Bildvergleich

Seit ich Instagram auf dem iPhone für mich entdeckt habe, weiß ich gar nicht mehr, womit ich lieber Bilder mache. Ob mit der neuen Kamera oder eben dem iPhone. Die Ergebnisse sind aber auch völlig unterschiedlich. Hier mal Beispiele von meiner Feierabendrunde am Freitag.

Blindschleiche
Blindschleiche

Diese Blindschleiche habe ich heute übrigens wieder gesehen. Ein paar hundert Meter weiter bergauf. Beim nächsten Mal werde ich sie nach ihrem Namen fragen.

Mal so nebenbei, leider musste ich den Zähler der Pannenstatistik zurücksetzen. Bei der letzten Tour des Osterurlaubs ist es passiert. So ein blöder Dorn hat sich in den Schlauch gebohrt. Da ich faul bin, gibt es das nächste Update erst zum Monatsende. Oder beim nächsten Platten.

Die Wiederentdeckung alter Bekannter

Holzstachel im Reifen
Holzstachel im Reifen
Heute habe ich das Jabba wieder mit auf Arbeit genommen und dann den Heimweg verlängert. Bei glühender Hitze. Aber lange konnte ich eh nicht fahren. Denn leider muss ich nun wieder die Pannenstatistik zurücksetzen. Schuld ist dieses Holzstück, welches sich in Reifen und Schlauch gebohrt hat. Und so musste nach langer Zeit mal wieder das Flickzeug ran. Was unproblematisch war. Schwieriger war es, das Holzstück wieder aus dem Reifen raus zu bekommen. Aber ich habe ja gute Zähne.
Wuschelkühe Zwanzigzehn
Wuschelkühe Zwanzigzehn
Als ich dann aber weiterfuhr, war die Temperatur doch um einiges erträglicher. Hat eben alles sein Gutes. Und dann kam es noch besser, ich habe endlich die Wuschelkühe wiederentdeckt. Bei unserer letzten Begegnung hatten die noch Winterfell, glaube ich. Ich hatte sie schon sehr vermisst. Und jetzt standen sie endlich wieder am Wegesrand. Und mampfen deutlich hörbar Gras. Neue Wuschelkälber waren auch dabei. Diese musterten mich noch ziemlich skeptisch.
Wuschelkälber
Wuschelkälber

Nulllinie

Schlechte Nachrichten für die Statistikfreunde: Die Pannenstatistik muss leider wieder zurückgesetzt werden. Schuld war ein fetter Dorn, der sich in den Vorderreifen des Jabbas bohrte. Aber die Panne wurde schnell behoben und Ende der Woche steht in der Statistik wieder eine dreistellige Zahl. Ab morgen kommt nämlich auch die Sonne wieder zurück. Das ist erfreulich, denn heute war es verdammt kalt.

Andere Null, bei der Umfrage nach den beliebtesten Schweizer Produkten haben Lunik null Stimmen erhalten. Und DJ Bobo drei. Sachen gibt’s. Aber die Umfragen funktionieren wohl auch nicht so, wie sie sollten. Technisch gesehen. Deswegen gibt es jetzt eine Umfrage zur Funktion der Umfrage. Leider hab ich noch keine Alternative zum Umfrage-Plugin gefunden, aber vielleicht passiert ja noch ein Wunder. Oder jemand hat einen Tipp für mich.

Epilog

Vor exakt einer Woche saß man in Riva del Garda und genoss ein leckeres Eis. Und nun erscheint einem dieser Moment schon wieder Ewigkeiten zurück. So schnell wurde man schon wieder vom Alltag eingeholt. Alltag garniert mit grauem Himmel und einer großen Portion Sehnsucht. Und schon erscheint einem die Woche der Alpenüberquerung wie ein Traum.

Als man also vor einer Woche am Gardasee saß, gingen einem viele Gedanken durch den Kopf. Zum einen waren da all die großartigen Augenblicke. Die herrlichen Aussichten, die leider auf den Fotos nur noch mindestens halb so beeindruckend sind. Und dazu der Stolz darüber, diese Berge, die die großen Ausblicke boten, mit eigener Kraft bezwungen zu haben. Und man dachte auch an die Mitstreiter, zumindest ging es mir so. Daran, wie fremd man sich vor dieser Tour noch war und wie sehr diese Gruppe zusammenwuchs. Und natürlich dachte man auch an sein Fahrrad, das so tapfer durchgehalten hatte.

Zum Glück ist man ja am Berg meist allein. So konnte fast keiner mitbekommen, wie sehr bei uns manchmal geflucht wurde. Anstieg auf Straße – Doof. Anstieg auf Schotter – Doof. Feine Trails – Müssen wir eh schieben. Welliges Profil – Noch ein, zwei Berge. Usw. Aber eben, als man es dann geschafft hatte, sah alles doch ganz anders aus. Die Erinnerungen an die Schiebepassagen wurden von denen an die flowigen Trails überdeckt. Die lange Schinderei bergauf wurde durch großartige Aussichten entschädigt. Und überhaupt ist alles im Nachhinein halb so schwer und doppelt so schön.

Falls jemand meine Pannenstatistik hier verfolgt, eine kurze Erklärung. Ich bin durchaus ohne jede Reifenpanne über die Alpen gekommen. Aber nach gut 5.000 Kilometern ohne Platten wurde mir dann ein überaus gefährlicher Skatepark, vielleicht sogar der gefährlichste Skatepark der Welt, zum Verhängnis. Deswegen musste der Zähler zurückgesetzt werden.

Protokoll eines schwarzen Montags

Nein, es geht nicht um irgendwelche Finanzmarkt-Geschichten. Es geht um meinen ersten Arbeitsmontag. Bisher hatte ich ja den Montag immer frei. Heute nicht, weil ich momentan Urlaubsvertretung bin. Eigentlich ist so ein Montag aber nichts schlimmes, weil am Wochenende ja keine Post rein kommt. Eigentlich.

Erstmal begann es recht ungewöhnlich, weil ich mit dem Auto zur Arbeit fuhr. Mein armes Fahrrad ist ja kaputt. Hoffentlich nicht mehr lange. Denn es hieß so umsatteln auf das Firmenfahrrad. Ich mag es ja eh schon nicht, mit fremden Fahrrädern zu fahren. Schon gar nicht längere Strecken. Weil das ist ja auch eine Vertrauenssache. An meinen Fahrrädern kenne ich jede Schraube und habe jene eigenhändig festgezogen. Bei fremden Rädern nicht.
Und dann ist dieses Firmenfahrrad eben alles andere als toll. Eine Gurke ist das. Fährt zwar, aber nicht besonders leicht. Bremst zwar, aber nicht besonders kräftig. Es funktioniert eben, aber nicht besonders gut.
Schutzbleche hat es übrigens auch keine. Anfangs störte mich das wenig. Aber der Regen wurde ja immer stärker und hörte eben auch nicht mehr auf. Puh, es gibt echt angenehmeres.
Jedenfalls gurkte ich dann los. Und kam nicht besonders weit. Nach einer guten halben Stunde flog plötzlich was unter dem Reifen weg. Ich hatte schon Angst das Firmenfahrrad würde sich in seine Bestandteile auflösen. So schlimm war es aber nicht. Nur hörte ich schon ein pffft… pffft… pffft… mit jeder Radumdrehung. Platten. Eine halbe Bierflasche steckte im Reifen, naja, eine Glasscherbe beachtlicher Größe halt. Natürlich hat man kein Werkzeug oder so dabei, man muss ja Post transportieren. Also schob ich das Fahrrad zurück in die Firma, wo schon ein neuer Schlauch bereit lag.
Nun ist das aber so eine Sache mit den Schläuchen am Fahrrad. Besser gesagt, mit den Ventilen. Denn es gibt unterschiedliche. Hauptsächlich die bekannten Autoventile und die schmaleren Sclaverand-Ventile. Und na klar, Firmenfahrrad hat Sclaverand, Ersatzschlauch Autoventil. Dem aufmerksamen Leser fällt jetzt auf, das kann so nicht passen. Das Autoventil ist zu dick. Und es fand sich auch kein anderer Schlauch mit schmalem Ventil. Deswegen mal ein Tipp von mir an dieser Stelle. Es ist immer schlauer, Ersatzschläuche mit Sclaverand-Ventil zu haben. Ob daheim, auf Tour oder in einer Radkurier-Firma. Weil die dünnen Ventile problemlos auch durch große Ventillöcher passen. Umgekehrt funktioniert das nicht.
Okay sagt man sich da, flick ich eben den dummen Schlauch, damit kennt ich mich ja aus. Aber Pustekuchen. Ich weiß nicht warum, aber der Flicken wollte einfach nicht halten. Sowas ist mir noch nie passiert. Gibt doch immer wieder neues im Leben. Leider war es so früh am Morgen, dass alle Fahrradhändler, die ich kannte, noch geschlossen hatten. Aber zum Glück hatte dann doch jemand eine Idee und so lernte ich einen neuen Händler kennen. So neu ist der aber gar nicht, der gehört irgendwie sogar zur Familie. Jedenfalls wechselte ich dann dort endlich den Schlauch und nahm mit fast einer Stunde Verspätung meine Tour wieder auf. Dreckverschmiert noch dazu. Also klar hab ich mir die Hände danach ordentlich gewaschen, logisch. Trotzdem sitzt der Dreck halt in den kleinsten Poren und ich hab jetzt noch Hände wie ein Mechaniker.
Eine Stunde Verspätung heißt also durch den Regen hetzen. Mit dieser dummen Gurke. Freunde werden wir zwei, das Firmenfahrrad und ich, sicher nicht mehr. Trotzdem, nachdem meine Mittagspause sehr, sehr kurz ausgefallen war, war ich fast wieder im Zeitplan.
Dafür entdeckte man nachmittags noch zwei Kisten randvoll mit Post, die man am Morgen übersehen hatte und die noch von mir ausgefahren werden mussten.

So, schlimmer kann es eigentlich nicht mehr kommen. Also kann schon, und das ging mir heut auch oft durch den Kopf. Aber ich sprech es lieber nicht aus, damit habe ich schlechte Erfahrungen gemacht. Aber jetzt geht es eh aufwärts. Es wird wärmer und schöner. Und mein Fahrrad ist hoffentlich auch bald wieder gesund, ich brauch das doch.

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