Strandspaziergang

Nebel am Rhein
Leider konnte ich heuer das einzige 49 Stunden-Wochenende des Jahres nicht mit einer Teilnahme am Kahlaer Porzellinerlauf krönen. Schuld daran ist einerseits der Umstand, dass ich nicht in Thüringen sein kann. Aber auch das Wetter, welches wohl, ich kenne es nur vom Hörensagen, sehr viel Schnee über Thüringen ausgeschüttet hat. So viel, dass der Lauf abgesagt wurde, da die Strecke von Bäumen, die unter der Last des Schnees zusammengebrochen sind, blockiert ist. Heiliger Bimbam. Hier im Westen gab es Sonnenschein statt Schneefall. All diese Tatsachen zusammen ergaben im Zusammenhang den Umstand, dass ich heute wieder die Laufschuhe schnürte. Nach einem Monat Zwangspause wegen Superinfektion. Und durch die kalte Luft lief und dabei beobachtete, wie die Sonne sich durch den Nebel kämpfte. Und weil mein körperlicher Zustand noch nicht optimal ist, entstand das oben eingefügte Bild beim Durchatmen meinerseits am Rheinufer.

40. Porzelliner-Lauf

Kurz vorm Start des Pozelliner-Laufs

15 Jahre nach meiner ersten Teilnahme an dieser Laufveranstaltung habe ich ebenjene wieder absolviert. Eigentlich ist der Lauf immer genau an dem Sonntag, an dem die Uhr auf Normalzeit zurückgestellt wird. Was den großen Vorteil hat, dass das frühe Aufstehen deutlich leichter fällt und man relativ ausgeschlafen zum Lauf kommt. Und dass der obligatorische Nebel eines Oktobermorgens meist zum Start schon verschwunden ist. Diesmal war es anders. Diesmal war beim Start das Fußballfeld noch weiß vom Raureif. Und die Sonne lecke langsam den Nebel weg. Am schönsten waren aber die Sonnenstrahlen, die durch die Bäume im Wald drangen. Am liebsten hätte ich immer wieder Fotos gemacht, aber ich wollte die anderen Teilnehmer in ihrem sportlichen Eifer nicht stören. Stattdessen bin ich lieber gerannt. Meine angekündigte Taktik habe ich natürlich nicht eingehalten. Dafür war ich erstaunlicherweise zu fit. Vom Start weg habe ich Tempo gemacht und sogar nicht wenige Läufer überholt. Sogar für einen Schlussspurt hat die Kraft noch gereicht. Und am Ende war ich eine halbe Minute schneller als bei der letzten Teilnahme. Und dies trotz Ausflug in den Wald um den zuvor getrunken Tee wegzubringen. Zur Belohnung gab es einen Becher aus Kahlaer Porzellan.

Nachtfrost

Erfrorene Pfütze

Der Winter scheint nicht mehr weit zu sein. Als ich das letzte Mal hier mit dem Jabba durch die Gegend gedüst bin, hatte es noch über 20°C. Heute sind wir durch erste eisige Stellen gefahren. Hier sind die Nächte aber auch deutlich kälter als am Rhein. Und die Morgenstunden nebliger. Und die Landschaft hügeliger. Letzteres macht die beiden vorher genannten Nachteile locker wieder wett.

Für morgen habe ich mir übrigens vorgenommen, mal wieder beim Porzellinerlauf teilzunehmen. Sprich früh aufzustehen und mit anderen Verrückten in frostiger Luft 13 Kilometer durch den Wald zu rennen. Ich habe mir bereits eine Taktik zurecht gelegt, nämlich die gleiche wie bei der letzten Teilnahme. Nachlesen kann man diese hier.

Sportlertagebuch

36. Porzellinerlauf

Bereits vor dem Start demonstrierte ich meinen Kontrahenten meine überlegene Gelassenheit, indem ich als Letzter zum Start erschien. Ich blieb auch nach dem Start cool und lief mein Tempo, auch wenn all die Jungspunde (bis Jahrgang 1932) in heißem Kampfeseifer an mir vorbei zogen. Denn ich wusste, es geht jetzt erstmal kilometerlang bergauf und an den steilsten Stücken kommen die mir sicher wieder entgegen. Als dem nicht so war, blieb ich trotzdem ruhig, denn in der Ruhe liegt die Kraft. Als es dann wieder bergab ging, kam mir mein erhöhtes Gewicht zugute und so konnte ich einen Läufer überholen. Vielleicht waren es auch zwei. Kurz vor dem Ziel zahlte sich dann meine herausragende Krafteinteilung aus, als ich, ohne zum Endspurt beschleunigen zu müssen, noch einen weiteren Läufer überholte. Oder zwei. Zur Belohnung gab es dann Tee und Pudding.

Fazit: Zwar 5 Minuten langsamer als bei der letzten Teilnahme (2000), aber dies erklärt sich aus einer Kombination aus fortgeschrittenem Lebensalter, 5 Kilo mehr Gewicht und einem Trainingspensum, das nur noch ein Fünftel vom damaligen ist. Schön war es aber allemal, nicht nur das Wetter.

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