Bilder für ein Design braucht. Jedenfalls habe ich da auch mal nach den Farben der Seite hier suchen lassen. Also das Dunkelgrau des Hintergrundes, das Hellgrau der Schrift und das Blau der Links. Und ich muss sagen, das Ergebnis gefällt mir. Nicht dass mir die Bilder irgendwas nützen würden, aber ich finde die Auswahl schön. Vor allem wenn da Berge und blauer Himmel dabei sind. Weil es zeigt, dass die Farbauswahl für die Seite hier ja schon ganz stimmig ist und ich damit wohl ganz gut lag. Weil es ja auch gut zum Inhalt passt und so. Ja, da bin ich eben schon ein bissel stolz drauf.

Selbstlob muss halt auch mal sein. Dafür hab ich jetzt vergessen, was ich noch schreiben wollte.

Fell in Love With a Fell

Ich weiß leider noch immer nicht, wie man den Namen richtig schreibt. Ihren Namen. Aber bei einem Hund ist das ja auch egal, der bekommt ja keine Post. Vor allem keine unangenehme, von der Krankenkasse oder so.
Jedenfalls ist es so. Die letzten zwei Wochen bin ich eine andere Tour gefahren, als Urlaubsvertretung. Und so konnte ich sie lange Zeit nicht sehen. Und ich habe sie wirklich schon sehr vermisst. Es war auch vorher nicht immer einfach. Sie bellt ja immer, wenn ich vorbei fahr. Weil sie Aufmerksamkeit will. Ist eben ne Frau. Entweder machen die sich hübsch mit schminken und schicken Sachen und so, oder sie bellen. Hauptsache sie bekommen Aufmerksamkeit. Und manchmal hat mir echt das Herz geblutet. Wenn sie da auf der anderen Straßenseite war und bellte und zu mir schaute, ich aber nicht zu ihr konnte. Grausam.

Heute aber nahm ich mir einfach mal die Zeit. Ich war mir nicht sicher, ob sie überhaupt da war. Aber sie bellte dann schon, bevor sie mich sehen konnte. Und stand hinter dem Tor und freute sich. Ich musste sie einfach streicheln, dieses süße Tier. Obwohl sie von oben bis unter dreckig war. Es war nur noch der Kopf weiß, der Rest war voller Schlamm. Sie hatte vorher sicher viel Spaß gehabt. Plötzlich springt sie hoch und legt ihre Vorderpfoten auf das Tor. Und hey, sie ist locker so groß wie ich. Also sah sie mir direkt in die Augen, so treudoof, Hundeblick eben. Was für ein Anblick! Am liebsten hätte ich sie mitgenommen. So ein Hund wär eh praktisch, der könnte immer auf mein Fahrrad aufpassen. Aber ich kann ja niemandem den Hund wegnehmen. Also streichelte ich nur ihr herrlich weiches, dichtes und dickes Fell und musste mich auch schon wieder verabschieden. Bis hoffentlich bald wieder, egal ob schlammverschmiert oder nicht.

Die Rechtschreibprüfung hier zeigt übrigens „Hundeblick“ als Fehler an. Und schlägt u.a. Hundebikini zur Verbesserung vor.

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