Über das Niederhorn

Wie schon im letzten Jahr wollte ich auch heuer das Niederhorn einmal mit dem Bike bezwingen. Diesmal aber in der anderen Richtung, nämlich mit Start in Interlaken und Ziel in Thun. Was eine sehr gute Entscheidung war, da der Anstieg angenehmer und die Aussicht auf Eiger, Mönch und Jungfrau bei dem Wetter einfach traumhaft war.… » Galerie anschauen

Auf der Suche nach der Sonne

Uih, der letzte Eintrag hier ist doch tatsächlich fast zwei Monate her. Der Grund dafür ist simpel, seit damals gab es leider keine Gelegenheit mehr, sich auf das Bike zu schwingen und ein paar Bilder zu machen. Denn der Winter kam dieses Jahr sehr früh und mit viel Schnee. Sogar bis hier unten hat es schon mehrmals geschneit. Aber zum Glück ist Verlass auf das Weihnachtstauwetter. Denn dieses hat den Schnee hier geschmolzen. Allerdings auch eine fette Nebeldecke über alles gelegt. Um diesem Nebel zu entfliehen, habe ich mich heute mit dem Luftikus auf den Weg zum Thunersee gemacht. Denn Meteo versprach dort Sonnenschein.

Sonne kämpft sich durch den Nebel am Sonnenweg.
Sonne kämpft sich durch den Nebel am Sonnenweg.

Und so war es auch. In Thun war die Wolkendecke schon viel dünner als in Bern. Und nach einigen anstrengenden Höhenmetern, genau auf 1000 Meter Höhe und am „Sonnenweg“-Schild, drückten sich die ersten Sonnenstrahlen durch die eisige Nebelluft.

Der Luftikus in der Höhensonne bei Heiligenschwendi.
Der Luftikus in der Höhensonne bei Heiligenschwendi.

Über dem Nebel gab es wundervolle Aussichten mit viel Schnee zu genießen. Um den Schnee habe ich allerdings einen Bogen gemacht. Denn ich bin nur auf den geräumten Straßen gefahren. Eben so weit hinauf, bis zu viel Schnee auf der Straße lag.

Blick gegen die Sonne.
Blick gegen die Sonne.

Danach ging es hinunter ans Seeufer und einmal rundherum um den See. Und da sich der Nebel immer weiter auflöste, konnte man auch vom See aus die Berge bewundern. Selbst der Niesen war am späten Nachmittag in seiner gesamten Pracht sichtbar. So macht das Weihnachtstauwetter Freude.

Der Niesen mit der Sonne im Rücken.
Der Niesen mit der Sonne im Rücken.

Und so schaut die Tour auf der Karte aus:

Download

Wie das Niederhorn erklommen wurde.

Im März war ich bereits einmal auf dem Niederhorn (1’950 Meter), damals mit Schneeschuhen. Weil das so eindrücklich war, musste der Gipfel eben auch mit dem Bison-Bike bezwungen werden. So machte ich mich gestern auf den Weg.

Am See in Thun.
Am See in Thun.
Rast in Heiligenschwendi.
Rast in Heiligenschwendi.

Gestartet wurde in Thun bei bestem Wetter. Nach wenigen Metern am See entlang ging es streng bergauf. Bei drückender Hitze. In Heiligenschwendi konnte man zum ersten Mal das Niederhorn sehen. Auf dem Foto oben sieht man die Antenne auf dem Gipfel als kleinen Strich.

Erste kleine Abfahrt.
Erste kleine Abfahrt.
Im Justistal unterhalb des Niederhorns.
Im Justistal unterhalb des Niederhorns.

Es folgte eine kleine erholsame Abfahrt, bevor die Kletterei weiter ging. Und wie. Irgendwann waren die Beine komplett leer. Als ich endlich oben war, hatte es sich leider zugezogen und der Wind frischte auf. Ich spürte aber vor allem die mehr als 1’800 Höhenmeter, die ich irgendwie aus meinem Körper gequetscht hatte.

Blick hinab ins Justistal.
Blick hinab ins Justistal.
Das Bison auf dem Niederhorn.
Das Bison auf dem Niederhorn.
Blick auf den Brienzersee.
Blick auf den Brienzersee.

Die Abfahrt machte die Ermattung nicht unbedingt einfacher. Im Gegenteil. Wobei der Pfad hinab eh meist nicht fahrbar war. Dafür ging es quer durch fast unberührte Natur und manchmal gaben die Wolken auch Ausblicke auf die Viertausender im Süden frei.

Kurze Verschnaufpause auf der Abfahrt.
Kurze Verschnaufpause auf der Abfahrt.
Viertausender zwischen den Wolken.
Viertausender zwischen den Wolken.
Sonne über Interlaken.
Sonne über Interlaken.
Neugierige Esel am Wegrand.
Neugierige Esel am Wegrand.

An der Stelle, wo die neugierige Esel nach Aufmerksamkeit verlangten, stand ich bereits vor drei Jahren beim Alpencrössli. Damals sind wir den angeblich gesperrten Weg hinab gefahren. Leider ist mir das erst später wieder eingefallen, als ich schon auf dem Umweg über die Strasse war. Wahrscheinlich wollten mir die Esel das mitteilen.

Download

Die Bezwingung des Rengglipasses.

Gestern war Premiere, das Bison und ich haben allein unseren ersten Pass in der neuen Heimat bezwungen. Und das war sehr schön, aber auch sehr anstrengend. Denn den Rengglipass (1879 Meter hoch, das ist Einsteins Geburtsjahr) kann man nicht komplett fahren. Nach dem Anstieg hinauf nach Aeschiried, der Fahrt durch das wunderbar idyllische Suldtal und… » Galerie anschauen

search previous next tag category expand menu location phone mail time cart zoom edit close