Album des Jahres Zwanzigdreizehn

Jahrescharts Alben 2013
Jahrescharts Alben 2013
Dieses Jahr kann ich die 2013 veröffentlichten und von mir mehrfach gehörten Alben an einer Hand abzählen.

  1. Shout Out Louds – Optica: Mit großem Abstand Album des Jahres 2013. Völlig verdient. Ich habe es schon beim ersten Hörgenuss gemocht und mag es auch heute noch sehr. Eigentlich erschien es zur falschen Jahreszeit, weil es viel besser zum Sommer passt. Aber es hat sich bis zur warmen Jahreszeit gehalten, ja sogar bis in den Herbst hinein waren die Klänge im Kopf. An einer Rezension hatte ich mich damals auch versucht. Und dann war da noch dieses schöne Konzert der Lautrausschreier zu Ostern, welches leider das einzige von mir besuchte in diesem Jahr blieb.
  2. Kings of Leon – Mechanical Bull: Völlig unerwartet hat mir dieses Album beim ersten Hören gefallen. In die letzten Alben der Burschen musste ich mich immer erst reinhören. Mechanical Bull ist viel besser, als ich es dieser Band noch zugetraut hätte. Klar sind die Texte teils echt platt, aber Musik können sie halt doch machen.
  3. Teitur – Story Music: So wunderwunderschöne Musik. Teils etwas verwirrend. Aber dank dem wundervollen Konzert habe sich auch letzte Zweifel über die Qualität der Lieder verflüchtigt. Wer das genauer verstehen möchte, dem empfehle ich meinen Konzertbericht hier.
  4. Bora York – Dreaming Free: Das Projekt hatte ich hier ja vorgestellt und ich mag die Musik noch immer sehr. Mein Geheimtipp Zwanzigdreizehn.
  5. Lunik – Encore: Kein echtes Album, deswegen reichen auch fünf Finger, siehe erster Satz. Aber eben das letzte Lebenszeichen dieser Band, mit der ich sehr schöne Zeiten verbinde. Bitte hier nachlesen.
  6. Sportfreunde Stiller – New York, Rio, Rosenheim: Dazu hab ich damals hier alles geschrieben. Ich mag das Album noch immer, aber ich höre die Sportfreunde-Musik eher selten aus der Konserve. Live ist es einfach schöner, auch weil dann dieses besondere Gefühl, dass die Sportfreunde ausmacht, dabei ist.

Recht überschaubar, meine Liste. Aber ich habe, abgesehen von diesen Alben, einfach nichts gefunden, was mich begeistern konnte. Ob das an meinen Ansprüchen, der wenigen zum Musikhören verfügbaren Zeit oder Ignoranz lag, kann ich nicht einschätzen. Und bitte komm mir keiner mit Arcade Fire, mit denen konnte ich noch nie was anfangen. Hoffentlich kommt nächstes Jahr was neues von der Broken Social Scene und/oder den Stars. Dann kann ich wenigstens aus diesen dann das Album des Jahres bestimmen.

Album des Jahres Zwanzigzehn

Meine Album-Jahrescharts
Meine Album-Jahrescharts
Dieses Jahr mache ich es mir ganz einfach und nehme meine persönliche Hörstatistik von last.fm heran. Denn ich habe, ganz im Gegensatz zu 2009, dieses Jahr hauptsächlich aktuelle Musik gehört. Und da schau her, Album des Jahres ist völlig unüberraschend das grandiose Forgiveness Rock Record.

  1. Broken Social Scene – Forgiveness Rock Record: Wer möchte, kann hier nochmals meine Meinung zum Album nachlesen. Diese Meinung hat sich nicht geändert. Und wer versuchen möchte zu verstehen, warum die anderen Alben der Broken Social Scene in meinen Charts auftauchen, dem empfehle ich dringend die Lektüre dieser beiden Konzertberichte. Solch großartige Erlebnisse, die noch immer in meinem Herzen sind.
  2. Teitur – Let the Dog Drive Home: So wunderschön, aber da Veröffentlichung und Tour erst 2011 anstehen wohl eher das Album des nächsten Jahres.
  3. Stars – The Five Ghosts: Völlig zurecht steht dieses Album auf diesem Platz. Und ich will noch immer nichts weiter drüber schreiben, lieber im Herzen behalten. Das Konzert hat das Album noch weiter aufgewertet, nur eine Begleitung hat noch gefehlt.
  4. Memphis – A Little Place In The Wilderness: Kein aktuelles Album, trotzdem oft gehört. Aus einem ganz einfachen Grund: Diese Musik ist perfekt. Und so wunderschön. Ich kann sie immer hören, egal wie meine Stimmung ist. Und dies ist einzig und allein mit diesem Album möglich.
  5. Kings of Leon – Come Around Sundown: Wie sehr mir dieses Album gefällt, habe ich ja schon hier erwähnt. Ich finde es noch immer beeindruckend, dass die Bengel nach einem Reinfall so ein Album abliefern konnten.
  6. Clueso – Clueso & Stüba Philharmonie: Für mich die schönste Version des Cluesoschen Schaffens. Sind natürlich auch viele Lieder drauf und da ich Alben immer am Stück anhöre, ergibt das viele Scrobbels.
  7. Metric – Fantasies: Eigentlich Album des Jahres 2009, aber von mir erst später entdeckt.
  8. Jason Collett – Rat a Tat Tat / To Wit To Woo (Deluxe Bundle): Spätzünder. Ich fand es nach mehrmaligem Hören eher langweilig. Bis mir klar wurde, wie großartig Herr Collett hier mit verschiedenen Stilen spielt. Es ist wie eine Zeitreise. Und dennoch ist die Musik aktueller als so manch anderes, was in letzter Zeit erdacht wurde. Eine sehr gehaltvolle Liedsammlung, die ich jedem hiermit ans Herz legen möchte. Ebenso wie Pony Tricks. Dies ist eine kleine EP, auf der Herr Collett anlässlich seiner Tour einige seiner Lieder in ein ruhiges, zurückhaltend instrumentiertes Gewand gekleidet hat. Ganz wunderfein.
  9. Shout Out Louds – Work: Ich habe eine ganz Weile gebraucht, um mich mit dem Album anzufreunden. Aber jetzt klingt es noch immer nach Sommer und Natalies Garten. Das mag ich daran.
  10. Eels – End Times: Um ehrlich zu sein, ich kann mich gar nicht dran erinnern dieses Album so oft gehört zu haben. Eels-Alben brauchen aber auch immer eine ganz bestimmte Stimmung, um ihre Wirkung beim Hören zu entfalten.
  11. Die Sterne – 24/7: Meiner Meinung nach hat diese Band mit dem Riss und dem Neu(er-)finden alles richtig gemacht und ich wünsche mir, dass sich der Mut auch auszahlt. Bitte unterstützen.

Ich bin mir nicht ganz sicher, ob sich meine Vorhersage des letzten Jahres wirklich bewahrheitet hat. Da ich nicht einschätzen kann, welche Musik heute wirklich gehört wird. Ob die Schrammelmusik noch immer aktuell ist oder ob wenig musikalisch anspruchvolles wie Frittenbude und so noch immer so viele Anhänger findet. Ich für meinen Teil kann nur feststellen, dass mit fortschreitender Vergreisung meinerseits wachsendem Musikrepertoire in meinem Kopf mein Geschmack spezieller wird. Soll heißen, je mehr Musik ich kennenlerne, umso mehr sortiere ich nach gehaltvoller, vielschichtiger Komposition und simpler Umsetzung einer simplen Idee. Wobei letzteres einfach nicht mehr interessant für mich ist. Was nicht heißt, dass mir einfache Sachen wie reine Abgehmusik oder harter Rock gar nicht zusagen würden. Aber ich bin insgesamt anspruchsvoller geworden, glaube ich. Was ich aber total okay finde.

Hat es jemand bis hierhin geschafft meine Ausführungen zu lesen? Falls ja, mich würde auch andere Meinungen sehr interessieren. Was war euer Album des Jahres und vor allem warum? Was habe ich alter Mann verpasst?

Back Down South

Albumcover

Seit zwei Wochen ist das neue Kings of Leon-Album bereits veröffentlicht und läuft bei mir rauf und runter. Denn ich gestehe, nach der Enttäuschung namens „Only by the Night“ (siehe meine Rezension bei Mainstage) gefällt mir das neue „Come Around Sundown“ sehr gut. Und ich bin irgendwie sogar stolz auf diese Typen, die es geschafft haben aus ihren Anfänger herauszuwachsen ohne sich dem Mainstream vollens zu verkaufen. Denn das letzte Album schien eine solche Entwicklung vorzuzeichnen. Aber nicht mit den Followills, die lassen die Erwartungen links liegen und gehen nach Hause. Meinen vollsten Respekt dafür.

Nach Hause gehen ist in diesem Fall so zu verstehen, dass man sich auf seine Wurzeln besinnt. Und spätestens mit der zweiten Hälfte der Platte, eingeleitet mit dem grandiosen „Back Down South“, werden diese vollständig ausgeschöpft. DAS ist endlich das, was man sich schon vom letzten Album erwartet hatte. Die Rotzigkeit der ersten Alben, vereint und ausgebaut mit den seit dieser Zeit erworbenen Fähigkeiten. Bestes Beispiel dafür diese wahnsinnig geile Basslinie bei „Beach Side“. Mindestens einen Bass-Song gab es ja immer, aber noch keinen so ausgefeilten. Man probiert neue Dinge aus, nutzt verschiedenste Instrumente und baut damit etwas Großes. Und das meiner Meinung nach ohne einen echten Ausfall. Eben im Gegensatz zum letzten Album, wo dieses Experiment noch nicht gelang. Für mich ist das hier das Sommeralbum des Jahres, auch wenn der Sommer schon vorbei ist.

Unbedingt laut anhören!

Über sieben Brücken musst du fahrn…

Muss ich wirklich. Das habe ich letztens festgestellt. Mein Arbeitsweg führt tatsächlich über genau sieben Brücken. Okay, eine davon ist nur eine kleine über einen Bach. Trotzdem, Brücke bleibt Brücke. Jena ist also das Venedig des Ostens. Naja, eher der Mitte. Aber wichtig ist, das zugehörige Lied erspare ich uns allen jetzt.

Heute bin ich aber über keine einzige Brücke gefahren. Dafür habe ich andere Dinge erledigt. Beispielsweise die Only by The Night-Rezension geschrieben, da man nun bei der Mainstage finden kann. Wenn man denn will.

Morgen muss ich dann wieder über Brücken fahren. Leider ist für morgen viel Regen angesagt, was mich verständlicherweise nicht erfreut. Wer mag kann ja mal an mich denken. Während er/sie im Warmen und Trockenen sitzt, beispielsweise.

Musikpost

Diese Woche gab es endlich mal wieder Post für die Mainstage an mich. Nach ca. 2 Monaten Funkstille. Sommerloch vielleicht. Könnte aber auch andere Gründe haben.

Jedenfalls war da zum einen die neue Kings of Leon dabei. Die mich bis jetzt noch nicht wirklich überzeugen kann. Im Fußball würde man wohl sagen, die spielen zu vorherschaubar. Oder was die in diesem Genre für Wörter benutzen. Jedenfalls hat sich mit den Frisuren auch die Musik geändert, leider. Dafür ist das Artwork gut gemacht. Bei einem Album, das „Only by the Night“ heißt, die Lyrics weiß auf weiß zu drucken, ist schon clever. Noch besser wäre es, wenn die Schrift noch im Dunklen leuchten würde. Mal schauen was ich dazu schreiben kann. Muss ich ja so schnell wie möglich machen, weil VÖ am Freitag war.

Überzeugender ist „Oceans Will Rise“ von The Stills (VÖ 24.10.). Sehr verspielt, aber trotzdem mit klaren Linien. Sehr fein. Und eine Weiterentwicklung im Vergleich zum letzten Album. Artwork ist auch hier nett gemacht, gold und schwarz und 3D-Totenkopf auf dem Cover.

Dann ist da noch der „Fox“ von Miss Kenichi (VÖ 31.10.). Hab ich aber noch nicht reingehört.

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