Wie wird man ein Rennradler?

How To Be a Road Biker

Falls jemand noch nach Vorsätzen für Zwanzigvierzehn sucht, hier eine perfekte Anleitung, wie man zu einem Rennradfahrer wird. Passt alles sehr gut. Ich sag nur: „Strava or it didn’t happen!“. Und wer schon auf schmalen Reifen unterwegs ist, findet sich eventuell wieder und kann über sich und seine Radfahrkumpanen schmunzeln.

Apropos, wer lieber Geländeradfahrer werden will, für den gibt es natürlich auch eine Anleitung. Viel Erfolg!

How To Be a Mountain Biker

Geländeradfahrvideobericht aus dem schottischen Hochland

Es ist wieder die Zeit des Jahres, in der das Niveau des Fernsehprogramms sinkt. Fast wie im Sommerloch, aber zur jetzigen Zeit geschieht dieser Niveauverlust ohne Absicht. Im Gegenteil, die Sender glauben sogar mit dem Programm mehr Menschen als sonst vor die Glotze zu locken. Egal, beste Zeit sich Mountain Bike-Videos anzuschauen.


Hannah Barnes – Northwest

Dieses hier gefällt mir momentan besonders gut. Weil es anders ist. Nicht das übliche Bergabgeballere mit Rädern, die man bergauf schieben muss. Stattdessen gibt es das, was meiner Meinung nach das Mountain Biken ausmacht. Die Entdeckung neuer Wege, verbunden mit dem Scheitern, weil es diese Wege manchmal gar nicht gibt. Oder man nur Umwege entdeckt. Und mit Hunger, Kälte und Nässe kämpfen muss. Um am Ende, egal was es zu überstehen galt, glücklich und zufrieden zu sein. Und reicher an neuen Eindrücken und Erfahrungen. Das ist Mountain Biken. Und viel schöner als am Rhein entlang zu strampeln.

Und abgesehen von den Pfützen, Schlammlöchern und Regenschauern scheint es in Schottland echt schön zu sein. Nur wie das TV-Programm da zu Weihnachten ist, erfährt man nicht aus dem Video. Aber wer mehr erfahren möchte, kann hier die zugehörigen Worte von der sympathischen Hannah Barnes finden.

To-Do-Liste für Geländeradfahrer

10 Things Every Mountain Biker Should Have Done from Filme von Draussen on Vimeo.

Wieder ein schöner Film von Filme von draussen. Ich kann alle Punkte abhaken. Okay, durch den Bike Park sind wir nur bei der TransAlp durchgefahren. Und das Meer war nur die Ostsee. Aber trotzdem. Das Wichtigste ist eh, dass man all die Sachen so oft wie nur möglich wiederholen sollte.

Restauration und Retrospektive

Sauberes Jabba mit Botschaft
Sauberes Jabba mit Botschaft

Wenn man am Freitag nach der Arbeit im Gewitter nach Hause fahren muss und am Sonntag gegen 18 Uhr der Regen aufhört, dann entspricht das ziemlich exakt der nichtvorhandenen Definition von einem verregnetem Wochenende. Dieses habe ich erfolgreich genutzt, um das Jabba von den Spuren der Alpenüberquerung zu befreien und wieder auf Hochglanz zu polieren. Das Gute hat jetzt mehr als 10.000 Kilometer und über 180.000 Höhenmeter geleistet. Chapeau!

Außerdem trägt das Jabba jetzt, wie auf dem Bild zu sehen, eine Botschaft. „Open Trails“. Denn ich bin seit ein paar Wochen Mitglied beim DIMB. Und damit auch das Jabba. Diese Mitgliedschaft hatte ich schon seit Jahren geplant, aber bisher noch nicht realisiert. Ich finde es sehr wichtig, dass die Geländeradfahrer eine gemeinsame Stimme haben. Denn weg- und kleinreden kann man uns schon lange nicht mehr. Auch wenn es immer wieder versucht wird. Und da wir Mountain Biker genauso die Natur lieben und schätzen wie andere Weg- und Waldbenutzer macht es Sinn, sich gegen falsche Regelungen zu wehren. Aktuell gegen die „2-Meter-Regel“ in Baden-Württemberg, was man mit der Unterzeichnung dieser Petition (Link) tun sollte. Danke.

Zusätzlich habe ich eine Seite zur TransAlp Maloja erstellt und oben ins Menü eingefügt. Damit ich und andere Besucher ratzfatz die schönen Bilder finden können.

Sauerland-Marathon

Gestern wurde im Sauerland der „Int. Super MTB-Marathon“ ausgetragen und Dottore und ich waren dabei. Mein erster MTB-Marathon überhaupt und der erste Wettkampf seit ungefähr hundert Jahren. Damals noch nicht in der Senioren-Klasse, aber das ist eine andere Geschichte. Wir haben das Rennen erfolgreich beendet und trotz Krämpfen in meinen Beinen einen Platz im letzten… » Galerie anschauen

Die Seele des Sports

Folgende Sätze habe ich in einem Interview mit dem Fotografen Uli Wiesmeier gefunden. Gleichzeitig habe ich auch entdeckt, dass mich einige seiner Bilder schon sehr lange fasziniert haben, ohne zu wissen, dass diese von ihm sind. Aber darum soll es hier nicht gehen, sondern um dieses Thema:

Warum, glaubst du, hat sich die Outdoor-Sportszene teilweise so weit ins Extreme entwickelt?

Ich würde sagen, daran ist der Hersteller eines gewissen Zuckerwassers nicht unmaßgeblich beteiligt. Ich kenne drei ehemalige Red-Bull-Athleten, die jetzt im Rollstuhl sitzen. Die Jungs stehen alle unter einem extremen Druck, der gar nicht direkt ausgeübt wird. Keiner sagt dem Freerider: Ich will, dass du jetzt mit irgendwas dieses 50-Meter-Cliff runterspringst. Aber die meisten wollen eben auch mal einen Red-Bull-Helm tragen. Gerade die Jüngsten, die zur »Familie« gehören wollen, riskieren nicht selten Kopf und Kragen. Jemand wie der Red-Bull-Boss müsste einfach nur sagen: Ich will das gar nicht mehr sehen, diese lebensgefährlichen Geschichten, sondern ich will den Soul der Sportarten verkaufen. Das wäre mal eine Botschaft! Stattdessen gründet er die Stiftung »Wings for Life«, um damit die medizinische Forschungen zur Heilung von Querschnittslähmung zu fördern. Für mich grenzt das an Zynismus.

Eine gewisse Beteiligung an dieser Entwicklung kann man wirklich nicht bestreiten. Wobei meine Ansichten zur Seele meines Sportes vielleicht sehr begrenzt sind. Und ich da eben auch nur für meinen Sport sprechen kann. Ich verstehe es noch nicht mal, was es mit Mountain Biken zu tun haben soll, wenn man sich mit einem Lift auf einen Berg fahren lässt. Oder Sprungrampen in den Wald baut. Aber das ist eine andere Geschichte. Jedenfalls noch ein Grund mehr dieses Zeugs unter keinen Umständen zu kaufen.

Beim irgendwie wichtigstem Sport der Welt ist die Einflussnahme Red Bulls zwar auch schon groß, aber glücklicherweise ohne oben genannte Konsequenzen für die Sportler. Wobei die Seele des Fußballs sicher auch drunter leidet. Und apropos Fußball, es gibt eine neue Umfrage zur WM. Wer überprüfen will, welche Mannschaft am besten zu seiner Definition der Seele des Fußballs passt, dem sei der Team-o-mat der NZZ wärmstens empfohlen. Bei mir sind die attraktivsten Mannschaften Südafrika, Argentinien und Dänemark. Muss wohl an den Trikotfarben liegen.

Final Day

So, morgen letzter Radkurier-Tag meinereiner. Ich wünsche mir wenig Regen, wenig Kälte und wenig Briefe. Das wäre ein schöner Abschluss.

Damit dann die sieben Monate Schufterei nicht ganz umsonst waren, kündige ich hiermit schon mal was an. Ich habe mir nämlich vorgenommen, meine erlangten Erfahrungen mit der Welt zu teilen. Und zwar werde ich Tipps und Erfahrungsberichte zu von mir benutzten Fahrradteilen und Bekleidungsstücken verfassen. Weil ich nämlich festgestellt habe, dass in diversen Fachzeitschriften und anderen Medien wenig aussagekräftiges geschrieben wird. Das mag jetzt die meisten Besucher weniger interessieren, aber vielleicht erweitere ich so das Publikumsspektrum. Kann ja nicht schaden.

Grüße gehen an dieser Stelle an mein tapferes Fahrrad.

Gute Nacht.

PS: Gibt eine neue Umfrage. Sehr einfallslos, weiß ich. Die nächste gibt es dann wohl zu Ostern. Thema Kreuzigung, oder was da für ein Rambazamba damals war. Ich kenn mich da nicht aus.

Sportliches Fundstück

Ich habe da noch was gefunden. Und zwar gibt es bei MTB-News.de die Möglichkeit eine Trainingsverwaltung zu führen. Eine Möglichkeit, die ich selbst nutze. Und da wird eben auch die Statistik aller Benutzer aufgeführt, wie links zu sehen ist. Naja, was soll man groß dazu sagen. Mountain Biker sind halt so geil, die schwimmen sogar bergauf.

Eigentlich müsste ich hier jetzt noch was schreiben, aus ästhetischen Gründen. Mir fällt aber nichts ein.

Ich könnte auch das Bild kleiner machen, bin ich aber zu faul zu.

Sieht das halt ein bissel krumm aus.

Egal.

„Ich hab da mal was vorbereitet…“ – Teil 1

Das 2D da vorn drauf bedeutet natürlich, dass das Dannys Zweitrad ist.
Das 2D da vorn drauf bedeutet natürlich, dass das Dannys Zweitrad ist.

Erste kleinere Arbeiten wurden getan. Morgen geht es weiter, dann bin ich auch ausgeruhter. Und mein Bolzbike, auch Eisenschwein genannt, hatte ja heute seinen letzten Arbeitstag und ist nun Pensionär. Das hat es sich aber auch verdient. Keine Ahnung, wie viele Kilometer das genau auf dem Buckel hat. Mindestens 30.000 sicher. Das begleitet mich ja schon mein halbes Leben. Krass, das war mir ja gar nicht klar. Da hat es echt einen schönen Ruhestand verdient. Nicht so eine Schinderei wie das Kurierfahren. Das ist ja oft eine schmutzige Angelegenheit. Besonders wenn es so verregnet ist, wie es diese Woche war. Deswegen sieht das Eisenschwein jetzt auch sehr mitgenommen aus, man könnte meinen, man sieht ihm sein Alter an. Vom Leben gezeichnet.

Verdrecktes, abgenutztes Eisenschwein im Detail.
Verdrecktes, abgenutztes Eisenschwein im Detail.
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